kann Steffi da nur zustimmen.
IdR ist das ein "anerzogenes" Problem. Am Anfang ist es lustig, es wird darüber gelacht, Klein Jungspund bemerkt, dass er dabei Aufmerksamkeit bekommt - BINGO.
Wir haben im Moment eine Sheltie-Hündin im Verein, die rammelt wie blöd, inkl. ihr eigenes Frauchen, bzw. v.a. da. Und Frauchen findet das noch lustig, lässt sie und bestätigt sie noch regelrecht dafür. Tja ....... . Da hilft garantiert keine Kastration. BTW, die Hündin IST kastriert.
Klein Wusch hatte auch mal die Marotte mit einem Spielzeug angefangen. Wir haben das Ganze natürlich sofort unterbunden. Aber, dieses Luder

... nach einiger Zeit fiel mir eines auf. Es wurde immer häufiger. Und zwar immer dann, wenn Menschen mit was völlig anderem beschäftigt waren als mit Klein Wusch. Sie hat dabei dann nämlich ganz schnell gelernt, dass sie nur anfangen muss zu "rammeln" und sofort kommt jemand zu ihr. Dass sie dann das Spielzeug weggenommen bekommt etc. war ihr in dem Moment nicht so richtig klar, oder vielleicht doch. Denn sie hatte ja was sie wollte - die ungeteilte Aufmerksamkeit "ihrer" Menschen, wenn auch nur kurz. Danach war dann absolutes Ignorieren des Rammelns angesagt. Das entsprechende Spielzeug kam natürlich ganz weg. Und siehe da - sie probierte es noch ein paar Mal, einige Male dann auch so richtig heftig (quasi "instinction burst"), aber inzwischen ist der Spuk fast völlig vorbei.
Also, ist von Hund zu Hund unterschiedlich, was wirklicht wirkt. Aber eines ist auf jeden Fall klar - Rammeln ist durchaus nicht nur "Selbstbefriedigung", sondern durchaus "aufmerksamkeitsheischendes Verhalten". Und zwar nicht zu knapp.