Dummytraining gestern

Alles rund um den Pudelsport, Erfahrungsaustausch, Fragen, Probleme, Geschichten usw.
Falbala
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Sa Mär 28, 2015 10:13 pm

Danke Euch für Euer Interesse, Feedback und das Lob! :wav: Freut mich sehr!
Nohub hat geschrieben:Also für mich ist es auf keinen Fall zu lang, sondern sehr interessant.
Danke auch für deine Erklärung zur Hundepfeife. Nun hab ichs verstanden und gebe zu,
daß euer Superrückruf bei mir nicht funktionieren würde. Ich kann nämlich nicht mit den Fingern
pfeifen. :oops: Hab ich noch nie hinbekommen.
:) Ich denke, wenn ich nicht so ohrenbetäubend pfeifen könnte, würde ich den Doppelpfiff von Dummy anwenden. Es fällt mir kein Grund ein, warum nicht.
Deine Beschreibung zur Arbeit hört sich sehr vielseitig an. Der Hund muß wirklich viel beachten und
leisten. Finde das total klasse. Das Bild mit Falco im Sitz beim Beobachten der Umgebung ist fantastisch.
Da ist er doch bis in alle Haarspitzen gespannt und hochkonzentriert. Ein beeindruckendes Bild.
Ja, er ist extrem konzentriert bei der Arbeit - das ist sonst seltsamerweise gar nicht seine Art, der Quatschkopp :frech:
Habe mir diese Woche übrigens ein neues Buch gegönnt:
Dummytraining Schritt für Schritt von Theby & Peitz. :)
Nach dem Lesen deines Beitrages hier, freue ich mich richtig darauf mit dem Buch anzufangen.

Dein Falco ist ein sehr schöner Vierbeiner. Knuddel ihn bitte mal von mir. :streichel:
Vielen Lieben Dank! Knuddler ist schon weitergegeben und Falco bedankt sich! :D
Mit diesem Buch habe ich angefangen, als Falco noch ein Pimpfi war. Das ist gut und gibt einen guten Überblick über das, was Dummy bedeutet. Ich wünsche euch genauso viel Spass damit, wie wir es hatten. Und wenn Dein Cooper so klein anfängt, wird das bestimmt toll! :klatsch:
Tamino hat geschrieben:Ich habe mich auch sehr über die vielen Bilder und den ausführlichen Bericht dazu gefreut. Wirklich beeindruckend, wie Du mit ihm arbeitest und wie toll er das mitmacht.
Hat er das Apportieren denn von sich aus angeboten?
Dankeschön! Ja, ganz eindeutig war das so. Es gibt ein Video von Klein-Falco in der Wurfkiste (4 Wochen?), wo er eine Stoffmaus apportiert und gleich mal totschüttelt :twisted: . Ihm das Beizubringen war ein Klacks und in den ersten Wochen erledigt. Auch ist er nie damit weggerannt z.B. Die erste Tote Ente hat er mir gebracht, als ob er nie was anderes gemacht hätte und ohne Federn zu kennen. Da habe ich Gänsehaut bekommen.

Bei ihm waren seine Anlagen gut von Anfang an zu sehen und ich habe ja auch so einen Pudel gesucht, der noch so arbeiten kann, wie die früheren Wasservogelapportier-Pudel. Das einzige, was der wirklich nicht konnte und eeeeewig gebraucht hat, ist, sein Temperament zu bremsen ---> für seine Impulskontrolle habe ich fast 2 Jahre gebraucht und er auch, dass er seinen Plüschpopo auf der Erde lassen konnte. Ich denke, ich hätte ihn auch in andere Jagd-Richtungen ausbilden können. Ich glaube, weiss es aber nicht in letzter Konsequenz, da ohne direkte Erfahrung, dass er auch wohl grosses Wild packen würde z.B. Aber lieber ist mir, dass ich es nicht weiss.... nur seiner Vorliebe, mit mir zu zergeln und zu kämpfen, seinem Umgang mit Kumpels (und Konkurrenten) und seiner durchaus auch Härte und Durchsetzungskraft generell und seiner Triebigkeit entnehme ich das. Nur haben wir diesbezüglich keine Ambition (mehr).
Tamino zeigt da keinerlei Ambitionen, fast egal, was ich werfe. Einzig die Frisbee findet er einigermaßen gut.
Wenn ich sehe, wie die noch sehr junge Viszla-Hündin einer Bekannten jetzt schon alles mögliche findet und apportiert und dann auch gleich abgibt, da sieht man die Veranlagung sehr deutlich.
Im Prinzip fände ich es gar nicht schlecht, wenn ich Tamino dahingehend doch noch etwas motivieren könnte.
Ob jagdlich bei Tamino geht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es wirklich auch gut für den Grundgehorsam, dies bezüglich zu arbeiten - und wenn Jagdtrieb vorliegt, sowieso.
Hast Du die Möglichkeit, mit Falco zur Jagd zu gehen? Dass er wirklich mal richtig jagdlich eingesetzt werden könnte? Und hat er sonst keinen Jagdtrieb?
Nein, wir mussten unser Ziel diesbezüglich leider aufgeben - gibt schwerwiegende Gründe dafür - was aber nicht heisst, dass wir nicht mehr mit ganzem Herzen dabei sind :D .

Falco ist ohne Übertreibung eine Jagdmaschine :? - und eine nicht ganz dumme dazu. Und gerade dafür ist Dummy super, da es ja um freies Leiten des Hundes geht, um die Dauertelefonleitung zwischen uns, um seine Fähigkeit, Impulse zu kontrollieren, eben nicht allem, was sich bewegt, nachzujagen, selbst wenn es eine lebende Ente ist. Und um unsere Verbindung miteinander in eigentlich gewohntem Umfeld.
Es juckt mich ja ehrlich gesagt schon in den Fingern, wenn ich hier von jagdlich geführten Pudeln lese... Die Jäger- und Falknerprüfung habe ich ja, aber aus gesundheitlichen Gründen kann ich momentan nicht zur Jagd gehen. Und wenn, würde ich noch viel lieber zur Beizjagd gehen, dazu hätte ich hier auch eher die Gelegenheit. Aber dafür wäre eine Vorstehhund besser geeignet, oder direkt Frettchen zur Kaninchenjagd.
Chapeau!!! Falknerprüfung und Jägerprüfung! Das finde ich ja sehr interessant und würde irrsinnig gerne mal zuschauen. Ich wünsche Dir sehr, dass es dir bald gesundheitlich soweit gut geht, dass Du wieder zur Jagd gehen kannst. Hast Du Falken?
Ach, und trotzdem wäre es irgendwie toll, wenn ich Tamino auch jagdlich einsetzen könnte.
Ich weiss nicht, ob Dir das helfen kann: ich habe es mit Falco so gesehen - von Anfang an - dass ich mich nicht festgelegt habe, sondern geschaut habe, wo es am "Flüssigsten" läuft mit uns Zweien. In diese Richtung bin ich dann gegangen. Ich wusste vorher nicht, was ich machen will mit ihm - nur, dass ich was machen will. Natur, Jagdersatz, Wasser, waren nur die Eckdaten und dann kam es von selbst: Schritt für Schritt. Auch die echte Jagd war anfangs nicht vorgesehen…ich finde es wird immer am Besten, wenn man es wachsen lässt :-)

Hauptstadtpudel: Das freut mich ja, dass es Dein Wieder-Interesse geweckt hat. Na dann viel Spass! :-)

Eieiei, das ist schon wieder so lang geworden. Entschuldigt bitte.
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von isiariane » Sa Mär 28, 2015 10:57 pm

Mich haben die Fotos von Falco erfreut, er sieht so glücklich aus, wenn er arbeiten darf. Ein schöner Hund, schöne Arbeit von diesem Hund, also einfach schöne Fotos.

Ich denke auch, vieles ist den Hunden in die Wiege gelegt. Mozart schleppt sich auch gerne mit allem Möglichen (und Unmöglichen) ab, er hat von klein auf vieles gebracht und auch ohne Probleme aus gegeben. Letztes Wochenende habe ich ihm ja auf dem Jagdhundehaltertreffen mal eine tote Taube apportieren lassen können, das hat er auch anstandslos gemacht, obwohl Taube wohl recht widerwärtig für Hunde sein soll.

Andererseits werde ich mit Mozart nicht jagdlich arbeiten. Denn ich habe einen total unkomplizierten Hund draußen, der sich für sichtiges Wild überhaupt nicht interessiert und sich von Fährten problemlos abrufen läßt. So soll das auch bleiben, da werde ich den Jagdtrieb nicht unbedingt fördern. Mein Mann und ich sind da ja etwas hin und her gerissen, denn einen Hund der die Enten und Gänse aus dem Wasser apportiert, das könnte meinen Mann schon reizen. Andererseits ist Mozart mein Hund und mein ständiger Begleiter und so soll das auch bleiben. Und mein Schwiegervater hat einen Deutsch Drahthaarrüden, der kann die Enten und Gänse apportieren und mein Mann und er jagen eigentlich immer gemeinsam auf Wasserwild.

Ich werde mit Mozart sicherlich die Apportarbeit noch etwas ausbauen, aber so ein toller Apporteur wie dein Falco wird er wohl nie werden. Denn ich habe keine Lust auf Lehrgänge mit Dummytraining und wahrscheinlich wäre ich sogar zu doof dazu immer im rechten Moment den richtigen Pfiff zu trillern. :oops:

Das du deinem Hund soviel tolle Arbeit gönnst finde ich einfach klasse, :klatsch: denn das Falco da Spaß dran hat, das sieht man deutlich auf den Fotos.
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Christiane138 » So Mär 29, 2015 9:27 am

Superschöner Thread :klatsch: :klatsch: :klatsch: .
Tolle Erklärungen und natürlich superschöne Fotos :klatsch: :klatsch: :klatsch: .

Du erklärst das Dummytraining wirklich sehr gut und deine Ausführungen sind keineswegs zu lang :wink: .
Schön zu sehen, wie viel Spaß ihr zusammen habt :wav:
Viele liebe Grüße,

Christiane

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Falbala
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » So Mär 29, 2015 2:04 pm

Vielen Dank Ariane und Christiane.

Freut mich, dass es euch interessiert und Spass macht :wav:

Ariane: Taube kennt Falco noch nicht. Der Jagdtrieb wird übrigens nicht stärker: Falco jagt keine lebenden Enten und kennt den Unterschied. Das haben wir mit ihm als Baby gut hinbekommen, dass er das nicht macht. Selbst, wenn die vor seiner Nase am Ufer entlangschwimmen, nicht. Ausser ich gebe das Kommando: Voran! ... Aber das ist wohl klar: ich werde mich hüten, sowas zu tun. Ich beneide Dich um Deine Jägerfamilie :klatsch: :D

Bei uns ist es anders mit unserer kleinen Zookie. Sie apportiert grad mal ihren selbstgenähten Futterbeutel aus Fleece, weil der angenehm für das Samtschnütchen ist - alles andere ist bäh :frech: . Bei ihr ist das Interesse "mittelprächtig". Ich denke, da kann man spielerisch was machen, aber es ist eine komplett andere Nummer und muss ja auch einfach nicht sein. Ich liebe Falcos ausgedrückte Lebensfreude und deshalb mache ich es mit ihm. Fehlt das und der Hund schrammt mit seiner Anstrengung an der Lustverlust-Grenze entlang, macht es mir einfach auch keinen Spass. Ich würde da z.B. auch nie Zwang einsetzen - was in der Erziehung schon paar mal passierte, um mein Erdbeben zu zähmen - aber nie für den Sport. Das soll Spass machen - kranken Ehrgeiz im Sport mit Hunden finde ich schlimm.
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Aurelia » So Mär 29, 2015 3:54 pm

Danke für den ausführlichen Bericht zu deinem Dummytraining mit Falco... :klatsch:
Mein Zwerg apportiert auch sehr gerne und ich wollte schon länger mal ein bisschen "tiefer" in die Retriever-Arbeit einsteigen. Dein Bericht hat mir wieder richtig Lust gemacht, auch wenn wir nie das hohe Niveau von dir und deinem weißen Riesen erreichen werden... :D
Besonders interessiert mich das Einweisen, also das "Dirigieren" des Hundes per Pfiff. Caesar sucht eigentlich sehr ausdauernd, aber wenn er länger nichts findet, dann guckt er mich so fragend an: "Hast du da echt was versteckt?" und dann wäre es toll, wenn ich ihn zu der richtigen Stelle weisen könnte.
LG Aurelia
Liebe Grüße von Aurelia mit Caesar und Phoebe

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von isiariane » So Mär 29, 2015 4:50 pm

Falbala hat geschrieben:Vielen Dank Ariane und Christiane.

Freut mich, dass es euch interessiert und Spass macht :wav:

Ariane: Taube kennt Falco noch nicht. Der Jagdtrieb wird übrigens nicht stärker: Falco jagt keine lebenden Enten und kennt den Unterschied. Das haben wir mit ihm als Baby gut hinbekommen, dass er das nicht macht. Selbst, wenn die vor seiner Nase am Ufer entlangschwimmen, nicht. Ausser ich gebe das Kommando: Voran! ... Aber das ist wohl klar: ich werde mich hüten, sowas zu tun. Ich beneide Dich um Deine Jägerfamilie :klatsch: :D
Letztes Wochenende war ich ja beim Jagdhundehalterforumstreff, da wurden z.B. auch Schleppen gezogen (mit einem toten Tier Hase, Taube, ....) und dann konnte man seinen HUnd die Fährte arbeiten lassen und wenn der HUnd es macht, auch das tote Tier apportieren lassen. Es wurden auch Fährten mit Fährtenschuh gelaufen, das kommt ja der Spur eines Tieres schon sehr sehr nahe, und dann hattte der Hund wieder am Ende entweder den toten Hasen oder eine Rehdecke. Da bin ich mir nicht so sicher, ob Mozart da nicht eins und eins zusammenzählt und bald auch selbständig Fährten von freilebenden Rehen, die wir zufälligerweise auf Spaziergängen treffen arbeiten würde.

Und beim Apportieren beim Jäger ist ja leider nicht alles Wild tot bzw. direkt nach dem Schuß, wenn der Hund z.B. Enten und Gänse aus dem Gewässer apportieren muß, dann zucken die Nerven noch, also die Tiere bewegen sich noch. Und bisher interessieren Mozart schwimmenden Enten, Gänse und Schwäne überhaupt nicht, bin mir nicht sicher ob da jagdliches Apport nicht doch den Jagdtrieb wecken würde. Und ich glaube meinem Mann wäre es auch peinlich mit einem Pudel zur Jagd gehen zu müssen. :lol: Trotzdem ist es natürlich schon schön Möglichkeiten zu haben, wenn man nur wollte.

Das Apportieren so wie ihr es macht, mit Pfeifen Richtungen zu zeigen und so, das finde ich toll und fazsinierend. Eine Bekannte von uns hat das mit ihrem Labbi auch gemacht, fand ich damals schon super, aber irgendwie reizt mich das nicht wirklich. Und somit wird Mozart wohl einfach mein ständiger Begleiter sein, er läuft sowohl zufuß, als auch am Pferd oder Fahrrad super. Und apportieren werden wir wohl immer nur aus Spaß an der Freud machen und spielerisch.
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Mo Mär 30, 2015 9:02 am

Vielen Dank, Aurelia :wav: . Auch wir sind noch Lernende. Falco ist ja auch grad mal 2 Jahre alt geworden im Dezember. Aber das macht einfach Spass. :D

Was das Einweisen angeht, hier mal die Kommandos, die wir machen. Alle Pfiffe gelten auch auf Entfernung - im Profifalle kann das schon im Kilometerbereich liegen :

Voran (Stimme - Hand geht nach vorne): siehst du auf den Fotos, wo ich ihm mit der Hand neben seinem Gesicht die Richtung gebe, Hund sitzt aber auch gerade in diese Richtung (ist wichtig, nicht 90 Grad oder so zeigen). Hund weiss, dass er in genau dieser Richtung suchen/holen muss. Hand bleibt da, leise voran sprechen und er muss lospesen. Dann Voran auf Entfernung, wenn Du ihn z.B. abgesetzt hast und er soll weiter voran, also weg von dir, in entgegengesetzte Richtung und weiter suchen.

Stopp-Sitz-Pfiff: wird anfangs geübt neben Hundeführer links. Pfiff und sitz. Dann als Ziel: auf Entfernung muss er aus vollem Galopp beim Einmal-Pfiff sofort sitzen bis weitere Anweisung kommt.

Zurück-Doppelpfiff: sofort zurück, also Abruf in jeder Situation .

Links und rechts schicken. Anfangsübung: Hund sitzt ca 3 m vor dir gerade in Deine Richtung. Du legst einen Dummy links (oder rechts) aus, trittst wieder in die Ursprungsstellung und schickst ihn mit einer ausladenden Bewegung Deines ganzen Armes (muss ja auf Entfernung erkannt werden) und Kommando links von Dir. Er muss links gehen und Dir Dummy bringen. Dann erst rechts dasselbe, die Steigerung: Dummys links und rechts auslegen und jeweils schicken. Das Ganze dann immer mehr auf Entfernung.

Such genau dort, wo Du bist weicher Triller-Pfiff: wenn er in einem Gebiet ist, wo der Dummy/Ente ist, setzt man diesen Pfiff ein, so weiss er, dass er genau da suchen muss.

@Ariane: Toll, Euer Treffen... :klatsch:
Das Ideal-Ziel ist für uns: erst an mir orientieren, dann jagen. D.h. egal, was es zum Jagen gibt da vorne, ob tot oder lebendig, kriechend oder hüpfend, gross oder klein: er muss erst kucken, was die Jagdchefin dazu meint, auch auf Entfernung. Insofern ist es egal, ob irgendwas (noch) zuckt, es wird eh erst losgerannt, wenn ich das sage - sonst gibt's das schon erwähnte mittelschwere Gewitter bei uns *gg*. Aber vor Allem gibt es bestensfalls niemals Erfolg. Bei uns wird ja auch nichts einfach vom Boden aufgenommen: da fragt er mich auch vorher. Selbst wenn es ein leckerer, vergammelter Wildschweinschenkelknochen ist wie zuletzt :mrgreen: .

Ich glaube dir gerne, dass Dein Mann mit einem weissen Pudel nicht so gerne auf die Jagd ginge. Verstehe ihn da schon. Da macht ein DD schon mehr her (wunderschöner, toller Hund!). Auch, wenn es Pudel gibt, die denen das Wasser reichen können, aber ist schon klar..... :wink: Und Deine Einstellung zu Mozart ist doch vollkommen ok. Das verstehe ich gut und manchmal wünschte ich mir das auch, aber generell und überhaupt bin ich total verliebt in meine kleine Jagdmaschine *lach*.
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Aurelia » Mo Mär 30, 2015 12:47 pm

Danke für die genaue Erklärung der verschiedenen Pfiffe und Kommandos zum Einweisen... :klatsch:
Dieses exakte Dirigieren des Hundes auf Entfernung ist für mich wirklich die hohe Schule der Teamarbeit und immer wieder faszinierend. Sowohl bei den Retrievern als auch bei den Hütehunden. Ich könnte stundenlang "One Man and his Dog" (Übertragung der britischen Hüte-Wettbewerbe bei der BBC) gucken...diese Harmonie zwischen Mensch und Hund, die Konzentration und Arbeitsfreude der Hunde, die Präzision mit der die Schafe getrieben, getrennt und dann eingepfercht werden...fantastisch...
LG Aurelia
Liebe Grüße von Aurelia mit Caesar und Phoebe

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Di Mär 31, 2015 2:18 pm

Ja, Aurelia, ich empfinde das ebenso faszinierend wie Du. :klatsch: Wobei ich diesen speziellen Film nicht kenne, aber mir sonst schon mal Filme angeschaut habe. Auch Jäger mit ihren Hunden, wenn sie verantwortungsvoll mit Hund und Natur umgehen zu beobachten, ist ein wahrer Genuss für mich :D (ich weiss wohl, dass es auch Jagdgegner gibt).
Aurelia hat geschrieben: Besonders interessiert mich das Einweisen, also das "Dirigieren" des Hundes per Pfiff. Caesar sucht eigentlich sehr ausdauernd, aber wenn er länger nichts findet, dann guckt er mich so fragend an: "Hast du da echt was versteckt?" und dann wäre es toll, wenn ich ihn zu der richtigen Stelle weisen könnte.
LG Aurelia[/size]
Hierzu wollte ich noch mal was sagen, wenn es ok ist für Dich:

Beim Dummy ist es nicht erwünscht, dass der Hund von sich aus stehen bleibt und fragt. Passiert aber sehr wohl, besonders dann, wenn Hundchen sehr begeistert von Frauchen ist und viel von ihr hält ;-) - ist für mein Gefühl ein Zeichen von guter Bindung :) .

Ich würde da aber was das Dummy angeht, Einhalt gebieten. Wir hatten dieses Problem. Ich habe das mal soweit durchgezogen, dass ich mich hingesetzt habe, weggeschaut und gewartet. Ist nicht der Dicke tatsächlich geschlagene 4 Minuten doof in der Gegend rumgestanden, mich anstarrend 200 m weg von mir, um sein Dummy dann letztendlich doch zu holen? Er wusste genau, wo er ist, aber wir (=ich) haben das verbockt und irgendeine Fehlverknüpfung reinbekommen. Das gab dann eine grosse Party, als er kam und seitdem macht er es nicht mehr. Ich habe es also wirklich durchgezogen. Im Training - da wir dort nicht so viel Zeit haben - hab ich ihn die male davor abgerufen, wenn er mich angeschaut hat, und neu los geschickt.

Aber ihn einzuweisen, obwohl er von sich aus "fragt", sollte beim Dummy eben nicht vorkommen. Er soll ja nicht einfach so stehen bleiben.

Da müssen gerade die aufpassen, deren Hund sehr gebunden ist an Frauchen.
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Aurelia » Di Mär 31, 2015 3:28 pm

Falbala hat geschrieben:Hierzu wollte ich noch mal was sagen, wenn es ok ist für Dich:

Hey, na klar ist das für mich okay...immer nur her mit den Tipps vom Experten...wie soll man denn sonst was lernen, oder? Ich freue mich über jeden Hinweis/Erklärung... :D
Also ein großes "Dankeschön", dass du mir diese Sache mit dem "Nachfragen" noch mal verdeutlicht hast. Ich habe das bisher noch nicht mit dieser Sichtweise betrachtet (und ja, ehrlich gesagt, fand ich es auch geradezu vorbildlich von meinem jagdlich ambitionierten Wölfchen, dass er nicht einfach so abhaut nach dem Motto: "Boah, hier ist ja wohl nix...da geh' ich mich mal woanders vergnügen", sondern bei mir Hilfe sucht), aber nach deiner Erklärung kann ich es nun verstehen. In der ursprünglichen Retriever-Arbeit wusste der Jäger ja auch nur ungefähr den Standort des gefallenen Wildes und es war ja die alleinige Aufgabe des Hundes es nun aufzuspüren. Da wäre es natürlich kontraproduktiv, wenn der Hund dauernd "nachfragt". Dafür gibt es dann ja den weichen Triller-Pfiff und nun muss der Hund halt die nötige Ausdauer aufbringen, das zugewiesene Gebiet auch genau abzusuchen, oder?
LG Aurelia
Liebe Grüße von Aurelia mit Caesar und Phoebe

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Di Mär 31, 2015 6:20 pm

Aurelia hat geschrieben:[Da wäre es natürlich kontraproduktiv, wenn der Hund dauernd "nachfragt". Dafür gibt es dann ja den weichen Triller-Pfiff und nun muss der Hund halt die nötige Ausdauer aufbringen, das zugewiesene Gebiet auch genau abzusuchen, oder?
LG Aurelia[/size]
:klatsch: Genau so!

Mir ist übrigens jetzt beim darüber Nachdenken wieder eingefallen, was diese Fehlverknüpfung bei Falco war, wo er stehen blieb:

wir hatten eine Weile lang den Sitz-Pfiff auf Entfernung geübt. Falco machte das Klasse, hat aber diese Verknüpfungskette gebaut:

Frauchen sagt Voran und danach kommt IMMER der Stopp-Sitz-Pfiff. Also blieb er dann sicherheitshalber mal stehen - im Zwiespalt zwischen dem, was er vorher gelernt hatte, nämlich Lospesen in die Richtung, die Frauchen angibt und nicht stoppen und der Kette, die er nachher gebildet hatte: Voran und Stopp-Sitz. Das war ein unlösbares Ding in ihm und deshalb stand er so lange.

Dumm gelaufen..... :keule:

Ich schreib's nur deshalb, damit Dir das nicht auch passiert ;-)

LG Katrin
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Pudelpower » Di Mär 31, 2015 6:40 pm

Habe gerade diesen Thread entdeckt und ihn mit großem Interesse und großer Begeisterung gelesen :wav: ! Bin ja auch ein Fan der Dummyarbeit, auch wenn ich bei Raven oft noch mit anderen Gegenständen arbeite. Es ist so toll, wie Falco arbeitet :wav: Beeindruckende Fotos :wav: Raven gehört auch zu den Kandidaten, die mal schauen, ob es nicht Hilfe von mir gibt, aber ich schaue dann weg oder gebe nochmal das Kommando "such". Weiß gar nicht, ob letzteres okay ist.
@Falbala: Wie schön, dass du in der Gruppe trainieren kannst. Ich habe hier noch nichts gefunden, was mir zusagt und machbar ist. Und berichte ruhig weiter :D

@Katja: Wenn du in Berlin eine Möglichkeit zum Dummygtraining findest, die über Freizeitapportieren (1) hinaus geht, gib mir doch bitte Bescheid. Habe selbst großes Interesse daran. 1: Meine damit, dass man auch Einweisen, Verlorensuche, Markieren trainiert.
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Di Mär 31, 2015 9:30 pm

Pudelpower hat geschrieben:Habe gerade diesen Thread entdeckt und ihn mit großem Interesse und großer Begeisterung gelesen :wav: ! Bin ja auch ein Fan der Dummyarbeit, auch wenn ich bei Raven oft noch mit anderen Gegenständen arbeite. Es ist so toll, wie Falco arbeitet :wav: Beeindruckende Fotos :wav: Raven gehört auch zu den Kandidaten, die mal schauen, ob es nicht Hilfe von mir gibt, aber ich schaue dann weg oder gebe nochmal das Kommando "such". Weiß gar nicht, ob letzteres okay ist.
@Falbala: Wie schön, dass du in der Gruppe trainieren kannst. Ich habe hier noch nichts gefunden, was mir zusagt und machbar ist. Und berichte ruhig weiter :D
Dankeschön! :D

Und toll, dass Du mit Raven da auch was machen magst. Hoffe, Du findest das Passende für Euch!

Apportieren ist apportieren. Ich habe Falco alles apportieren lassen: vom gefüllten Rucksack *hinter sich herschleif* :frech: , bis zum 5 cm Stück Paketschnur, Schlüsselbund, Staubsauger am Rohr, nasse Wäsche, die er mir zum Aufhängen gibt usw. Je mehr er lernt, verschiedenste Sachen zu tragen, umso besser. Das schult auch, dass er vorsichtig bzw. angemessen trägt und hilft bei der Beisshemmung.

Dann zeig ich nochmal paar Fotos, die allerdings von der Qualität her .... bescheiden sind, da von mir zwischen Start und Zurückkommen gemacht mit Handy. Dafür ist es eine interessante Arbeit, wie ich finde. Das war vor 2 Wochen. Durchschwimmen von Wasser, steiler Aufgang, Dummy auf der anderen Seite suchen - rechts ausserhalb des Billdes im Gestrüpp war er versteckt - und wieder zurück. Die Frau auf den Fotos ist die Helferin, die für Verstecken und Werfen der Dummies zuständig ist, sich ansonsten aber komplett raushält bei der Arbeit der Hunde.

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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Falbala » Di Mär 31, 2015 9:41 pm

PS: es wäre möglich gewesen, den Dummy um den Weiher herumzutragen, was aber "verboten" ist. Der Weg soll direkt gewählt werden, egal, was da ist, ob Wasser, Sumpf, Zaun, verschiedenes Gelände etc. Zurück ebenso. Immer direkt zum Hundeführer. Macht er auch brav :streichel:
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Re: Dummytraining gestern

Beitrag von Nohub » Mi Apr 01, 2015 6:30 am

Schön, daß du den kompletten Weg mal im Bild festgehalten hast.
Und Falco läßt sich bei der Arbeit auch nicht von der Umwelt irritieren, oder?
Ich meine da z.B.die Frau, die auf der anderen Seite stand oder wenn vielleicht mal ein anderer Hund angelaufen kommt.
Mir wurde schon von HH erzählt, daß ihre Hunde normalerweise zu jedem anderen Hund hinwollen und es deswegen sogar manchmal Probleme beim Spaziergang gibt. Aber wenn der Hund arbeitet ( Dummy, Mantrailing...) dann würde er auf andere Hunde nicht reagieren. Hast du das bei euch in der Gruppe auch schon so erlebt?

Wieviel Zeit investiert ihr denn eigentlich in diese Arbeit?
LG von Birgit mit Cooper
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hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
L.-L. Boden

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