Motivation in Sport und Training

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jojojojobounty
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Motivation in Sport und Training

Beitrag von jojojojobounty »

Hallo ihr Lieben,

ganz inspiriert von den tollen Videos vom freudig, eifrigen Jotti und motiviert, weil Emil auf dem Hundeplatz und im Alltag immer so viel Freude zeigt irgendwo drauf, drunter, drüber zu gehen oder am liebsten zu hopsen, möchte ich mich gerne nach euren Tipps und Erfahrungen zum Thema: Motivation in Sport und Training erkundigen.
Das ist bestimmt total individuell und was den einen motiviert, lässt den anderen kalt, daher würde ich mich auch freuen etwas mehr darüber zu erfahren, wie ihr von eurem Hund gelernt habt, wie ihr am besten zusammenarbeitet :) Vielleicht hilft dies die eigenen Sinne zu schärfen und besser auf die Signale vom Partner zu achten :streichel:

Seit einigen Wochen haben wir die Möglichkeit jederzeit einen nahegelegenen Hundeplatz mit diversen Trainingsgeräten zu nutzen. Emil und wir selbst hatten in der Hundeschule viel Spaß und Freude an den Geräten der Welpen- und Junghundegruppe. Da unser Kurs dort jedoch in 3 Wochen endet und wir voraussichtlich nicht weitermachen möchten, die anderen Hundesportvereine jedoch für uns unpassende Trainingszeiten haben, wollen wir allein weitermachen. Auf dem Platz sind natürlich auch immer mal andere zum gemeinsam Üben und Toben und im Frühjahr gibt es auch wieder gemeinsame Treffen zur Unterordnung und zum Hundesport - aber eben nicht regulär im Herbst / Winter.

Natürlich wolle wir nicht nur auf dem Hundeplatz ein Team sein und so gibt es immer wieder kleine Übungssequenzen im Alltag eigentlich bei jedem Spaziergang - auch auf dem Weg zur Arbeit etc.
Besonders interessiert mich dabei aber wie geschrieben das Thema Motivation. Leckerchen, Lob, Streicheln, Spielie ... wie setzt ihr das ein, und was gibt es vielleicht noch ?

Auch alles andere was euch dazu passend einfällt, würde mich sehr interessieren :D
Ich bin gespannt :mrgreen:

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

Danke schön:

Das hatte ich schon geschrieben:
Ich kann dir schon mal sagen, dass es für mich sehr wichtig ist, dass der Jotti bzw. wir viel Spaß haben. Für mich ist die Hundeausbildung keine Arbeit sondern Spiel und Spaß. Ich trainiere in kurzen Einheiten und überall... im Wald, im Feld, auf dem Bürgersteig, auf einem Parkplatz, im Garten, in der Tiefgarage und ab und zu auf dem Hundeplatz. Ich trainiere wenn der Hund sich wohl fühlt und sich anbietet.
Ich habe das Training ohne Leine angefangen, da ich möchte, dass der Hund sich auf mich fixiert. Z.B. nehme ich ein Leckerchen und führe ihn in die gewünschte Position nah bei mir und halte das Leckerchen nach oben mit Kommando „Sitz“. Setzt er sich in die gewünschte Position löse ich das Kommando mit okay auf, gebe ihm das Leckerchen und mache Späße mit ihm. Bei Fuß dasselbe, Fuß sagen, paar Schritte mit Leckerchen, Kommando auflösen und rumalbern. Kein ziehen an der Leine oder so. Ich möchte eigentlich, dass er es wie von selbst macht und das versteht. Das ist mein Grundgedanke. Bei meinen beiden Hunden hat das super funktioniert. Bei meinem Ersten hatte ich leider noch keine Erfahrung.


Und der Jotti ist immer motiviert, ausgeglichen und temperamentvoll... alles beste Voraussetzungen
:wav:

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Vreni2101
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Vreni2101 »

Vielleicht hast du ja auch Friedas Video gesehen, was leider ohne verständlichen Ton ist. Ansonsten hättest du wahrscheinlich gehört, wie ich sie zwischen den Schildern immer wieder mit der Stimme motiviere. Beim Rally Obedience ist das erlaubt und erwünscht. In vielen anderen Sportarten ist das leider nicht erlaubt.

Ganz allgemein finde ich, dass man erst mal heraus finden muss, was für den eigenen Hund wirklich eine Belohnung darstellt. Der eine fährt auf Leckerli ab, für den nächsten ist ein Spielzeug oder Ball das größte und wieder andere finden ein Spiel oder Quatsch mit dem Besitzer toll. Das war für mich auch eine Sache, die ich erst mal lernen musste. Wichtig finde ich jedoch, dass es zwar eine Belohnung für den Hund ist, aber der Hund es trotzdem aus freien Stücken gerne macht und nicht nur nach dem jeweiligen Objekt Geiert. Wenn ich zum Beispiel mit unserem Labbi mit einem Ball in der Hand durch so einen Parcours laufen würde, würde er vor lauter Gier auf den Ball gar nicht merken was er eigentlich tut.
Leider gibt es immer noch Trainer, die meinen das Schema X würde bei jedem Hund funktionieren. Dem ist absolut nicht so. Vielleicht kannst du ja über den Herbst/Winter mal herausfinden, was Emil so richtig Spaß macht.

Manche Leute arbeiten auch mit Markerwörtern zum Anfang und Ende einer Aufgabe, wo die Hunde ggf. länger die Konzentration halten müssen und am Ende erfolgt die super-Belohnung.

Frieda ist mittlerweile 7 und ich habe vieles mit ihr ausprobiert. U.a. auch Agility, wo sie aber so bekloppt wurde und nur gebellt hat, dass sie eigentlich gar nicht mehr merkte, was sie da eigentlich macht. Finde ich persönlich nicht toll. Heute findet sie eine A-Wand oder Tunnel aber auch immer noch sehr reizvoll :lol:
Im Training arbeite ich auch mit Leckerli zur Motivation und am Ende einer Aufgabe bzw. des Parcours meist mit kurzem durchknuddeln.

Frieda reagiert sehr stark auf Körpersprache. Sind meine Hilfen komisch, verhält sie sich auch so. In dem Video ist z.b. eine Sitz-Übung komplett schief. Kein Wunder, wenn mein Arm schon an die nächste Aufgabe denkt :frech:
Ebenfalls reagiert sie stark auf meine Stimmung. Mit gespielter guter Laune durchschaut sie mich sofort und macht nichts mehr. Es muss schon ehrlich sein und auch so rüber kommen :wink:

Zum Schluss finde ich noch wichtig, dass man sich immer und immer wieder selbst reflektiert und immer wieder überlegt, ob man selber alles richtig gemacht hat, damit der Hund es auch richtig machen kann.
Viele Grüße von Verena mit Frieda

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

Schau dir mal das Video an ... Motivation ist alles :wav:

https://youtu.be/nRqjLrTxg8g

aber meine Hunde waren eigentlich immer motiviert und es hat ihnen immer Spaß gemacht ...

(leider sehr schlechte Qualität, da über 13 Jahre her .. und S-J war damals 2 Jahre )

Wie schon geschrieben, habe ich einige Hindernisse mit Schaumstoff nachgebaut um das gefahrlos auszuprobieren!

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Isi
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Isi »

Was für ein tolles Video, auch wie die ZuschauerInnen mitgehen, super!

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

Hier sieht man nochmehr die Motivation. Sie achtet nur auf mich, alles andere ist ihr egal.
Das war auf der DVG THS Landesmeisterschaft 2007. Sogar als ich S-J ein Slalomtor versperrt habe, hat sie super aufgepasst. Ich hatte nur immer Angst, dass ich ihr auf die Füße trete :shock:


https://youtu.be/rk0EMMx4OVA

(leider auch sehr schlechte Qualität, der Film ist kaputt gegangen ...)

jojojojobounty
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von jojojojobounty »

Vielen Dank für eure Antworten und die Videos. Klasse :klatsch:
Die Motivation ist rieeeessig, ebenso der Jubel :lol:
Aber die Belohnung scheint recht kurz und knapp auszufallen?

Und: Friedas Video habe ich natürlich auch gesehen. Sie ist eifrig, bellt auch ein paar Mal, wedelt mit der Rute, wirkt dabei aber weniger vor Motivation überschäumend. Vielleicht ist es aber auch einfach die Größe, die weniger Quirligkeit ausstrahlt :streichel:
Ich bin aber nur über ein Video gestolpert, gibt es noch mehr - und wenn ja, wo? :mrgreen:



Wenn ich dich richtig verstehe, Sammy-Jo, Trainierst du in kurzen Sequenzen wann immer es sich anbietet und wann es sich anbietet wird nicht durch die Location sondern eben durch die Bereitschaft deines Hundes, durch das Anbieten definiert? Und anbieten tut er sich prinzipiell indem er mit dem Kopf bei dir ist ... ?
Gerade ein junger Hund, wie Emil, ist natürlich häufiger mit dem Kopf woanders als ein Hund, der eine gewisse geistige Reife und "Lebenserfahrung" hat, nehme ich mal an...
Habt ihr beim Junghund auch mal die Aufmerksamkeit eingefordert und wenn ja wie?
Gerade mit anderen Hunden auf dem Platz fällt uns das aktuell recht schwer. Auch in der Hundeschule wo wir derzeit noch einen Kurs belegen ist das mit Emil ein großes Thema - euer Input wäre sehr hilfreich :fechten:

Heute hatten wir wieder eine Stunde in der Hundeschule mit diversen Geräten. Emil hatte die anderen Hunde (9 Monate alt) einige Wochen nicht gesehen und war lange vollkommen unkonzentriert. Gegen Ende sollten wir noch einmal frei an die Geräte (Tunnel, kleine Brücke, mini Stangen...) gehen und da hat sich ein schöner Moment aufgetan: Ich habe Emil gezeigt, dass er über die kleine Brücke gehen soll und plötzlich war er mit dem Kopf bei mir. Ich habe ihn darüber geschickt, Belohnung. Und weil ich merkte, dass er so bei mir ist dann: Sitz, Brücke, Platz, Belohnung. Und das in verschiedenen Variationen 2-3 Mal. Hier hatte ich das Gefühl, die Bewegung und das Gerät und einfach die Gesamtsituation hat ihm Freude bereitet und ihn motiviert, wobei das sitzen und liegen ihn wieder ein bisschen geerdet haben :) Danach war er auf einmal insgesamt viel mehr bei mir mit dem Kopf und es hat mit Sitz und Platz generell plötzlich super geklappt.
:streichel:
Im Alltag üben wir auch immer wieder kurz, das klappt auch sehr gut. Dabei habe ich aber manchmal das Gefühl in neuen Situationen ,abgesehen von der Anwesenheit anderer Hunde, ist Emil sogar konzentrierter, bzw. orientiert sich mehr an uns und es klappt noch besser ... hmm



Insgesamt spielen wahrscheinlich die richtige Motivation, das Abpassen eines geeigneten Moments und die Wahl einer guten Belohnung zusammen, um optimal zusammen zu trainieren.
Bzgl. der Belohnung kann ich mir unter dem Ball/Labbi Beispiel gut vorstellen was ihr meint :mrgreen:
Und auch aus einigen anderen Beiträgen etc. habe ich soweit mitgenommen: Es bietet sich an den Hund anfangs mit einem Leckerli z.B. in die Grundstellung zu führen, aber nur solange das Leckerli gerade ausreichend lockt, ohne den Verstand auszuschalten, sodass der Hund nicht mehr mitbekommt, was er getan hat und damit auch nichts verinnerlicht. Schnell sollte das Locken z.B. durch eine Hilfe mit der Hand getauscht werden, um mehr zu helfen statt zu locken und anschließend kommt die Belohnung mit der Auflösung.
Würdet ihr das unterstreichen?
(PS: wir sind gerade dabei die Grundstellung daheim immer wieder zu üben :) )

Bzgl. Belohnung hatte ich dabei kürzlich einen interessantes Video gesehen, wonach beim Belohnen mit einem Spiel darauf zu achten ist, das Spielzeug nicht zu werfen. Als Grund wird angeführt, dass der wirkliche Belohnungsmoment dann ist, wenn der Hund das Spielzeug "hat" und wenn man es wirft, ist dies kein gemeinsames Erlebnis. Daher soll man das Spielzeug stets in der Hand halten, das Spiel kontrollieren und dabei sein, wenn der Hund es fasst. So wird die Belohnung auch mehr dazu beitragen, die Bindung zu stärken.
Was denkt ihr dazu?



Wenn es sich ergibt, versuche ich die Tage auch mal ein Video vom Platz zu machen :D

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Vreni2101
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Vreni2101 »

Hi,

habe leider nur dieses eine Video online. Das bellen gehört einfach zu ihr. Ich gucke nur, dass sie schnell wieder ruhig ist.
Sie ist vom Typ her weniger quirlig wie Jotti, was bei den Großen aber oft der Fall ist. Würde ich Jotti so ansprechen und den Blödsinn machen, den ich mit Frieda mache, wäre er ein einziger Hopse-Jotti :lol:

Mein Labbi ist (war) auch so ne Rakete. Den muss man ruhig und gesittet führen, sonst weiß er mit seiner Energie nicht wohin und will alles zusammen sofort :roll: so sind die Hunde eben verschieden und als Mensch muss man sich auf den Charakter des jeweiligen Hundes einstellen.

Klar brauchen die Hunde eine gewisse geistige Reife für das jeweilige Training. Die einen (meist großen) sind Spätentwickler, die anderen sind schneller. Wenn die Junghunde auch gerade mal wieder einen Pubertätsschub haben und man denkt, dass gerade gar nichts funktioniert, bringt es auch nichts was neues zu beginnen. Dann lieber nur bereits erlerntes wiederholen und aufhören, wenn’s gut geklappt hat.

Was bei Belohnungen immer wichtig ist, ist das richtige Timing. Wenn du z.b. in der Grundstellung erst belohnst, wenn der Hund schon wieder aufgestanden ist, warst du zu spät.
Grundsätzlich ist es aber sicher gut, dass du die GS erst mal zuhause übst und dann erst draußen wo die Ablenkung größer ist.

Das Spielzeug zu werfen ist sicher nicht immer gut und viele Trainer finden zu recht, dass eine Belohnung lieber mit dem Menschen zusammen statt finden sollte.
Es gibt hundeschulen, die solche Team-Building Kurse anbieten. Da geht es eben auch um gezielte Belohnung mit dem Menschen und auch der Mensch lernt sich mal richtig zu Affen zu machen :lol:
Viele Grüße von Verena mit Frieda

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Resi
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Resi »

jojojojobounty hat geschrieben:
Sa Okt 17, 2020 4:35 pm


Bzgl. Belohnung hatte ich dabei kürzlich einen interessantes Video gesehen, wonach beim Belohnen mit einem Spiel darauf zu achten ist, das Spielzeug nicht zu werfen. Als Grund wird angeführt, dass der wirkliche Belohnungsmoment dann ist, wenn der Hund das Spielzeug "hat" und wenn man es wirft, ist dies kein gemeinsames Erlebnis. Daher soll man das Spielzeug stets in der Hand halten, das Spiel kontrollieren und dabei sein, wenn der Hund es fasst. So wird die Belohnung auch mehr dazu beitragen, die Bindung zu stärken.
Was denkt ihr dazu?

Werfen ist für mich jetzt auch nicht unbedingt als Belohnung üblich. Das mache ich ab und an mit zwei Pullern weil sie da richtig gut Energie rauslassen können und sie extrem Spaß dran haben und klar beim Tauschen wird auch mal ein Kunststück verlangt aber da dann eher nur leichte Sachen weil die da einfach trieblich so abgehen dass das Gehirn aus geht. Bälle werfe ich zum Beispiel nie so dass ein Hund danach rennen muss. ich schmeiße sie zum Hund oder mal 2m davor oder dahinter. Mir sind die Kräfte die auf die Knochen beim abrupten Stopp einwirken einfach zu enorm um das regelmäßig zu machen. Dazu kommt auch noch dass man eben wirklich eine sehr wichtige jagdliche Sequenz nachahmt: Hetzen und packen. Mit einem Junghund würde ich nicht mal meine Puller werfen.


Zergeln ist immer toll aber zum Zergeln gehört auch gewinnen und verlieren und es gehört auch mal richtig rum rennen damit mit zu diesem Spiel. Mein Andiamo hat es schon immer geliebt seine Knautschballis aus meiner Hand zu fangen und dann lustig drauf rum zu knatschen. Farinelli hat einen harten Magnetball den er sich nach Freigabe von meinem Rücken pflücken darf. Schnappen und damit wegflitzen, flitzen, flitzen und noch ne Runde flitzen. Er baut damit auch seinen Stress von der Arbeit ab (gibt ja auch positiven Stress)

Im Grunde denke ich gar nicht viel über Grundmotivation nach. Von klein auf spiele ich sehr sehr viel mit den Jungs, lasse dann leine Übungssequenzen einfließen und dann wieder nur eiwg Spaß. Die schauen eigentlich immer ob sie was für mich tun können damit sie mehr Spaß und Interaktion bekommen. Anders ist das mit den Belohnungen. Klar nur Spielen geht aber man will ja auch mal ganz gezielt und auch gestaffelt belohnen. Dafür gibts dann wirklich alle möglichen und unmöglichen Belohnungen die je nach Hund sehr Unterschiedlich sein können. Bei Andiamo ging es los mit den Worten super über normales Leckerchen, Zergel bis hin zu seinen Knautschballis und auch mal ne Schale Katzenfutter. Farinelli hat ein Lächeln, ein in die Händeklatschen, Umarmungen (Andiamo würde mich hassen) und dann sein Magnetball, Beisswürste und auch er steht auf Katzenfutter. Normale Leckerlies sind bei ihm eher so einRitual damit er weiß dass er nichts falsch macht.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

Vreni2101 hat geschrieben:
Sa Okt 17, 2020 6:58 pm
Hi,

habe leider nur dieses eine Video online. Das bellen gehört einfach zu ihr. Ich gucke nur, dass sie schnell wieder ruhig ist.
Sie ist vom Typ her weniger quirlig wie Jotti, was bei den Großen aber oft der Fall ist. Würde ich Jotti so ansprechen und den Blödsinn machen, den ich mit Frieda mache, wäre er ein einziger Hopse-Jotti :lol:
Genau Verena, den Jotti muss man immer bisschen runterfahren :D 8) :lol:

Und ich vermeide es während dem Turnierlauf Leckerchen zu geben. Beim Rally Obedience ist das erlaubt, beim Turnierhundsport nicht. 1. kostet es Zeit, 2. könnte der Hund das verschlucken und 3. könnte das auf den Boden fallen, was für alle unfair wäre ... aber die Belohnung ist ja auch schon, dass wir zusammen Aufregendes erleben :wav:

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

jojojojobounty hat geschrieben:
Sa Okt 17, 2020 4:35 pm
Gerade ein junger Hund, wie Emil, ist natürlich häufiger mit dem Kopf woanders als ein Hund, der eine gewisse geistige Reife und "Lebenserfahrung" hat, nehme ich mal an...
Habt ihr beim Junghund auch mal die Aufmerksamkeit eingefordert und wenn ja wie?
Gerade mit anderen Hunden auf dem Platz fällt uns das aktuell recht schwer. Auch in der Hundeschule wo wir derzeit noch einen Kurs belegen ist das mit Emil ein großes Thema - euer Input wäre sehr hilfreich :fechten:
Genau darum geht es ja. DU musst dich interessant für deinen Hund machen. DU bist das bzw. der wichtigste :D
:D
Ablenken, spielen, ansprechen, rumalbern, Spaß haben... :wav: gerade junge Hunde sind so ausbaufähig :D

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Tanja aus Haan
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Tanja aus Haan »

Ich denke auch, es ist sehr individuell, wie ein Hund geführt/motiviert wird. Du wirst den für euch passenden Weg sicher finden.

Schon alleine das, was man sich unter Motivation oder Führung vorstellt, ist glaube ich individuell.

Beim Mantrailing war Nox aus eigenem Antrieb höchst motiviert.
Beim Agi war er jetzt auch gleich von Anfang on fire und bereit. Da reicht ein "suuuupaaa guuut" zum Eskalieren des Pudels.

Beim BH und Obedience Training ist das anders. Da bedarf es Motivation. Da pfeilen wir noch dran ... auch deswegen bin ich mir nicht sicher, ob das langfristig unser Hobby bleibt ... wegen der Fußarbeit. Ich mag es nicht, Nox zu pushen/pushen zu müssen ... um ihn dann wieder runterzufahren/zu müssen.
Bei "schnellen" bzw actionreicheren Übungen bedarf es keiner besonderen Motivation.
Ein grundsätzliches Fixieren auf mich ist nicht mein Ziel/Wunsch.

Was ich festgestellt habe ist, dass es von Vorteil ist, wenn Neuhundehalter gleich von Anfang an einen Plan hat, wohin es gehen soll.

Es ist zB sicher einfacher, wenn Hund von Anfang an weiß, dass beim Üben/Training Schnuppern oder Artgenossenkontakt nicht erwünscht ist. Oder dass es eben nicht egal ist, wenn er sich aus dem "Sitz" hinlegt, wenn ihm danach ist. Oder oder.
Viele Grüße aus dem Rheinland
Tanja mit GP Nox (*3.10.2018)

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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von jojojojobounty »

Ich antworte später auf all eure wirklich sehr hilfreichen Beiträge! Vielen Dank schonmal :D

Anbei ein Video von heute:
https://youtu.be/ne6Eed3Up-k

Das Spieli am Ende hat er schnell angenommen und war dann auch mit dem Kopf bei mir. Im Video gibt es kein Leckerli in meiner Hand o.ä. sondern nur das Spieli in meiner Tasche und fürs Spiel am Ende :)

Eure Beiträge haben wie gesagt schon enorm geholfen 🤗

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Sammy-Jo
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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von Sammy-Jo »

Das sieht doch schon super aus :wav:
Am Anfang habe ich gesehen, dass du dich zum Hund positionierst :D also der Hund nimmt nicht die Grundstellung ein, sondern du ... bei meinem 1. Hund hat mir mal ein Richter gesagt, dass ich sehr gut Fuß gehe bei meinem Hund :lol: :roll:

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Re: Motivation in Sport und Training

Beitrag von jojojojobounty »

Hehe , danke :lol:
Ja, Grundstellung üben wir aktuell noch nur daheim.
Aber nachdem es heute so super geklappt hat, werde ich beim nächsten Mal, falls Emil wieder so gut dabei ist, die Grundstellung langsam mit einfließen lassen :streichel:
Ich bin echt begeistert von heute
:wav:

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