Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Alles, was mit dem Verhalten Eurer Pudel zu tun hat
Fluse
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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von Fluse » Di Aug 29, 2017 6:01 pm

Ich sehe es auch ähnlich wie Thalassa.

Hat ein Rüde Stress unter läufigen Hündinnen, dann ist dieser Stress auch alles andere als gut für die Gesundheit.
Da kann einem auch keiner sagen was dieser Stress im Körper anrichten kann/wird.
Ich habe noch nie jemanden gehört der gesagt hat "oh der jahrelange Stress mit läufigen Hündinnen hat bestimmt zu den Rückenproblemen beigetragen".

Es ist und bleibt etwas sehr persönliches.

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JohnnyP
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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von JohnnyP » Mi Aug 30, 2017 2:02 pm

Eure Antworten haben mir auf jeden Fall alle sehr geholfen und ich habe die beiden wirklich gründlich beobachtet.
Johnny hatte dieses Jahr schon 3 unauffällige Blutbilder und ich bin nun nicht direkt zum Arzt gegangen.
Vito war die Tage immer noch im Stress mit Johnny, aber er kommt schon auch zur Ruhe. Vor allem im Haus und wenn wir auf der Couch liegen zB kann er abschalten. Kein Vergleich wenn die Hündin läufig wird und Stehtage hat. Ist nämlich gerade am Läufig werden. Das wird Vito auch von Johnny abbringen und vielleicht ist es nach diesen 3 Wochen auch besser. Ich war ja nur froh, dass Johnny wirklich so starke Nerven bewiesen hat und nur ich mit Vito geschimpft habe. Johnny knurrte höchstens, auch wenn Vito schon an seinem Bein hing.

Ich habe keinen Skrupel vor einer Kastration, jedoch ist Vito normalerweise super zu führen und ich würde ihm deswegen die Kastration gerne ersparen.

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von Resi » Mi Aug 30, 2017 8:13 pm

Klingt doch schonmal ganz gut. Hast du Johnny mal genauestens durchgepustet und dir die Haut angeschaut? muss ja nicht immer gleich nen Blutbild sein. Ohren, ok? Wutzisabber? Zähne? Kann man alles selber begucken.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von JohnnyP » Mi Aug 30, 2017 9:10 pm

Haut habe ich immer gut im Blick, weil er ja kurz trägt derzeit und ja er hat eine verwirrte Talkdrüse am Rücken und zwei Hot Spots an den Sitzbeinhöckern. Auf Grund der Antworten hier, habe ich das natürlich doppelt im Blick. Wobei Johnny zur Zecken Zeit eher mal eine entzündete Stelle hat und da passiert mit Vito auch nichts. Ohren sind bei Johnny zum Glück mit wenig Haar und stabil gesund. So lange Vitos Interesse im Keim noch da ist, hab ich das nochmal mehr im Auge.

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von pudelig » So Sep 03, 2017 9:26 pm

Ich war ja kürzlich auf einem Vortrag von Herrn Gansloßer zum Thema Kastration. Er berichtet von ja von allerlei negativen Auswirkungen inverschiedensten körperlichen Bereichen - natürlich nicht bei allen, aber, wie hier grad gesagt, bei einem Großteil der Kastraten.

Sicher wird das hier niemand leichtfertig entscheiden - aber manchmal überwiegen eben doch die Argumente für eine Kastration.
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018 sowie
unvergessen Berner Poldi und Toy-Lady Rosi

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von isiariane » Mo Sep 04, 2017 7:35 am

Auch ich habe ja zwei Rüden, beide kastiert. Normalerweise rammeln die nicht aufeinander rum. Aber mir ist aufgefallen, immer wenn ich sie frisch geschoren habe, dann sind sie zwei oder drei Tage auch wie doof und rammeln sich gegenseitig. Zwar nicht so doll wie dein Zwerg, aber dann sind sie irgendwie anders als sonst. Besonders direkt nach dem Scheren. Wenn ich dann einen von beiden als "Nackthund" vom Tisch lasse, dann reitet der andere sofort auf und bekommt einen leicht verzückten Gesichtsausdruck dabei. :lol: :n010:
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von Thalassa » Mo Sep 04, 2017 10:23 am

Fluse hat geschrieben:
Di Aug 29, 2017 6:01 pm
Ich sehe es auch ähnlich wie Thalassa.

Hat ein Rüde Stress unter läufigen Hündinnen, dann ist dieser Stress auch alles andere als gut für die Gesundheit.
Da kann einem auch keiner sagen was dieser Stress im Körper anrichten kann/wird.
Ich habe noch nie jemanden gehört der gesagt hat "oh der jahrelange Stress mit läufigen Hündinnen hat bestimmt zu den Rückenproblemen beigetragen".

Es ist und bleibt etwas sehr persönliches.
Meine TÄ hat genau das zu mir gesagt, aber dabei ging es um die Prostata. Wegen dem jahrelangen Stress mit läufigen Hündinnen müsse sie so viele Rüden im fortgeschrittenen Alter noch kastrieren weil die Prostata so arg vergrößert sei. Ebenso geht es ihr mit unkastrierten Hündinnen. Früher oder später landen fast alle bei ihr auf dem Tisch. Wegen Pyometra. Mit ganz wenigen Ausnahmen. Meine Biggy musste auch noch mit 8 Jahren notoperiert werden. Das machte damals eine Tierklinik, weil meine TÄ in Urlaub war. Und die machten mir Vorwürfe, weil wir so lange mit der Kastration gewartet hatten. Die Gebärmutter war durch die dauernden hormonellen Belastungen schon sehr beeinträchtigt. Wenn mit den Hunden gezüchtet wird, und die Rüden ihren Trieb ausleben dürfen, dann schaut es anders aus.

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von JohnnyP » Di Sep 05, 2017 9:57 am

Thalassa hat geschrieben:
Mo Sep 04, 2017 10:23 am
Meine TÄ hat genau das zu mir gesagt, aber dabei ging es um die Prostata. Wegen dem jahrelangen Stress mit läufigen Hündinnen müsse sie so viele Rüden im fortgeschrittenen Alter noch kastrieren weil die Prostata so arg vergrößert sei. Ebenso geht es ihr mit unkastrierten Hündinnen. Früher oder später landen fast alle bei ihr auf dem Tisch. Wegen Pyometra. Mit ganz wenigen Ausnahmen. Meine Biggy musste auch noch mit 8 Jahren notoperiert werden. Das machte damals eine Tierklinik, weil meine TÄ in Urlaub war. Und die machten mir Vorwürfe, weil wir so lange mit der Kastration gewartet hatten. Die Gebärmutter war durch die dauernden hormonellen Belastungen schon sehr beeinträchtigt. Wenn mit den Hunden gezüchtet wird, und die Rüden ihren Trieb ausleben dürfen, dann schaut es anders aus.
Wenn dass nun nicht ein fundierter und medizinischer Grund pro Kastration ist, weiß ich auch nicht.
Ich habe derzeit ja eine läufige Hündin im Haus und die leidet schon sehr jedes Mal in ihren 3 Wochen unpässlichkeit. Wenn ich höre, dass sie evtl doch eines Tages auf dem OP Tisch landet, wegen Auswirkungen ihrer Hormone, wird mir jetzt schon anders.

Vito ist natürlich total aufgeregt und rennt auch beim Spaziergang vorne weg, weil er nach Hause will, aber wenn wir in unserer Wohnung sind, kommt er schon auch zur Ruhe.
Durch die Ablenkung der Hündin, geht er derzeit auch weniger an Johnny.

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Re: Hormonelle Verwirrung - Rüde liebt Rüde

Beitrag von Resi » Di Sep 05, 2017 9:18 pm

Nunja beim TA landen bekanntermaßen kranke Hunde, gesunde sieht der doch gar nicht. Ich weiß nicht, wie viele Hündinnen sich in meinem Bekanntenkreis tummeln aber bis auf die wenigen Tierschutzhunde ist da keine/r kastriert und irgendwie sind die auch alle alt geworden und dann einfach so oder auch an irgendwas gestorben. Momentan haben wir im Verein selbst 6 Hündinnen. alle zwischen 8-14 Jahre alt, alle unkastriert und alle gesund. 4 der Damen leben mit intakten Rüden zusammen. Die Jungs sind auch teilweise schon etwas höher in den Jahren. Prostataprobleme hat keiner. Auch die Deckrüden sind hier alle frei von diesen Problemen. Natürlich kann es vorkommen aber es ist wirklich nicht die Normalität wie sie der genannte Tierarzt beschreibt. Selbst meine Tierärztin hält intakte Hunde beiderlei Geschlechts und fühlt sich dabei nicht schlecht. Ihr Kommentar heute Vormittag als ich sie drauf ansprach: Ich hab in meinem Leben jetzt insgesamt 33 Dackel gehabt. Eine Hündin hat sie vor 6 Jahren kastriert weil es Komplikationen unter der Geburt gab ansonsten sind alle intakt geblieben und wurden gesund alt trotz Fortpflanzungsorganen.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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