Emil - aktuell: Der Sockenfetisch

Wie erziehe ich meinen Welpen?
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Isi
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Re: Emil - aktuell: Der Sockenfetisch

Beitrag von Isi »

rosa1 hat geschrieben:
Do Okt 15, 2020 9:09 pm
(...)
Und pubertätsmäßig hatten wir bisher auch keine großen Probleme (wahrscheinlich, weil er alles darf :frech: ), es muss also nicht unbedingt schlimm werden.
:lol: :klatsch: Auch eine gute Einstellung, ein guter Umgang

Kristin
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Re: Emil - aktuell: Der Sockenfetisch

Beitrag von Kristin »

das klingt alles ganz wunderbar und toll, dass Emil sich so gut macht! :klatsch: Ab wann ist es denn ungefähr entspannter geworden? Konntet ihr da Phasen erkennen oder kam es einfach so?

Luis ist jetzt 14 Wochen alt und ich hab das Gefühl, er testet jetzt bewusst unsere Grenzen. Zumindest bringt er mich manchmal an meine Grenzen, gerade weil ich ihn immer mehr liebe und Angst habe, in der Erziehung zu versagen. Am aufreibendsten ist die Beißerei. In der Wohnung kriegen wir es an sich gut hin, aber beim Gassigehen kommt jetzt oft der Punkt, wo er an mir hochspringt und sich in meinen Mantel, gerne auch mal in den Unterschenkel, verbeißt. Da hilft echt nichts, außer auf den Arm nehmen, das Beißen in die Hand zu ertragen und dann ab nach Hause, wo er sich dann beruhigt. Der Tipp vom Hundetrainer war, ihn anzuleinen und ein paar Schritte von ihm wegzugehen, aber hier in Berlin liegt soviel Schei.... auf dem Boden und es sind viele Menschen unterwegs, so dass ich das eigentlich nicht machen möchte. Hattet ihr diese Probleme auch? Und was hat geholfen? :roll:

jojojojobounty
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Re: Emil - aktuell: Der Sockenfetisch

Beitrag von jojojojobounty »

Kristin hat geschrieben:
Mo Okt 19, 2020 12:20 pm
das klingt alles ganz wunderbar und toll, dass Emil sich so gut macht! :klatsch: Ab wann ist es denn ungefähr entspannter geworden? Konntet ihr da Phasen erkennen oder kam es einfach so?

Luis ist jetzt 14 Wochen alt und ich hab das Gefühl, er testet jetzt bewusst unsere Grenzen. Zumindest bringt er mich manchmal an meine Grenzen, gerade weil ich ihn immer mehr liebe und Angst habe, in der Erziehung zu versagen. Am aufreibendsten ist die Beißerei. In der Wohnung kriegen wir es an sich gut hin, aber beim Gassigehen kommt jetzt oft der Punkt, wo er an mir hochspringt und sich in meinen Mantel, gerne auch mal in den Unterschenkel, verbeißt. Da hilft echt nichts, außer auf den Arm nehmen, das Beißen in die Hand zu ertragen und dann ab nach Hause, wo er sich dann beruhigt. Der Tipp vom Hundetrainer war, ihn anzuleinen und ein paar Schritte von ihm wegzugehen, aber hier in Berlin liegt soviel Schei.... auf dem Boden und es sind viele Menschen unterwegs, so dass ich das eigentlich nicht machen möchte. Hattet ihr diese Probleme auch? Und was hat geholfen? :roll:
Hi,
also ich habe eben nochmal nachgesehen .... so ca. 1 Woche nachdem Emil 4 Monate alt wurde, hat er uns das letzte Mal so richtig richtig geärgert. Mit mehreren Stunden Bellen, auf uns drauf Hopsen, etc. das ging 2 Nachmittage so. Da wir vorher schon bemerkt hatten, dass jegliches Schimpfen etc. nichts oder nur kurzzeitig wirksam ist, haben wir es ignoriert. Zwischendurch in ein anderes Zimmer - Tür zu - warten - Tür auf. Natürlich gab es jedes Mal wenn es ruhig wurde einen neuen Aufhänger Party zu machen (Telefon klingelt , o.ä.) nach 2 Tagen war es ausgesessen. Seitdem ist Ende. Auch aller anderen Dinge kamen seitdem nicht mehr vor - bis jetzt :mrgreen:

Prinzipiell konnte ich jetzt nicht direkt Phasen erkennen, aber es gab meistens so ein akutes „Problem“, dass dann nach ein paar Tagen geregelt war, bis er sich etwas anderes gesucht hat.
Mal hat er immer auf dem Teppich gebuddelt. Mal hat er angefangen unsere IKEA Seegraskörbe anzuknabbern. Dann wurde er gegen Ende vom Spaziergang ganz Jeck und hat gebellt und in die Leine gebissen. Dann diese Phase mit dem Terror beim Tür schließen in der Autobox ...
Wir hatten immer zwei Methoden. Entweder Ignoranz (Leine beißen, Bellen, ...) oder klare Ansage (Teppich buddeln, Möbel kauen...)
Bei den klaren Ansagen war bei uns folgende Methode am hilfreichsten: Beim ersten Mal gab es ein Kommando für Dinge, wo er nicht dran darf (Egal ob Futter auf dem Boden oder Möbel kauen oder ...), ist er wieder dran: ich stelle mich zwischen Ding und ihn mit dem Kommando. Das mach ich 2-3 Mal. Hilft es nicht: Stelle ich mich wieder Zwischen ihn und das Ding und er muss 1 m Abstand waren. Sobald er diese Zone durchbricht, bin ich wieder dazwischen. Das hat dann eigentlich immer längerfristig geholfen und zunehmend reichte es einfach das Kommando zu nehmen, bis er es ganz sein gelassen hatte. Beim Teppich buddeln sah das dann so aus, dass er z.B. so lange er sichtlich den Schalk im Nacken hatte, den Teppich nicht betreten durfte.

Das mit dem Beißen hatten wir eher in anderen Situationen... Gefühlt, konnten wir aber das gar nicht sinnvoll unterbinden. Es hat aber von allein nachgelassen 😅
In der Hundeschule wurde uns kürzlich gesagt, Emil sei ein sehr Maulfixierter Hund. Pfote? Stupsen? Null. Er erkundet alles mit den Zähnen 😅 aber mittlerweile vorsichtig ohne diesen frechen Beißmodus.

Das mit dem Müll kennen wir auch nur zu gut... am zweiten Tag waren wir schon bei der Tierärztin wegen einem Kaugummi...
Wir haben hier das Kommando mit dem Aufbau von Meideverhalten geübt: Hand mit Lecktlies vor die Hundenase: Wenn die Nase dran geht, Kommando und Hand schließen. Nimmt sich der Hund zurück: Lob und Leckerlie aktiv mit Kommando freigeben. Die Steigerung ist dann das Ganze liegt auf dem Boden, wir vor dem Hund geworfen o.ä. und irgendwann klappt das auch mit Müll auf der Straße. Am Anfang haben wir dann draußen auch alles wovon er abgelassen hat belohnt. Heute klappt das problemlos - wenn man es sieht und aufmerksam ist.... das Interesse sinkt aber auch 🙈😬

Kristin
Einsteiger-Nase
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Re: Emil - aktuell: Der Sockenfetisch

Beitrag von Kristin »

1000 Dank für deine ausführliche Antwort. Das macht einem Hoffnung. Gestern hatten wir zum Glück wieder einen ganz wunderbaren Tag mit Luis; also, es ist ein auf und ab und wahrscheinlich ganz normaler Alltag mit einem Welpen.

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