30 Jahre altes Pudelbuch

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Harli
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30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von Harli » Mi Apr 17, 2013 12:20 pm

Ich will Euch mal kurz erzählen, was heute für ein Buch mit der Post zu mir kam.

Vorweg: So sehr ich gute Fachbücher, gleich welcher Richtung, liebe, so sehr bin ich vernarrt in die älteren Rassebücher und Fotobände, wo die Rassen noch z.T. ganz anders aussahen als heute.
Und ich hab auch eine Schwäche für Kinderbücher, in denen Pudel vorkommen. Da hat man ja gerade in den 60er Jahren, als der Pudel schon beinahe Modehund war, jede Menge im Deutschsprachigen Raum herausgebracht. Meist haben die Hunde dann auch so eine nette Karakulschur, einfach herrlich.
Also heute kam mein Ebay-Schnäppchen. Das Buch ist wohl ungefähr von 1980, heißt Mein Freund, der Pudel von Michele Pellisier und ist im Hemma-Verlag in Belgien erschienen.

Ich hab hier mal einen Link, allerdings von Amazon, ich konnte das Buch deutlich billiger ersteigern.
http://www.amazon.de/Mein-Freund-Pudel- ... B004YDMWZU

In der Geschichte geht’s um eine weiße Zwergpudelhündin, die von einem schwarzen (Klein?-)Pudelrüden 3 Welpen bekommt.
Mich haben die Farben vom Nachwuchs fasziniert: cremiges weiß, helles sable und black and tan! Jetzt mal abgesehen davon, dass es nur ein Kinderbuch ist, vielleicht ist das kleine Geschichtchen von vorne bis hinten ausgedacht, es hat auch nur wenig Text, dafür aber viele großformatige Fotos. Ich war einfach fasziniert von den Farben der Welpen. Wenn es denn wirklich Pudelwelpen sind ist es doch erstaunlich, dass 1980 schon solche „Fehlfarben“ veröffentlicht wurden. Oder wurde das in Belgien schon früher anders gehandhabt? Hm, keine Ahnung.
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JohnnyP
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Re: 30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von JohnnyP » Mi Apr 17, 2013 12:42 pm

Was ich mich gerade frage ist, was mit diesen ganzen Fehlfarbhunden passiert ist, dass sie keine nennenswerte Population erreichen konnten. Gibt es hier schwarze Schafe die solche Welpen beseitigt haben?

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Harli
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Re: 30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von Harli » Mi Apr 17, 2013 1:14 pm

Also ich kenne das aus meiner Kindheit so, dass es früher (zumindest in der DDR) anders geregelt wurde. Bei den Rassehunden wurden nur 6 Welpen liegengelassen, alle überzähligen wurden getötet. Und da wohl kein braver Vereinszüchter fehlfarbige Welpen in seinen Würfen haben wollte, wurden die eben als erstet getötet (so auch die schwächlichen, offensichtlich (Erb-)kranken und Kümmerlinge). Genauso wie die Grautigerdoggen in den schwarzweiß gefleckten Würfen oder die weißen Boxer oder weißen Schäferhunde, die jetzt ne breite Liebhaberfront hinter sich haben, bzw. als eigene Rasse anerkannt sind.
Irgendwann gabs dann ein Tierschutzgesetz, dass man einen vernünftigen Grund braucht, Wirbeltiere zu töten und die falsche Farbe ist nun mal definitiv kein Grund.
Aber wie gesagt, wer damals mehr Welpen liegen ließ als "erlaubt" oder eben öfter die "falschen" Farben in den Würfen hatte, wurde schief angeguckt, der war das eigentliche schwarze Schaf. Weiß allerdings nicht, ob es da auch direkt Strafen gab für solche Züchter.
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Re: 30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von Aurelia » Mi Apr 17, 2013 2:32 pm

Harli hat geschrieben:Und ich hab auch eine Schwäche für Kinderbücher, in denen Pudel vorkommen. Da hat man ja gerade in den 60er Jahren, als der Pudel schon beinahe Modehund war, jede Menge im Deutschsprachigen Raum herausgebracht. Meist haben die Hunde dann auch so eine nette Karakulschur, einfach herrlich.

So ein Bilderbuch (Erscheinungsjahr 1960, also stolze 53 Jahre alt!) habe ich noch aus meiner Kindheit: "Der Reisepudel Archibald" mit Reimen von James Krüss und Bildern von Erich Hölle. Archibald, der selbstverständlich in Paris lebt, reist mit dem Auto durch ganz Europa (pädagogisch wertvolle Frühlektüre :wink: ), trifft in Amsterdam das Fräulein Pudelgunde und hat als Happy End mit ihr in Paris dann zehn kleine Pudelchen zuhause (alle übrigens entweder schwarz wie die Mama oder Apricot wie der Papa - noch keine Fehlfarben Anfang der 60er Jahre).

LG Aurelia
Liebe Grüße von Aurelia mit Caesar und Phoebe

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Re: 30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von Harli » Mi Apr 17, 2013 6:56 pm

He, Aurelia, das ist ja schon ein wahrer Schatz, Dein Bilderbuch aus Kindertagen. Guck mal, was dafür im Netz verlangt wird:
http://www.booklooker.de/B%FCcher/James ... ejlDk01ZZb
Aber manche Sachen gibt man nicht her, und das ist auch gut so. Hab aus meiner Kindheit auch noch einiges, was mir lieb und teuer ist, einfach, weil jede Menge Erinnerungen dran hängen...
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Re: 30 Jahre altes Pudelbuch

Beitrag von Aurelia » Do Apr 18, 2013 10:03 am

Harli hat geschrieben:Guck mal, was dafür im Netz verlangt wird

Danke für den Link... :shock: :shock: :shock: ... ich wusste gar nicht, was für ein seltenes, kostbares Bilderbuch ich da habe. Aber - wie du schon sagst - manche Sachen gibt man nicht her und der Archibald bleibt definitiv MEINS.
LG Aurelia
Liebe Grüße von Aurelia mit Caesar und Phoebe

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