Impfkritik und Impfschäden

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Poodle81
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Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Poodle81 » Mo Mär 12, 2012 11:51 am

Ich habe hier eine impfkritische Seite gefunden, in der unter anderem auch Impfschäden aufgezählt werden.
Vielleicht habt ihr ja interesse daran?
http://gesundheit-und-impffreiheit.de/

Meinungen darüber sind erwünscht :mrgreen:

Darin habe ich auch eine "Bestätigung" für den unkritischen Tierarzt gefunden...
http://gesundheit-und-impffreiheit.de/a ... gung+1.pdf
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Sanne
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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Sanne » Mo Mär 12, 2012 12:59 pm

Hi,

Sorry, also diese Bescheinigung wird kein TA unterschreiben.
Jeder TA weiß, dass eine Impfung nicht unbedingt 100% gegen die Krankheit schützen kann, jeder TA weiß auch, dass es in seltenen Fällen zu Problemen (Impfdurchbruch, Impferkrankung, Impfschaden) kommen kann und ein guter TA sollte auch darüber aufklären können, wenn man ihn fragt!

Ich bin auch kein Freund vom übermäßigen Impfen und ich finde es sehr wichtig, dass TÄ selbst kritisch sind, nur so viel impfen wie nötig und die Vor- und Nachteile im Blick behalten. Auch wenn die Realität anders aussieht.

So einen Wisch wird sicher kein TA unterschreiben, der im Studium auch nur halbwegs zugehört und aufgepasst hat. Denn das was da drin aufgelistet ist, kann keiner guten Gewissens unterschreiben weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht. Und ich verstehe wirklich nicht, was der Sinn dieser Sache sein soll... Außer vielleicht die richtig schlechten TÄ auszusortieren, die sowas unterschreiben würden weil sie sich selbst nicht gut auskennen.

Niemand MUSS seinen Hund impfen lassen (außer für Auslandsreisen), da braucht es doch dann auch keine so komische Bescheinigung :n010:

Und die Homepage... Allein schon diesen Spruch: "Impfen nützt nicht - Impfen schützt nicht - Impfen schadet !" empfinde ich als sehr eigenartig. :roll: Beispielsweise als in Europa die Parvovirose bei Hunden ausgebrochen ist (der Erreger war ursprünglich ein Erreger bei Katzen, ist mutiert und ist dann auf die Hunde gegangen) sind in manchen Gegenden ein Großteil der dort lebenden Hunde gestorben!
Würde man z.B. gegen die Parvovirose überhaupt nicht mehr impfen, könnte es schnell wieder zu solchen Ausbrüchen kommen wo dann ganze Würfe von Welpen qualvoll sterben etc.

Andererseits hat es aus meiner Sicht z.B. keinen Sinn, einen Hund bis ans Ende seines Lebens jedes Jahr gegen Parvovirose zu impfen, weil man inzwischen weiß dass die Impfung auch länger als ein Jahr vorhält und ein so häufiges Nachimpfen definitiv nicht nötig ist. Und natürlich jede Impfung ein gewisses Risiko darstellt.

Aber diese Seite ist mir einfach zu einseitig, sorry!

lg,
Sanne

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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Sanne » Mo Mär 12, 2012 1:15 pm

Hi,

Oje, jetzt habe ich noch ein bisschen auf der Seite gelesen :n010:

lg,
Sanne

Happy
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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Happy » Mo Mär 12, 2012 2:45 pm

Ich finde diese ganze Impfgeschichte mehr als schwierig.Jedesmal wenn ich hier mit meinen Hunden zum impfen gehe die gleichen Diskussionen mit meiner Ta.Sie behauptet sie gehe regelmäßig zu Fortbildungen,auch zum Thema impfen und dennoch impft sie z.B. Tollwut mit dem Dreijahres-Impfstoff,bescheinigt mir aber nur die Impfung bis zum nächsten Jahr.Jedesmal diskutiere ich mit ihr aufs neue und sie behauptet das sie dauernd Titerbestimmungen für Tollwut mache und der Impfschutz sehr häufig eben nicht für drei Jahre reiche,egal was die Hersteller angeben. :roll:
Bisher habe ich mich immer durchgesetzt gegen sie und sie hat mir den Impfpass nachträglich wieder geändert.Über die anderen Impfungen rede ich schon gar nicht mehr mit ihr.Ich gehe einfach nicht jährlich hin und fertig und beim nächstenmal Tollwut impfen höre ich mir dann ihre Einwände wegen des nicht ausreichenden Schutzes(ihrer Meinung nach) an.
Die einzige Ta die ich hier kenne,die nicht jährlich impfen will,wohnt leider 35km entfernt und ehrlich gesagt habe ich keine Lust extra so weit zu fahren wenn ich den nächsten,ansonsten guten,Tierarzt hier gleich um die Ecke habe.
Liebe Grüße von Christine, mit Happy, Sam und Bolero

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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Poodle81 » Mo Mär 12, 2012 2:58 pm

Sanne hat geschrieben:Hi,

Sorry, also diese Bescheinigung wird kein TA unterschreiben.


Aber diese Seite ist mir einfach zu einseitig, sorry!

Hi Sanne, ich habe nicht gesagt dass mir, oder euch ein TA diese Bescheinigung unterschreiben soll, ich habe sie nur zum Durchlesen verlinkt und ich habe auch nicht geschrieben dass diese Seite meine Meinung wiederspiegelt, daher sind eure Meinungen erwünscht. :wink:

Gar nicht zu impfen wäre aus meiner Sicht sicher nicht die richtige Lösung, eher mit Maß und Ziel.
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Sanne
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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Sanne » Mo Mär 12, 2012 3:17 pm

Hi,

@ poodle81: Keine Sorge, ich habe es auch nicht so verstanden dass du dieser Meinung bist, sondern habe es als Einstieg in eine Diskussion verstanden - deswegen schreibe ich hier, was ich von der Sache halte ;)

Also ich habs bei meinen so gehalten: Grundimmunisierung mit zweimal Impfung im Welpenalter, einmal ein Jahr später.
Ab da wird nur noch alle drei Jahre geimpft.
Tollwut so, dass lt. Impfpass eine Einreise in andere Länder möglich ist, also nur alle 3 Jahre.

Meine waren beide neulich zum impfen, Yeli hat nach 3 Jahren wieder Tollwut, Parvo, HCC und Staupe bekommen. Goethe nur Parvo, HCC und Staupe 1 Jahr nach der zweiten Welpenimpfung. Er hat mit 12 Wochen direkt die Tollwutimpfung für 3 Jahre bekommen, das wurde also nicht nachgeimpft.
In drei Jahren lasse ich wieder impfen.
Ich war bei einer mir noch völlig unbekannten TÄ hier in der Nähe, weil meine TÄ im Urlaub ist und wir die TW-Impfung für Yeli in zwei Wochen für die Einreise nach Italien brauchen. Damit die 3 Wochen vor Einreise gegeben wird, musste ich zu einer anderen TÄ.
Habe aber direkt vorher am Telefon gefragt, ob sie mit der 3-Jahres-TW-Impfung impfen und wäre sonst auch nicht hingegangen.
Mehr als alle 3 Jahre würde ich meine Hunde nicht mehr impfen.

Ein TA, der behauptet dass auch die für 3 Jahre zugelassene Impfung nicht so lange wirkt, will sich aus meiner Sicht einfach den zusätzlichen Verdienst nicht nehmen lassen...

Ich persönlich glaube allerdings schon, dass Erreger für Erkrankungen wie Tollwut oder Parvo oder sowas zuständig sind, während die Betreiber der verlinkten Seite ja die Existenz von Krankheitserregern leugnen. :n010:
Auch denke ich nicht, dass jede Krankheit die ein Hund bekommt, z.B. Magendrehung, Blasenentzündung o.ä., von Impfungen und Antibiotika verursacht werden...
Insofern kann ich mit den Inhalten dieser Seite nicht viel anfangen.

Aus meiner Sicht ist es eine Abwägungssache. Yeli bekam auf die Impfung z.B. auch eine Schwellung an der Stelle der Injektion. Das ist nichts ungewöhnliches, ich habe es natürlich genau beobachtet und die Schwellung ist inzwischen deutlich zurückgegangen. Das finde ich jetzt nicht so schlimm.
Allerdings gibt es durchaus auch schlimmere Dinge, die durch Impfungen verursacht werden können, z.B. Tumore (besonders bei der Katze). Deswegen sollte man sich schon genau überlegen, wie häufig man sein Tier impfen sollte.
Gar nicht impfen funktioniert aus meiner Sicht nur deshalb so gut, weil die meisten Tiere geimpft sind. Einzelpersonen können das also bei ihren Tieren so halten, als Tierarzt darf man aus meiner Sicht nicht generell vom Impfen abraten.
Man denke nur daran, dass erst neulich wieder ein Transporter mit Welpen aus Osteuropa auf der Autobahn beschlagnahmt wurde und viele der Welpen Parvovirose hatten. Kämen diese Welpen jetzt in eine Umgebung mit ausschließlich ungeimpften Tieren, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass viele Tiere deswegen sterben müssten. Um das zu verleugnen, muss man wirklich die Existenz von Krankheitserregern abstreiten :roll:

Ich bin auch nicht der Meinung, dass Krankheitserreger das einzige Übel sind. Ich lasse z.B. durchaus auch mal jemanden aus meinem Getränk trinken, der selbst erkältet ist oder solche Sachen. Weil ich denke, dass bei Erkältungen etc. viele Dinge eine Rolle spielen und es v.a. auf das körpereigene Immunsystem ankommt und nicht auf den Kontakt mit Erregern. Ich habe also keine große Angst vor Ansteckung.
Auch habe ich keine großen Bedenken, dass sich meine Hunde bei anderen Hunden/durch den Kot von anderen Hunden z.B. mit Würmern oder Giardien anstecken. Weil das Immunsystem hier eingreift.

ABER es gibt eben auch sehr stark ansteckende und gefährliche Krankheiten. Z.B. halte ich den Biss eines tollwütigen Tieres für SEHR gefährlich und würde da natürlich kein Risiko eingehen.
Dass solche Gefahren auf der verlinkten Homepage verleugnet werden, halte ich für sehr gefährlich.

lg,
Sanne

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Re: Impfkritik und Impfschäden

Beitrag von Poodle81 » Mo Mär 12, 2012 3:57 pm

Ich wollte das nur klar stellen :mrgreen:

Als ich die Seite durchgelesen habe, ist mir das auch gleich aufgefallen dass Krankheiten wie Tollwut laut Schreiber dieser Seite nur "erfunden" wurden, daher war ich doch gespannt was ihr dazu zu sagen habt.
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