Die richtige Beschäftigung finden

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Flauschi
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Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Flauschi » Mo Jan 23, 2017 11:32 am

Wie habt ihr mit euren Pudeln die richtige Beschäftigung gefunden?

Meine GP Dame ist jetzt 8 Monate. Sie langweilt auch schnell und will (eigentlich) beschäftigt werden. Jedoch ist sie dabei sehr unaufmerksam, passt schnell nicht mehr auf und zeigt wenig bis kaum Will-to-please und Frustrationstoleranz....

Wie und wann habt ihr die richtige Beschäftigung gefunden???

Tricks macht sie so lala, verliert aber schnell die Lust (dabei liebe ich Dogdance... :( ) Dummy hat sie eine Zeit lang gut gemacht, fängt aber jetzt an, den Dummy nicht mehr zurück zu bringen, obwohl ich immer darauf achte, nicht zu lange zu machen, hochwertig zu loben, wenn sie ihn zurück bringt uns mit Freunde zu arbeiten...

Ist sie einfach zu jung? Sind Pudel einfach nicht so arbeitsfreudig? Haben wir einfach nicht das richtige gefunden oder gebe ich einfach zu schnell auf (wobei ich das noch nicht tue....)??

Ich wäre für eure Tipps dankbar... heute hätte ich sie am liebsten gegen einen arbeitswütigen Border Collie eingetauscht :oops:

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Cindy
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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Cindy » Mo Jan 23, 2017 12:17 pm

:D ich hätte nicht einen meiner Lockenköpfe gegen nen BC eingetauscht. Was Arbeitswille, Konzentrationsfähigkeit und allgemein Motivation anbelangt konnte bisher jeder meiner Pudels mit allen BCs, die ich bisher kennengelernt habe, mithalten.

Bei 3 meiner Püs habe ich den direkten Vergleich mit etwa gleichaltrigen/etwas älteren BCs - Alle aus Sport-& Arbeitslinie.

Da war Bsp. Meine Jüngste mit 4-5 Monaten aber schon gewaltig Arbeit'swilliger und konzentrierter dabei als die BCs.

Frustrationstoleranz ... ok, das Chaos kannte dieses Prinzip nicht.
Aber das kennen auch viele BCs nicht.

Ich fange mit allen meinen Pudels mit Tricks und Obedience an. Von Klein auf. Dann kommen erste Übungen für's Agi dazu.
Zu Anfang max. 2-3 min - Eieruhr lässt grüßen. Das baue ich dann jeweils nach Hund aus.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Rohana » Mo Jan 23, 2017 2:24 pm

Hallo Flauschi,

um zu sagen ob sie noch zu jung ist müsste ich schon genauer wissen was Du von ihr erwartest/verlangst. Sie ist auf jeden Fall noch ein Junghund - dass es da mit der Konzentration noch nicht so weit her ist ist völlig normal. Da heißt es immer wieder: wenige Minuten konzentriert arbeiten, dann eine Pause einlegen. Das Spiel nicht zu kurz kommen lassen. Dran bleiben!

Natürlich kann es auch sein, dass Du den Traumjob für Deinen Hund noch nicht gefunden hast. Setz Dich mal in Ruhe hin und überleg Dir was Deinem Mädchen Spaß macht, wo sie mit Feuereifer dabei ist, sich anbietet. Rennt und springt sie gern? Ist Nasenarbeit ihr Ding? Mag sie das genaue Arbeiten in der Unterordnung? oder oder oder

Was immer Du mit ihr machst - denk dran, dass es nicht nur Dir Spaß machen soll. Ich hab mit meiner Pudeline eine ganze Weile Agi gemacht weil mir das viel Spaß macht. Aber ich wusste von Anfang an, dass das nicht so richtig Kabas Ding ist. Sie war im Parcours immer höchst gemütlich unterwegs, verweigerte manchmal auch völlig. Immer wieder fragte sie 'muss das jetzt sein?' - 'naaaa gut, weil du's bist *seufz*'. Irgendwann hab ich dann damit aufgehört. Und nun machen wir beide mit viel Spaß RallyO. Und sie ist auch eine begeisterte Trailerin (wenn ich ihr zubillige in ihrem eigenen Stil zu suchen :lol: )

Also: wirf die Flinte nicht ins Korn. Arbeitswillig sind eigentlich die meisten Pudel, nur sind sie eben uU auch wählerisch ;-).
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Hauptstadtpudel » Di Jan 24, 2017 1:07 am

Ich kann dir nur von meinem Bolle berichten.
Der ist zum einen etwas faul (er ist sehr gut bei Übungen, die ein Verharren fordern... :mrgreen: ) und zum anderen sehr "druckempfindlich".
Soll heißen, sobald ich auch nur daran denke, etwas Ehrgeiz zu entwickeln, macht er Feierabend. :wink:
Irgendwie steht es dann auf meiner Stirn geschrieben, zumindest mein Hund kann das sehr gut lesen! :D

ABER spielerisch ist alles drin bei ihm. Immer schön locker und freudig, da ist er gern dabei und mit ordentlich Power unterwegs, nix mit gemütlich.

Ich habe ein wenig gebraucht um das zu akzeptieren, seit dem haben wir wesentlich mehr Spaß.

Eine Zeitlang habe ich auch vieles ausprobiert, wir sind dann beim Dummytraining hängen geblieben (ohne Ambitionen :wink: ), und es hat auch da gedauert, anfangs wollte er das Dummy noch nicht mal ins Maul nehmen... :roll:

In dem Alter waren wir aber eher mit Impulskontrolle und Frustrationstoleranz beschäftig. :D
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Cindy » Di Jan 24, 2017 6:32 am

Das Problem mit dem mentalen Druck hat man bei vielen Hunden.

Auch bei Rassen, bei denen es viele nicht vermuten würden. In meiner Agi Trainingsgruppe bsp. Ist eine sehr sensible BC Hündin, die extrem auf mentalen Druck reagiert. Da braucht der HF nur minimal angespannt zu sein, es selbst noch gar nicht richtig wahrzunehmen, bricht sie schon zusammen. Bei ihr äussert sich das in Fluchtverhalten, und "Arbeitsverweigerung". Sie kann dann einfach nichts mehr machen, ist völlig blockiert.
Sehr schwierig und in Teilen auch frustrierend mit so einem Hund zu arbeiten. Dabei ist sie ne ganz liebe, süsse Maus, einfach ein Herzchen. Aber als Mensch muss man sich da extrem unter Kontrolle haben - sehr anstrengend.
Bei Malis und Aussies findet man da eher den Typ Hund, der bei mentalem Druck nach vorn geht. Wobei es auch da Hunde gibt, die mit Fuchtverhalten und Blockade reagieren.

Wie geschrieben, das hängt immer ein bischen vom jeweiligen Hund ab. Meine ersten 4 Pudels neig(t)en auch eher zu Meideverhalten bei Stress - nur der Grad des Stresslevels war deutlich unterschiedlich. Jin dagegen hat nehr von einem Mali, in Stress- ubd Konfliktsituationen geht sie nach vorn.
Interessant dabei ist, dass Tessy, Yanta und Wusch sehr kange trotzdem noch konzentiert arbeiten können/konnten, während Nele und Jin eher dazu neig(t)en, vom Kopf her dicht zu nachen.

Und dann die Sache mut der Frustrationstoleranz. Bei Neke nur minimal vorhanden, bei allen anderen mehr oder weniger stark ausgeprägt, eher stärker als weniger.

Jeder Hund hat so seine Eigenheiten. Die muss man akzeptieren und im Training eben berücksichtigen. Und mit jedem Hund muss man trainieren zu trainieren. Jeder Hund muss lernen, dass es toll ist mit seinem Menschen zu arbeiten. Wenn einer Rasse Arbeitswille und "Will to please" zugeschrieben wird, heisst das nur, dass es bei der Rasse im Schnitt leichter ist, den Hund davon zu überzeugen, dass es toll ist mit dem Menschen zu arbeiten. Es heisst NICHT, dass man ohne etwas dafür zu tun einfach den Arbeitswillen und die Motivation sozusagen Frei Haus geschenkt bekommt. Und es heisst nicht, dass man nucht auch durch falsches oder zuviel an Training den Hund "platt" machen kann.

@Flauschi

Da ich nicht weiss, wie Du trainierst, kann ich zu deinem individuellen Hund nichts schreiben. Nur so viel ... Vor Jahren kam ein HF mit Grosspudel zu mir und wollte Obedience trainieren. Der Hündin fehlte es an Motivation .... Und HF meinte, es wäre schön, wenn sie etwas mehr von meinen Damen hätte.
Ich habe mir angesehen, was die zwei unter Training und Bestätigung verstanden .... Und wunderte kuch nicht mehr, dass die Hündin so unmotiviert ist. Ich habe dann mal selbst etwas mit der Kleinen gemacht, auf meine Art .... Und sie wachte ganz schnell auf. Ich schätze mal, es hätte keine 4 Wochen gedauert, da wäre die Kleine permanent hochmotiviert im Training gewesen. Aber der HF wollte das nicht, er wollte den Hund nicht aufdrehen mit Spieli unf Party, weil er keinen durchgeknallten hibbeligen Hund wollte. Über "Leckerlie in den Fang schieben" wollte er belohnungstechnidch nicht rausgehen ....
Er ging dann wieder zurüvk zu seinem bisherigen Trainer und hörte nach einiger Zeit gefrustet auf.

Die meisten Leute machen den Fehler, dass sie zu früh anfangen und zu viel fordern. Meine Hunde lernen erst mal, dass wir ganz ganz viel Spass zusammen haben. Und daraus resultierend kommen kleine Übungen dazu. Aber immer nur kurz, 2-3 min vielkeicht. Mehr nicht.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Bupja » Di Jan 24, 2017 6:50 am

Flauschi hat geschrieben:Jedoch ist sie dabei sehr unaufmerksam, passt schnell nicht mehr auf und zeigt wenig bis kaum Will-to-please und Frustrationstoleranz....
Dann ist doch ganz klar, was Du trainieren kannst/musst. Du schreibst es sogar selber :wink:

Ich habe hier auch so einen Kandidaten, mit dem habe ich die ersten 3 Jahre seines Lebens eigentlich nur Frustationstoleranz und Spaß an der Zusammenarbeit geübt und an seiner Konzentration gearbeitet.
Jetzt ist er fast 4 Jahre und wir sind jetzt erst soweit, dass man mit ihm "vernünftig" arbeiten kann und wir schaffen es mittlerweile sogar mal einen ganzen Ralley Obidience Parcour am Stück abzulaufen (zwar einen kleinen, aber immerhin!).

Was Cindy schreibt, unterschreibe ich sofort.
Cindy hat geschrieben:Jeder Hund hat so seine Eigenheiten. Die muss man akzeptieren und im Training eben berücksichtigen. Und mit jedem Hund muss man trainieren zu trainieren. Jeder Hund muss lernen, dass es toll ist mit seinem Menschen zu arbeiten. Wenn einer Rasse Arbeitswille und "Will to please" zugeschrieben wird, heisst das nur, dass es bei der Rasse im Schnitt leichter ist, den Hund davon zu überzeugen, dass es toll ist mit dem Menschen zu arbeiten. Es heisst NICHT, dass man ohne etwas dafür zu tun einfach den Arbeitswillen und die Motivation sozusagen Frei Haus geschenkt bekommt. Und es heisst nicht, dass man nucht auch durch falsches oder zuviel an Training den Hund "platt" machen kann.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Fluse » Di Jan 24, 2017 7:40 am

Ich finde 8 Monate auch sehr jung.
Erkundet gemeinsam die Welt und lasst euch Zeit dabei.

Vielleicht schaust du auch nochmal ganz genau für dich allein welche Beweggründe du für einen bestimmten Sport oder eine Beschäftigung hast.
So in Richtung "Warum möchte ich persönlich dies und das mit meinem Hund machen?"

Ich denke es ist wie beim Menschen. Nicht jeder läuft einen Marathon, nicht jeder mag gerne vor Gruppen sprechen und so weiter...

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Flauschi » Di Jan 24, 2017 2:09 pm

Hallo ihr lieben!

Danke, für die vierzehn tollen Tipps und Antworten.!

Ihr habt völlig recht, vielleicht erwarte ich einfach schon zu viel.... :oops:

Was sie derzeit ganz gut macht, ist (im Haus noch, ohne Ablenkung) mit Clickertraining Fußposition und ein paar andere Folge- und Orientierungsübungen zu machen. Denn Clicker scheint sie ganz gut als Bestätigung zu verstehen, ohne zu sehr hochzufahren.

In zwei Wochen werden wir mal einen Dummy Schnupperkurs machen, mal sehen, wie das läuft und ob der Trainer meint, sie eignet sich dafür.

Ich versuche auf den Spaziergängen immer mal Sitz/Platz/Bleib Übungen und natürlich Rückruf zu machen und immer wieder mal ein paar kurze Dummy Übungen (wobei sie dabei im Moment wie gesagt zu unkonzentriert ist). Ansonsten versuche ich es immer mal zwischendurch für ein paar Minuten mit dem oben erwähnten Clickertraining.

Gibt es denn für Agi in dem Alter schon Anfängerkurse, die noch nicht zu belastend sind?

Eigentlich ist es mir (fast) egal, was wir machen. Ich habe einfach total Lust daran, mit dem Hund zu arbeiten um sie zu fördern/fordern und irgendwo auch ein gutes Team zu werden, indem wir ihre Stärken fördern und ihre Schwächen bearbeiten.

Ich glaube, "zu viel" ist gerade unser (mein!!) Hauptproblem. Ich muss vielleicht wieder mehr den Weg sehen und nicht den fertigen, perfekten Hund erwarten... :roll: :oops:

Wie geht ihr an das Thema Frustrationstoleranz heran? Welche Übungen macht ihr?

Es ist wirklich schön, sich hier austauschen zu können und eure Erfahrungen machen mir wieder Mut!!

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Rohana » Di Jan 24, 2017 2:24 pm

Also Frustrationstoleranz: wenn ich so den zart ungeduldigen Unterton bei Dir höre empfehl ich in Eurem Team erstmal dem Zweibeiner ein Training der Frustrationstoleranz :wink: :frech:

Nicht sauer sein, aber den Spaß konnt ich mir grad nicht entgehen lassen... :oops:

Aber zu Deinen Fragen: Agility würd ich definitiv erst anfangen wenn der Hund ausgewachsen ist. Und spätestens nach den ersten Schnupperstunden erstmal gezielten Gesundheitscheck (Gelenke). Aber für Vorübungen brauchst Du ja keinen Kursus. Vor allem kannst Du mit ihr jetzt schon Vorübungen zur Zonenarbeit machen. Ich weiß nicht was Du selbst da schon weißt? Also bei verschiedenen Geräten (A-Wand, Steg, Wippe) muss der Hund beim Auf-und Abgang die farbig abgesetzten Zonen mit den Pfoten berühren. Damit soll verhindert werden, dass die Hunde wie gestört über die Geräte rasen, aus großer Höhe abspringen,.... und sich letztlich die Gesundheit kaputt machen. Also kannst Du z.B. üben: Hund steht mit den Hinterpfoten auf einem Brett, mit den Vorderpfoten auf der Wiese - so muss sie verharren, egal was du drumherum treibst, ob du stehst, rennst, hüpfst,.... bis du das Abbruchsignal gibst und sie zum weiterlaufen aufforderst. Dann nächste Übung: sie läuft selbständig in diese Position und verharrt dort. Sie stoppt dort selbständig und wartet auf dein Signal. ...

Frustrationstoleranz üb ich mit Ball, Spielzeugen aller Art, Leckerlis,.... Und immer in gaaaanz kleinen Schritten. Nur nicht gleich den Ball werfen und erwarten, dass Hundi das ignorieren kann ;-).
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Flauschi » Di Jan 24, 2017 3:56 pm

Bin nicht böse... Stimmt ja ... :streichel: an meiner Frustrationstoleranz muss ich wohl auch arbeiten :lol:

Agi bin ich noch totaler Neuling, also danke für den Tipp! Gibt es da Literatur oder so, mit weiteren Tipps? Kann ja zumindest mal schauen, wie sie das findet :)

Mit Leckerlis vor sie legen/werfen arbeite ich schon, sollte ich aber sicher weiter festigen.

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Fluse » Di Jan 24, 2017 5:21 pm

Und nicht vergessen, dass ein ganz gemächlicher Spaziergang bei dem der Hund nach Herzenslust schnuppern darf und seine Welt erkunden kann, auch wichtig ist.
Wenn er dabei 5 Minuten an einer Stelle rumschnüffeln will, dann übt das gleich die menschliche Geduld :wink:

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Pudelpower » Di Jan 24, 2017 7:04 pm

Du hast ja schon sehr viele Informationen und gute Tipps erhalten, denen ich mich nur anschließen kann.

Du schreibst, was du alles mit ihr trainierst, wenn ihr draußen seid. Bei Raven, der draußen immer Halligalli will (entweder Aktion oder zumindest rumschnüffeln) und sich dann schlecht konzentrieren kann, wenn er einfach nur aufmerksam sein soll, lege ich da immer wieder Phasen ein, in denen nichts passiert. Einfach für 2 Minuten stehenbleiben und sonst nichts. Am Anfang ging das gar nicht. Raven zog nach vorne und nach hinten, nach rechts und nach links, fing an zu buddeln, zu kläffen, zu scharren ... Um es ihm etwas leichter zu machen, bekam er eine Aufgabe, nämlich "sitz". So kann man auch die Frustrationstoleranz trainieren. Klar, wenn es jetzt sehr kalt ist, ist das keine Übung.

Ich mache mit Raven auch Dummytraing und deshalb interessiert es mich, was genau "Dummy hat sie eine Zeit lang gut gemacht, fängt aber jetzt an, den Dummy nicht mehr zurück zu bringen ..." bedeutet. Wirfst du den Dummy und sie interssiert sich nicht mehr dafür oder läuft sie hin, nimmt ihn aber nicht mehr ins Maul oder nimmt sie ihn und bringt ihn aber nicht zu dir zurück sondern trägt ihn in der Gegend herum oder …?

Hier noch eine Begebenheit aus unserer letzten Dummy-Trainingstunde in der Gruppe: Zu Beginn machten wir eine Enweisübung und während ein Team trainierte, standen die anderen in der Nähe und schauten zu. Die üben dabei nämlich Steadiness :wink: . Eine junge Labbihündin (ca. 1 Jahr glaub ich) lief auf Einweisung prima zur Sichthilfe und nahm den Dummy auf. Anstelle den nun aber direkt abzuliefern, drehte sie damit eine Ehrenrunde an uns allen vorbei, bevor die den Dummy ihrem Frauchen übergab :lol: . Also selbst Retrievern muss man das Apportieren, wie man es möchte, noch beibringen.

Und weil ich neugierig bin: Wo wirst du den Dummy-Schnupperkurs machen? Gibt es dazu eine Website?
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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Cindy » Di Jan 24, 2017 8:00 pm

Wenn ich das Programm, das deine Kleine jetzt schon hat, so lese, dann lass das mit dem Gedanken an einen Agi Anfängerkurs.
Kein Wunder, dass sie anfängt lustlos und unkonzentriert zu werden, das Dummy nicht mehr zurückbringt etc.
und nein, das hat nichts damit zu tun, dass Pudel keine Lust haben zu arbeiten.
Sondern ist eine individuelle Reaktion jedes einzelnen Hunes auf Überforderung.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Flauschi » Mi Jan 25, 2017 7:46 am

Also Phasen, wo wir gar nichts machen und die einfach rennen, toben und schnüffeln darf, hängen wir natürlich auch viel auf unseren Spaziergängen. Ich baue so Übungen nur an und an immer mal ein und dann ist wieder Freizeit. Nur dass ich in der Freizeit leider selbst noch sehr gestresst bin, weil sie ständig irgendwas frisst (von Sch.... über Taschentücher alles mögliche....).

@ Pudelpower,
mit dem "Dummy klappt nicht" meinte ich, dass sie zwar hin läuft, aber dann nur noch mit dem Ding unterwegs ist und es nicht mehr zurück bringt. Vielleicht hochwertiger belohnen? Wobei ich denke ich vor dem Kurs jetzt nicht mehr so viel rumprobieren werde....

Den Schnupperkurs mache ich bei unserer Hundeschule
http://www.hundezentrumkerpen.de/mobile ... /index.php

Die bieten verschiedene Niveaus an.

Das mit dem Halligalli kenne ich nur zu gut. Wobei ich bei ihr manchmal denke, sie ist permanent im Stress draußen. Die Ohren fliegen mir von links nach rechts und vieles macht ihr noch Angst. Und ganz schlimm ist mittlerweile, dass sie Autos jagen möchte. Da helfen sitzt/bleib Übungen manchmal sehr zum runter fahren und wieder auf mich konzentrieren.

@ Cindy, eigentlich denke ich nicht, dass ich soooo viel mit ihr mache. Ich packe ja nicht den ganzen Tag mit Übungen zu. Mal auf dem Spaziergang ein paar kleine Gehorsamsübungen, mal eine kurze Sequenz Dummy, mal Zuhause Tricks, aber alles nie sehr lang und auch nicht alles jeden Tag. Aber wer weiß, man lernt ja immer dazu :streichel:

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Re: Die richtige Beschäftigung finden

Beitrag von Fluse » Mi Jan 25, 2017 7:54 am

Du schreibst, dass sie draußen permanent im Stress ist und da denke ich wäre es gut daran zu arbeiten.
Das muss nicht nur im "Sitz", "Platz" passieren. Würde ich persönlich eher gegenteilig empfinden, weil da vielleicht schon eine Erwartungsspannung entsteht.
Sie soll von allein erlernen sich runterzufahren. Das heißt du stehst / sitzt irgendwo - ist jetzt nichts für die aktuellen Temperaturen - und ihr verweilt so lange bis sie entspannt ist.
Dabei ist es dann auch ganz wichtig oder vielleicht noch viel wichtiger, dass du selbst dich ebenfalls über bewusste Atmung etc. runterfährst.
Was ihr beim entspannen hilft, musst du rausfinden. Das kann laaaaangsames streicheln oder eher ausstreichen sein, das kann ruhiges, monotones sprechen sein und und und...

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