Kleinhunde sind anders!?

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Moderator: Judith

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Hauptstadtpudel
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Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Hauptstadtpudel »

Im 8. WAU Hundekongress von Ariane Ullrich wird das ein Interview Thema sein.
Und ich bin diejenige, die interviewt werden wird und hoffentlich Erhellendes beitragen kann.

Themen, die mir am Herzen liegen und die hoffentlich vorkommen werden, erstmal in Stichpunkten.

- Körperliche Unterschiede (Stoffwechsel, Verletzlichkeit, Kälteempfindlichkeit, Transportmöglichkeiten)

- Umgang mit Klein - und Kleinsthunden (Respektlosigkeiten von Zweibeinern ihnen gegenüber, ohne Ankündigung Hochnehmen, nicht ernst nehmen, auch ihre Sorgen/ Ängste und Aggressionen nicht)

- Warum sind so viele unsichere Kläffer unter ihnen, was könnte eine Ursache sein, was könnte man tun?

- haben Kleinhundehalter*innen selbst Angst vor großen Hunden? Perspektivwechsel

- Veto gegen den Spruch, man soll sie nicht hochnehmen (um sie zu retten)

- steigt die Tendenz zu Verhaltensauffälligkeiten mit der kleiner werdenden Körpergröße (Studie)?

- kein Rückruf aus speziellen Begegnungen, wegen Hetzgefahr, alternativ ein Stopp (hab ich damals bei Birgit (Isi) zu Joy gelesen, mir gemerkt und übernommen)

- mögliche, vorbeugende Maßnahmen bei lauernden Hunden

Das sind bisher meine Themen.

Eines wäre auch noch: gibt es Hyper6ualität bei kleinen Rüden - aber dazu kann ich gar nichts sagen, deswegen wird das kein Thema sein.

Was fällt euch denn noch so ein? :wink:
Liebe Grüße von Katja mit Bolle im Herzen & Jella an meiner Seite

Aike
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Aike »

Dieses einfach hochnehmen kenne ich aus dem Reitstall.
Die Hündin wird einfach hochgenommen und in Ihr Körbchen gestopft.
Wie ein Plüschtier.
Das sie noch in die Wohnung macht mit 6 Jahren ist für die Besitzerin normal.
Alle Vorgängerhunde haben das ja auch gemacht.
Mit einem Rottweiler würden die anders umgehen.

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txakur
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von txakur »

Mir fällt dazu mein Lieblingssatz ein: auch kleine Hunde haben das Recht auf eine gute Erziehung. Vielleicht kannst Du den ja irgendwo unterbringen.

Der Mangel daran macht sie ja erst zu unsicheren Kläffern (oder Wadenbeißern). Würde man mit den Zwergen z. B. einen anständigen Rückruf trainieren, statt sie einfach an der Flex wie einen kapitalen Lachs heranzudrillen, würden sie sich von vornherein besser aufgehoben fühlen bei ihrem Zweibeiner 🤐
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Rohana
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Rohana »

Du hast ja schon richtig viele Aspekte zusammengetragen, Katja! Super!

Mir geht noch dies durch den Kopf:
Ursachen für die Verhaltensbesonderheiten (Aufregung, Unsicherheit, Themen im sozialen Umgang u.a.) im Verhalten der Besitzer und anderer Menschen oder (auch) durch Zuchtwahl vor allem auf äußerliche Merkmale (Kleinwuchs, Farbe, etc.).

Wie könnte eine sinnvolle Auslastung für die Kleinen aussehen? Was eignet sich, was nicht? In wie weit ist das abhängig/verknüpft mit der Körpergröße?
Liebe Grüße von
Christiane, Mika und Shari

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Aike
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Aike »

An Deinem Lieblingssatz ist viel wahres.Danke.Die Vorgängerin wurde schwer verletzt als sie sich
vor einer Stute aufbaute und getreten wurde.
Keine Überraschung wer dann Schuld hatte.
Pat hat mal geschrieben wie Sie es mit Bobby macht.Alles ankündigen fand ich richtig toll und interessant.
Ich wünsche ein schönes Wochenende

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txakur
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von txakur »

Ravi ist ja mit seinen 50 cm ein "großer" Hund, hat aber viele von den Eigenschaften, die 'kleinen Kläffern' nachgesagt werden. Und ja, ihm das Gefühl geben, dass er ernst genommen wird, 'gehört' wird auch bevor er dafür überschnappen muss, ihm 'erklärt' wird was als nächstes passiert, das hilft ganz ungemein!
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Sämi2
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Sämi2 »

Vermutlich meine ich das Gleiche wie meine Vorschreiberinnen :
Man nennt es Erziehung :) ich nenne es gerne Führung . Besonders kleine Hunde werden so häufig alleine gelassen mit ihren Entscheidungen, weil sie ja keinen „ Schaden „ anrichten.
Noch ein menschliches Thema kommt mir in den Sinn : Leider fühle ich mich von Hundehaltern mit grösseren Hunden oft nicht ernst genommen. Auch das verdanken wir wahrscheinlich den vielen unerzogenen Kleinhunden.
Liebe Grüsse von Doris mit Mio und Mayle
unvergessen 🌈Sämi, Ronja und Toya🌈

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Pat
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Pat »

Es ist in deiner Themensammlung ja in gewisser Weise drin (bei den Ursachen) aber ich finde vor allem die Prägung im Welpen und Junghundealter auch spannend, also zB in Hundeschulen/Welpengruppe und wie man eben kleine an große Hunde 'ranführt'. Es gibt ja viele kleine Hunde die im Welpenalter von nem großen Welpen unabsichtlich so überrannt werden, dass sie das für immer abspeichern.
Auch Auslastung ist für mich ein großes Thema, ich kenne Leute die holen sich extra nen kleinen Hund, 'weil der ja nicht so viel spazieren muss'.
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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Hauptstadtpudel
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Hauptstadtpudel »

Heute traf ich beim TIerarzt eine Frau mit einem Maltipoo.
Sie hatte bereits Rottweiler, Collie, Bobtail, AM Staff.
Und sie meinte der kleine Pudelmix sei wirklich eine Herausforderung für sie.

So schnell in Reaktion und Auffassungsgabe.

Ich finde auch, das die Schnelligkeit der Zwerge das Timing nicht leichter macht.
Liebe Grüße von Katja mit Bolle im Herzen & Jella an meiner Seite

Rohana
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Rohana »

Richtig. Das beobachte ich auch immer wieder bei Leuten, die mit solch kleinen Hunden zu uns in den Verein kommen.
Oft versuchen die Leute auch, ihre Hunde mit Leckerchen zu locken oder zu bestätigen, halten die Kekse aber so hoch, dass die Hunde lernen, ständig hochzuhüpfen. Dass man zumindest anfangs oft runter muss zu seinem Hund, ehe er zu seinem Menschen hochhüpft, ist vielen Leuten nicht klar.
Liebe Grüße von
Christiane, Mika und Shari

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Pat
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Pat »

Rohana hat geschrieben:
Di Jun 16, 2026 10:27 pm
Oft versuchen die Leute auch, ihre Hunde mit Leckerchen zu locken oder zu bestätigen, halten die Kekse aber so hoch, dass die Hunde lernen, ständig hochzuhüpfen.
Oder dass es generell nicht so leicht ist, aus dem Stand raus zu belohnen, zb bei der Leinenführigkeit.
In meiner "Unverträgliche-Hunde-Hundegruppe" in der Hundeschule gabs mal eine Stunde wo wirklich JEDER Hund nur in der Ecke für sich saß und es zu keinerlei Interaktion kam. Die Trainerin hat dann kurzerhand gesagt "gut dann üben wir jetzt Leinenführigkeit- aber mit einem anderen Hund aus der Gruppe". Bobby war der einzige kleine Hund und der einzige der leinenführig war- da haben sofort alle gerufen, dass sie ihn haben wollen :lol: Ich hab ihn dann gegen einen riesigen Boxer eingetauscht (und war vollkommen überfordert und danach so vollgesabbert, dass die Halterin sich immer wieder entschuldigt hat) - sie, die sich erhofft hatte, mit Bobby wird das im wahrsten Sinne ein "Spaziergang" war aber auch total überfordert, weil sie sich ja plötzlich fürs Belohnen immer bücken musste, weil ein "Lenken" beim Richtungswechsel mit dem Oberschenkel nicht möglich war, weil sie Angst hatte ihn beim Richtungswechsel zu treten und all sowas.
Meine Trainerin meinte dann auch sie findet Leinentraining beim kleinen Hund viel schwieriger, eben weil es viel schwerer ist dabei zu belohnen, wenn man sich bückt ist man ja schon ein bisschen aus dem normalen Gehen raus, Hund bleibt vielleicht sogar stehen, dann stimmt das Timing wieder nicht und sowas.

Gleichzeitig beobachte ich, dass das Thema bei vielen kleinen Hund auch nicht so ernst genommen wird, weil man den ja wunderbar einfach "mitziehen" kann.
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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Rohana
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Rohana »

Ja, genau sowas meine ich. Der Weg bis zum Mäulchen zum Keks reinstecken ist einfach viel weiter. Das verlangt einiges an koordinativem Geschick vom Menschen. Auch sieht man oft aus dem Augenwinkel den Hund kaum, um ihn im rechten Moment zu belohnen.

Und ja, es ist ja so herrlich einfach, das 'kleine bisschen' einfach mit sich mit zu ziehen :roll: .
Liebe Grüße von
Christiane, Mika und Shari

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Aurelia
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Aurelia »

Ich kann nur zustimmen, dass das Belohnen im richtigen Moment (und auch in der richtigen Position) bei größeren Hunden bei gewissen Übungen, wie Leinenführigkeit, einfacher ist. Die Erziehung von Ruby war definitiv rückenschonender als bei den Zwergen... :wink:
Um dieses "Manko" auszugleichen, finde ich den Einsatz des Clickers sehr sinnvoll. Wie sagte schon Bob Bailey: We click for action and feed for position. Insofern kann man auch bei kleineren Hunden mit dem Clicker den richtigen Moment "einfangen" und bestätigen und durch die (ja bereits angekündigte) Belohnung auch die passende Position nochmal "mitfestigen".
Liebe Grüße von Aurelia mit Ruby

Rohana
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Re: Kleinhunde sind anders!?

Beitrag von Rohana »

Ja, Clicker und Targetstick können einem aus diesem Dilemma heraus helfen. Allerdings muss man das wollen, muss den Umgang damit lernen und üben. Leider haben viele Menschen dazu zu wenig Lust. Hier treffen sich vermutlich die anderen. Aber im Alltag und auch im Verein treffe ich immer wieder auf die vielen, die sich von einem kleinen Hund vor allem auch kleineren Aufwand erhoffen/erwarten.
Deshalb freu ich mich immer doppelt, wenn ich dann mal einen Kleinhund treffen, dessen Menschen sich mit ihm genauso ins Zeug legen wie sie es mit einem größeren Hund täten.
Liebe Grüße von
Christiane, Mika und Shari

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