Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

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Mapple22
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Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Mapple22 » Sa Aug 10, 2019 12:42 pm

Hallo,

wie bereits geschrieben, suchen wir zu unserer schwarzen Großpudel-Hündin einen Zwergpudel.

Während unserer Suche hat eine Züchterin gemeint, dass sie diese Kombination als "nicht optimal" sieht. Sie meint, dass der Großpudel schnell sehr genervt sein könnte, weil eben die Zwerpgudel so "unruhig" sind und viel spielen wollen.

Was meint Ihr dazu?

(Vorab: Unsere Großpudel-Dame ist sehr sozialisiert und brav. Sie ist vom Verhalten her normal, also weder "überdüber" aber trotzdem keine Langweilige)

Danke

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Gero
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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Gero » Sa Aug 10, 2019 2:46 pm

Hallo,

wir haben diese Kombi seit Mai diesen Jahres.

Der Große - Gero - ist ein 4jähriger Harlekinrüde - seit seiner Kastra allmählich zur Schlaftablette geworden - nicht besonders sozialisiert mangels Gelegenheit, aber auch nicht generell agressiv.

Im Mai kam Mia dazu - eine damals 4 Monate alte Zwergpudelin. Hektisch bis zum Gehtnichtmehr, immer in Aktion, wuselig, schnappig (geht dem Großen schon mal in Lefzen oder Ohren) hat NUR Sche... äh Blödsinn im Kopf - aber zuckersüß.
Sie hat aber leider auch nie wirklich Zeit für meine Erziehungsmaßnahmen/-versuche - das Leben ruft nach ihr und sie MUSS hin :lol:

Leider ist die Kleine durchs Aufwachsen in den ersten 4 Monaten komplett in der Wohnung ebenfalls nicht gut sozialisiert worden - eigentlich überhaupt nicht.
Sie ist draußen sehr aufgeregt, teils noch immer ängstlich, ständig am Gucken, Horchen, Schnüffeln - wobei gucken und horchen eindeutig überwiegen.
ALLES ist für sie immer noch und immer wieder suspekt und mus angeknurrt werden oder sie versucht zu flüchten.

Wir arbeiten dran und ich bin sicher es wird mit der Zeit viel besser werden - aber vielleicht nie ganz weggehen.

Gero gegenüber ist sie rotzfrech und hat ihn anfangs auch manchesmal sehr genervt - aber gsd. war er ihr gegenüber von Anfang an seeeehr geduldig und nachsichtig.
Er - der sonst nie so doll spielte - hat sie zum Spiel aufgefordert und super vorsichtig mit ihr gespielt. Und nach ca. 4 Wochen durfte sie auch direkt neben ihm bzw. an ihm dran liegen - nur auf seinen Beinen rumturnen das mag er nicht.

Sie hat inzwischen verstanden dass sie gewisse Regeln einhalten muß - er hat es ihr gesagt indem er wenn nötig auch mal gebrummt hat (nie heftig geknurrt oder so, nur gebrummt) und sie nimmt sich dann zurück.

Ich meine diese Kombi geht durchaus wenn der große Hund nicht zuuu wild ist - denn wenn sie toben und der Große passt nicht auf, dann rollt die Kleine schon mal durch die Gegend und das kann auch mal böse für ihre Gesundheit ausgehen!!

Wir sind jedenfalls im Moment sehr zufrieden (trotz der Erziehungsschwierigkeiten).
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Gero » Sa Aug 10, 2019 2:53 pm

Noch vergessen:

Ja, spielen will die Kleine ständig, aber wenn der Große nicht will bleibt er einfach liegen. Dann geht sie nach kurzer Zeit weg und sucht sich anderweitige Beschäftigung - Buddeln im Rasen, Katzenkacke suchen und fressen, Heidelbeeren vom Strauch abfressen, den Katzenwassernapf auskippen und das Schälchen entführen, Wäschestücke klauen und beknautschen, Papier klauen, unter Schränke kriechen und Krümel suchen, heute: ein angeblich quasi unkaputtbares KONG-Spielzeug anfressen und dabei die abgebissenen Stücke fressen usw. usw. - langweilig ist ihr NIE :lol: :lol:
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

Luise2016
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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Luise2016 » Sa Aug 10, 2019 5:25 pm

Wir haben einen 8jährigen Großpudel Rüden (kastriert) und einen 2jährigen Zwerg (intakt). Ich hatte mir im Vorfeld eher Sorgen gemacht, dass der GP zu wild bzw. Zu grob sein würde. Die Beiden harmonieren toll zusammen, es gab wirklich nie irgendein Problem. Zwerg Artur betet den Boden an, den Carl begeht und Carl ist unendlich sanft und geduldig mit ihm, obwohl er es sonst nicht so mit anderen Hunden hat. Wir würden das immer wieder so machen :D.
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Pinch
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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Pinch » Sa Aug 10, 2019 5:27 pm

mit einer sozialen Hündin würde ich mir keine Gedanken machen. Ich hatte früher Dobermann und Papillonhündin, sie haben nicht miteinander gespielt, was aber am Wesen der Hündin lag. Wenn der Hund generell keine kleinen Hunde mag, ist es natürlich anders. Zu Beginn muss man aufpassen, ich habe einen Welpenstall im Zimmer aufgestellt und dafür gesorgt, dass auch mal Ruhe war. Allerdings muss man bei dem Grössenunterschied immer ein Auge mehr drauf werfen. Gisela Züchterin züchtet auch Zwerge, ist natürlich gut, wenn die kleinen die großen schon kennen. .
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit GPH Gisela 12/17🌺Platon, Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Kerstin1976 » Mi Aug 14, 2019 9:50 pm

Hallo
Wir haben diese Kombi bzw. eine Mischung aus Klein- umd Zwergpudel seit Sonntag.
Lennox unser 4 jähriger kastrierter Großpudel findet sie (Gina 9 Wochen) zur Zeit noch lästig. Er geht ihr aus dem Weg. Wobei er selten mal brummt, wenn sie ihm an die Beine will oder hinterher rennt, er verlässt nach Möglichkeit den Raum oder sucht das Weite.
Ich denke das wird noch. Mehr Gedanken würde ich mir machen, wenn er sie nur anknurren würde.
Ich werde über den Werdegang berichten :wink:

LG
Kerstin mit Lennox 4 Jahre und Gina 9 Wochen

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Gero » Do Aug 15, 2019 4:09 am

Viel Glück bei der "Familienzusammenführung"!!
Bei uns hat es gsd. super geklappt - obwohl auch unser Kleinteil manchmal echt nervig für den Großen ist - interessant war/ist es für ihn trotzdem :mrgreen:
Achtet nur drauf dass das Kleine nicht immer bevorzugt wird - unser Großer war anfangs auch etwas eifersüchtig und zeigte dies auch durch Zurückziehen.
Seit er weiß dass er noch immer mein "Großer, Bester, einziger Lieblingshund, Goldstückchen, Schnucki usw." ist, ich ihn also ganz deutlich beschmuse und lobe und dabei Mia auch mal wegschiebe (die sich grundsätzlich in den Vordergrund drängt) ist er wieder der Alte und geht geduldig und nachsichtig mit ihr um.
Liebe Grüße - Eveline mit Gero und Mia

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Mapple22 » Di Okt 22, 2019 6:27 pm

Hallo Ihr,

erstmal nochmal herzlichen Dank für die Antworten.

Aber jetzt mal zurück!

Wir haben unseren neuen Mitbewohner jetzt doch seit etwa Mitte August. Er hat sich super eingelebt und die Beiden spielen ohne Ende, verstehen sich prächtig und kommen gar nicht mehr ohne einander aus. Ja, sie schlafen zu 80% zusammen im Bett und im Gesamten sind die Eifersüchteleien SEHR selten und gering...
Er ist schokobraun, geboren Anfang Mai, bereits 31cm und hat noch einen etwas langen Rücken, ähnlich einem Dackel (wir hoffen, er wird noch etwas höher :oops: )

Jetzt habe ich aber noch eine allgemeine Frage zu unserer Großpudeldame:
Sie ist jetzt gut 3 Jahre alt und seit der letzten Läufigkeit ist sie einfach "wilder" geworden (also auch schon vor unserem Nachwuchs, also dem o.a. Zwergpudel). Sie läuft beispielsweise im Wald weiter von uns weg und sucht dauernd nach Wild. Sie hört auch wesentlich schlechter bzw. sehr verzögert. Auch wenn sie Fremde bemerkt, führt sie sich immer schlimmer auf, egal ob innerhalb unseres Grundstücks oder beim Freilaufen während eines Spaziergangs. Mir kommt es so vor, dass sie sich weiterentwickelt hat oder einfach jugendlich ist oder gerade erwachsen wird.

Da wir ja - wie bereits erwähnt - zwei unterschiedliche Geschlechter haben, ziehen wir in Erwägung, ob wir nicht unsere Große sterilisieren lassen. Es ist einfach doch anstrengender und nerviger geworden, mit ihr spazieren zu gehen.

Danke

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Iska » Mi Okt 23, 2019 9:38 am

Schön, daß sich die zwei so gut verstehen..... :wav:

zu Eurer Hündin: sie ist mit drei Jahren nun ja auch erwachsen geworden.... eine Kastration ändert am Jagd- oder Stöberverhalten nichts... eher im Gegenteil... man liest öfter, daß Kastraten dann leider mehr jagen ( "sie haben jetzt ja weiter nichts mehr von größerem Interesse"... so ähnlich war die Begründung).
Vielleicht merkt sie auch, daß Ihr Euch derzeit auf die Erziehung des Kleinen konzentriert und sie so mehr "Freiraum" hat? ich würde Rückruftraining machen, bevor sie aus Eurem Einflussbereich heraus ist.... ins Unterholz und co würde ich sie gar nicht erst lassen....
viele Grüße
Sybille mit Frollein Fani Flausch
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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Isi » Mi Okt 23, 2019 2:57 pm

Ich schließe mich an. Klingt für mich auch eher nach Erziehung als nach Skalpell :wink:

Jagen und auch schon stöbern ist selbst verstärkend. Sprich: Wenn man nicht dagegen anarbeitet, wird es von alleine immer schlimmer. Das kann man nicht aussitzen/laufen lassen. Mit 3 Jahren ist euer Hund erwachsen, das sind keine Flausen wie in der Pubertät.

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Re: Als Zweithund Zwergpudel (zum Großpudel)?

Beitrag von Rohana » Mi Okt 23, 2019 3:02 pm

Da schließ ich mich den anderen an: Ihr habt inzwischen einen erwachsenen Hund, die pubertären Flausen sollten gegessen sein. Und die Probleme, die Du beschreibst, werden nicht mit der Kastration verschwinden. Da hilft nur viel üben, nicht nachlassen, nicht die Geduld verlieren, zusehen, dass die Dame mit dem Theater möglichst keinen Erfolg hat und so die Erziehung besser gestern als heute nochmal intensiv in den Fokus nehmen.
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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