Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rohana » Mi Jan 31, 2018 2:50 pm

Pinch hat geschrieben:
Mi Jan 31, 2018 12:52 pm
Ich war auch erst skeptisch, zwei Würfe, Wurftermin mit einer Woche Abstand. Als ich dann zu Besuch war und gesehen habe wie KP Welpen, GP Welpen und drei Herdenschutzwelpen so harmonisch zusammen waren, alle Kontakt aufnahmen bis auf die dicken Herdis, sicher rassebedingt, war meine Skepsis verflogen. Als noch der Vater dazukam und seine Kinderschar begrüßte, es war einfach super. Mütter und Tanten rannten draußen im Garten, mir hat das gut gefallen...
Ja, so ähnlich hab ich das auch erlebt und empfunden. Und ich habe sehen können, dass die Hunde eine gute Beziehung zur Züchterin haben, bzw. sie ihre Hunde sehr gut kennt.
Auch die Beratung welcher der Welpen zu uns passen würde, war wirklich prima.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rohana » Mi Jan 31, 2018 2:53 pm

Klara hat geschrieben:
Mi Jan 31, 2018 1:40 pm
Rumo hat geschrieben:
Di Jan 30, 2018 11:39 pm

Am ehesten würde ich wohl Abstriche in der Aufzucht machen. Viel ist nicht automatisch besser. Bunte Bällebäder müssen es nicht sein, von so Esoterikkrams oder Wochenpläne, was die Welpen bis dann und dann können müssen, ganz abgesehen. Vieles ist nice to have, aber nicht nötig. Für die (V-)Erziehung und weiterführende Sozialisierung bin ich zuständig.... :-)
Ach und Kaffee und Kuchen oder dass man sich den ganzen Tag Zeit für uns nimmt erwarte ich weiß Gott auch nicht ;-) Ist klar, dass es passt, erwarte ich auch nicht jede Woche vorbeikommen zu dürfen. .
In unserem Fall war ich recht dankbar, dass man sich den ganzen Tag Zeit genommen hat, da sich nicht jede allergische Reaktion in 10 Minuten zeigt. Das war quasi der Allergietest für die ganze Familie Stufe eins. Bei einem "normalen" Hundekauf ist es sicher nicht nötig aber die Anschaffung eines Hundes mit bestehender Allergie ist ja doch ein Sonderfall.
Bei einer reinen Fahrtzeit von 9 Stunden hat der Kaffee gut getan.
Sicher hätten wir den Hund auch ohne Kaffee gekauft weil eben für uns auch der Rest gepasst hat und stimmig war.
Erwarten würd ich sowas auch nicht. Und das ist sicher auch nicht das entscheidende Kriterium. Aber es ist trotzdem schön, wenn der Züchter sich so intensiv mit seinen Welpenkäufern beschäftigt. Und es zeigt ja auch irgendwie das die Chemie stimmt.
Auch das mit den häufigen Besuchen ist sicher schön, aber nicht essentiell. Wobei so etwas ja auch den Vorteil hat, dass die Welpen sich an andere Menschen, Trubel, etc gewöhnen. Kommt natürlich auch auf die Dosierung an und wie das terminlich machbar ist.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Klara » Mi Jan 31, 2018 4:56 pm

ich habe das auch nur mit erwähnt, weil es einfach ins Gesamtbild passte. Es gab auch noch einige Absprachen was das Auftreten der Allergie nach einigen Wochen betraf und mehr. Wie gesagt - Allergiker buche ich mal unter Sonderfall und derjenige hat Glück, wenn er einen Züchter erwischt, der so in der Materie steckt und sich so kümmert wie unserer.
Wer mit dem Thema nichts zu tun hat, setzt seine Prioritäten an anderer Stelle.
Was für uns schön ist - auch jetzt einige Jahre später hat man noch einen kompetenten Ansprechpartner, egal ob es um Krankheiten, Läufigkeit, Erziehung oder Ernährung geht.
Das ist ein "Muss" sondern ein "Kann".
Dann drücke ich mal die Daumen für die Suche nach dem passenden Züchter nebst Traumhund.

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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rumo » Mi Jan 31, 2018 9:30 pm

@Klara
Natürlich, das mit der Allergie ist eine ganz andere Sache. Da ist es klasse, dass der Züchter euch die Möglichkeit gibt, das so richtig durchzutesten. Sowas sichert den Züchter ja auch ab, nicht, dass der Welpe am Ende doch zurück muss.
Es ist zumindest kein Standard, dass man den ganzen Tag da zusehen kann :)

Sowas wie dass Onkel und Tanten und Papi rumwuseln, finde ich etwas verklärt. Natürlich erzieht das Rudel mit, gut spezialisierte erwachsene Hunde legen da wichtige Grundsteine in Hinblick auf soziales Verhalten. Allerdings fände ich es eher befremdlich, wenn so viele Hunde miteinander verwandt wären. Ich möchte Genvielfalt und da gehört es dazu, dass mal teilweise sogar ans andere Ende des Kontinents fliegt, um den passenden Rüden decken zu lassen. Ein Schelm, der böses dabei denkt, wenn all die Hunde ganz eng miteinander verwandt sind oder zumeist nur der eigene Rüde bzw. die eigenen Rüden drauf dürfen...
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Pinch » Do Feb 01, 2018 2:21 pm

das alle Hunde eng miteinander verwandt sind, davon kann keine Rede sein, dass nur der eigene Rüde verwandt wird auch nicht und, wenn sind die Tiere nicht eng verwandt. Das kenne ich von den Dobermännern und darauf reagiere ich allergisch. Allein, weil ein Hund ein Rassehund ist, besteht schon ein faktischer COI von 10%plus COI in der Verpaarung. Gerade die Züchterin von Gisela ist eine der wenigen, die den COI auf ihrer Website angibt, sonst habe ich das bei keiner anderen Website einer GPZucht gesehen. Da sind einige Dobermannzüchter fortschrittlicher, nur liegt dort ein niedriger COI bei 17% , wegen der Inzuchtdepression dieser Rasse. Auf meine Nachfrage bei allen im organisierten VDH Pudelzuchtvereinen habe ich auf meine Frage nach COI/AVK erschütternde Antworten erhalten. Der nächste Grosspudelwurf in der Zucht wird eine outcrossverpaarung sein. Ich mache mich hier ein wenig zur Anwältin der Züchterin, ich denke, sie kann viel besser für sich selbst sprechen. Dass Vater und Tante dort vorhanden sind, finde ich nicht verklärend, sondern sehr gut, denn ein Rudel bilden verwandte Tiere und das ist jetzt kein Widerspruch zum oben gesagte.
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rumo » Do Feb 01, 2018 5:32 pm

Ich weiß ja gar nicht, von wem du sprichst und wen du verteidigst?
Ich persönlich erkläre doch nur meine Ansprüche an einen Züchter. Die müssen sich nicht in allen Punkten mit deinen Ansprüche decken :) Ist doch super, wenn du eine Person gefunden hast, wo du dich gut beraten und wohl fühlst ubd dich auch noch informiert hast und dir alles hast zeigen lassen. Das finde ich doch klasse und hab es früher selbst nicht so gemacht bzw. mir überhaupt Gedanken darum gemacht.

Ich persönlich (!) kann mir nicht vorstellen, dass man mehr als 7 oder 8 Hunde (um mal eine Zahl zu nennen, es können auch paar mehr oder weniger sein) angemessen pflegen, genug Zeit für Sologassi oder Einzelzeit für Förderung und Erziehung zu haben, einen mal mit ins Restaurant oder den Bus nehmen oder sogar sportlich führen kann. Dafür fehlt doch einfach die Zeit, selbst wenn man rund um die Uhr nichts anderes tut. Und dazu kommen ja noch 4-10 Welpen pro Wurf, bei gleichzeitigen Würfen rechne die nochmal drauf. In der Ausgangsfrage ging es ja um die Haltung der Zuchthunde. Da kann ich kaum glauben, dass bei mehr Hunden nicht eventuell einer mal hinten runter fällt.

Irgendwann beißt sich bei meiner Logik die Katze selbst in den Schwanz, weil ich Verkauf nach Zuchtende ja auch nicht befürworte, ein Züchter dann aber logischerweise irgendwann voll belegt ist. Und mit einem Wurf pro Jahr dreht man die Welt ja auch nicht weiter. Da gibt es einfach keine Musterlösung, sondern nur Präferenzen.

Bei Pudeln gibt es durchaus Verpaarungen um die 2% Inzucht auf 10 Generationen. Viele rechnen noch den Wycliffe mit ein.
Liebe Grüße
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Pinch » Do Feb 01, 2018 6:55 pm

"Sowas wie dass Onkel und Tanten und Papi rumwuseln, finde ich etwas verklärt. Natürlich erzieht das Rudel mit, gut spezialisierte erwachsene Hunde legen da wichtige Grundsteine in Hinblick auf soziales Verhalten. Allerdings fände ich es eher befremdlich, wenn so viele Hunde miteinander verwandt wären. Ich möchte Genvielfalt und da gehört es dazu, dass mal teilweise sogar ans andere Ende des Kontinents fliegt, um den passenden Rüden decken zu lassen. Ein Schelm, der böses dabei denkt, wenn all die Hunde ganz eng miteinander verwandt sind oder zumeist nur der eigene Rüde bzw. die eigenen Rüden drauf dürfen..."
dann hatte ich diese Passage wohl falsch verstanden :mrgreen: der niedrige COI beim Pudel über 10-12 Generationen ist u. a. ein Grund für die Entscheidung, sonst hätte es auch ein Weimaraner, Vizla oder wieder ein Dobermann werden können. Ich finde es genau wie du sehr wichtig sich eingehend mit Genetik und Epigenetik zu befassen, bevor man einen Welpen kauft.
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rumo » Do Feb 01, 2018 7:22 pm

Achso! Okay, jetzt bin ich bei dir. Sorry, wenn das so rüber kam.
Nein, aber ich kenne tatsächlich Leute, die 1 Rüden und 2-3 Hündinnen haben und eben nur den eigenen Rüden decken lassen (wie bei meinem Beispiel in meinem ersten Posting. 1 Rüde, 1. Hündin 3x belegt, über 30 Vollgeschwister insgesamt, 2. Hündin jetzt auch von demselben Rüden zum 2. Mal belegt, also auch nochmal ca 20 Vollgeschwister daraus und alle 50 sind ja zueinander entweder Voll- oder Halbgeschwister... Ein-, zweimal kann man da ja noch decken lassen und theoretisch genauso weitermachen. Welchen Sinn hat das?). Deswegen bin ich da prinzipiell erstmal vorsichtig, weil der geeignete Rüde zumeist nur selten in eigener Hand ist.
Wichtig ist doch die Begründung und ob diese für einen selbst einleuchtend ist. Oder dass man sich überhaupt Gedanken dazu macht und das einem auffällt :)

Es gibt ja auch ganz viele andere Argumente für oder gegen einen Welpen aus einer Zucht. Letztens war ich darüber im Gespräch mit jemandem, der sagte, ihm sei egal, wie die Welpen aufwachsen (solange alles unter normalen Umständen bleibt, also völlige Abschottung außen vor), er hole sich die Welpen möglichst früh und präge die so, wie er es für richtig halte.
Die andere Person meinte, sie würde niemals einen Welpen aus reiner Wohnungsaufzucht nehmen, die Hunde müssen viel draußen sein für die Abwehrkräfte. Das war dieser Person ganz wichtig, ich hab mir da noch nie Gedanken dazu gemacht.
Und wieder eine andere Person war ein Verfechter von "Puppyplan", dh diese Pläne, was ein Welpe wann können sollte und womit die Welpen schon unbedingt konfrontiert werden sollten, bevor sie überhaupt abgegeben werden sollten (also völlig konträr zu Person 1) :wink:
Liebe Grüße
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rohana » Do Feb 01, 2018 7:30 pm

'Puppyplan' - das hab ich ja noch nie gehört. Klingt so ein bisschen wie die Listen, die immer mal auftauchen, was Kinder wann können müssen und die die armen Eltern ganz wuschig machen können. Nur doof, dass Kinder wie Welpen sich selten an diese Listen halten sondern ihren eigenen Plan im Kopf haben :wink: .

Über die Sache mit den Abwehrkräften hätt ich mir früher auch keine Gedanken gemacht. Aber dann hatte jemand aus meinem Bekanntenkreis Welpen. Und als ich die besuchen ging musste ich mir die Hände mit Desinfektionsmittel waschen, musste schwören, dass ich frisch gewaschene Klamotten trug und musste solche Plastikschuhüberzieher anziehen. Da hab ich mich allerdings gefragt wie die Welpen Abwehrkräfte entwickeln sollen und ob das in dieser Form gut sein kann?? :n010:
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?m

Beitrag von Pinch » Fr Feb 02, 2018 7:29 am

Rumo, echt interessante Diskussion! Gut, dass unser Missverständnis aufgeklärt ist :mrgreen: die Situationen, die du aus der Zucht beschreibst, sind ,ich will es mal deutlich sagen, in meinen Augen verantwortungslos! Genau so ist beim Dobermann die Inzuchtdepression entstanden nur noch krasser durch Inzestverpaarung. Zur Zeit ist der blaue Labrador , also Delute Gendefekt auf eine Einkreuzung der Familie Kellogg eines Weimaraners, in Mode. Die Leute bezahlen irre Summen für ein unheilbar krankes Tier, und es lässt sich der Defekt eindeutig auf diese Verpaarung zurückführen. Ob Zwingerhunde gesünder sind? In den ersten Wochen sind die Welpen durch die maternalen Abwehrkörper geschützt, ich kann mir schon vorstellen, dass vor der fünften Woche ein zu hoher Eintrag durch Viren und Bakterien nicht gut ist. In dieser Zeit lässt die Mutter ja auch keinen Fremden an die Welpen, das hat schon seinen Sinn. Ich finde eine Hausaufzucht mit Zugang zum Gelände sinnvoll. Wären die Welpen bei dem Wetter immer im Freien, wäre es sicher nicht gut. Außerdem spielt die Rasse eine Rolle, Husky, Herdenschutz ist sicher noch einmal anders. Es ist eben nie schwarz weiß.
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von caramia » Fr Feb 02, 2018 8:54 am

Moin ihr Lieben , jetzt hab ich gleich mal eine Frage an dich Petra, ich glaube Sybille betrifft es auch ?!Alle anderen , die sich angesprochen fühlen, dürfen sich natülich auch zu Wort melden.
Ich lese hier ja fleißig mit und finde es äußerst spannend , denn was derzeit in der Hundezucht vorgeht ist mehr als erschreckend. Absolut nachvollziehbar ist ein geringer Inzuchtkoeffizient innerhalb einer Zucht .
Sind bei euch immer nur Rassehunde eingezogen , und warum ? Warum habt ihr euch gegen einen Mischling entschieden ? Soll jetzt nicht heißen , dass ich sie für gesünder halte ! Denn bei ihnen ist das Erbgut der Elterntiere ja auch entscheidend ?
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von caramia » Fr Feb 02, 2018 9:14 am

Petra, blaue Labradore , sprich Silberlabbis boomen hier bei mir .Die Leute wollen was Besonderes und zahlen viel Geld für solch Mischungen.Den meisten dieser Silberlinge sieht man den Weimaraner direkt an und auch ihr Verhalten hat nichts mit Retriever zun tun . Als ich mit meinem Großen die Begleithundeprüfung machte , nahm eine Frau mit blauem Weimaraner teil . Wie sie mir sagte , ist es eine spezielle Zucht aus den USA für den Hausgebrauch , also nicht für die Jagd , hat auch irgendwelche dubiosen Ami Papiere. Da sie ständig auf ihre Hündin angesprochen wird , plant sie mit ihr einen Wurf. Ganz ehrlich , es gibt Rassen , die braucht kein Mensch. Aber solange es Dumme gibt , wird sowas gezüchtet . Sorry , so ist es nunmal !
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Pinch » Fr Feb 02, 2018 11:27 am

Ich habe mich gegen einen Mischling entschieden, weil ich ein Kontrollfreak bin😂ich will keine Wundertüte. Das wär vielleicht anders, wenn Sie mir zufällig über den Weg liefe. Hybridhunde, Exoten (Blue Labbi, Dobermann) niemals nicht. In Amiland ist alles möglich positiv wie negativ, Dobermann ist dort noch kränker als hier und das will was heißen. Ich bin jetzt mal ganz böse. Hunde mit Defektgenen leben kürzer, da kann passend zur Handtasche 👜 ein neuer Trend her😡die Kurhaarweimaraner haben eine ähnlich enge Zuchtbasis wie der Dobi und die ich kenne sind sehr schwierig auch in Jägerhand. In Deutschland gibt es gute Hunde nur für Jäger. Wer kein Jäger ist, hat sie aus dubiosen Zuchten mit Phantasiepapieren. Ich könnte sofort einen DD haben, aber ich will Puuudel♥️
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Rohana » Fr Feb 02, 2018 11:52 am

caramia hat geschrieben:
Fr Feb 02, 2018 8:54 am

Sind bei euch immer nur Rassehunde eingezogen , und warum ?
Bei uns gab es vor Kaba nur Mischlinge, wobei die Setterhündinnen 'nur' Mixe von Setter x Setter waren.
caramia hat geschrieben:
Fr Feb 02, 2018 8:54 am

Warum habt ihr euch gegen einen Mischling entschieden ?
Ich hatte damals in Padge einen charakterlich sehr schwierigen Hund, dazu zwei Kinder. Ich wollte so sicher wie nur möglich sein, dass der zweite Hund nicht noch mehr Schwierigkeiten bringt. Also ein Hund mit guter Aufzucht, gut sozialisiert. Aus einer Rasse, wo die Wahrscheinlichkeit eines ausgeprägten Jagdtriebs deutlich geringer ist als bei den Settern. Ein Welpe, da ich den leichter mit Padge vergesellschaften konnte und sicher sein konnte, dass da vorher nichts in der Erziehung schief gegangen ist, von dem ich nicht weiß. Also viel die Wahl auf den Pudel. Und da hab ich zum passenden Zeitpunkt nur bei Züchtern Welpen gefunden. Daher wurde es ein Hund mit Papieren.
caramia hat geschrieben:
Fr Feb 02, 2018 8:54 am

Soll jetzt nicht heißen , dass ich sie für gesünder halte ! Denn bei ihnen ist das Erbgut der Elterntiere ja auch entscheidend ?
Natürlich ist auch da das Erbgut entscheidend. Wenn man da als Elterntiere Rassevertreter hat, die ähnliche Probleme mit sich rumtragen, ist der Mix nicht gesünder als das Rassetier. Kreuze zwei HD-anfällige Rassen - wieso sollten die Welpen gesünder sein? Und dann kann es noch sein, dass der Körperbau nicht so recht zusammenpasst und das Probleme macht. Es kann natürlich genauso gut vorteilhaft sein: die Rassen passen vom Körperbau, sind aber ansonsten so vielen Generationen getrennt, dass keinerlei Inzuchtprobleme entstehen. Dann hat man diese Gefahren natürlich umschifft.

Ein Unding finde auch ich diese Experimente mit Mischungen, die Defektgene in Rassen reinbringen, die davon bisher frei waren: Blue Labbi, Merlepudel, etc). Aber es gibt für solche Einkreuzungen auch positive Beispiele: Es gibt eine Linie in der Dalmatinerzucht, bei der ein Pointer eingekreuzt wurde. Dadurch wurde das Gen, das für den Defekt im Purinabbau und das gehäufte Auftreten von Nierensteinen verantwortlich ist, aus dieser Linie erfolgreich entfernt. Da verstehe ich nicht, warum das nicht auf breiterer Basis gemacht wird?
Liebe Grüße von
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Re: Wie war die "Haltung der Hunde" bei euren Züchtern?

Beitrag von Iska » Fr Feb 02, 2018 12:03 pm

caramia hat geschrieben:
Fr Feb 02, 2018 8:54 am
Moin ihr Lieben , jetzt hab ich gleich mal eine Frage an dich Petra, ich glaube Sybille betrifft es auch ?!Alle anderen , die sich angesprochen fühlen, dürfen sich natülich auch zu Wort melden.
Ich lese hier ja fleißig mit und finde es äußerst spannend , denn was derzeit in der Hundezucht vorgeht ist mehr als erschreckend. Absolut nachvollziehbar ist ein geringer Inzuchtkoeffizient innerhalb einer Zucht .
Sind bei euch immer nur Rassehunde eingezogen , und warum ? Warum habt ihr euch gegen einen Mischling entschieden ? Soll jetzt nicht heißen , dass ich sie für gesünder halte ! Denn bei ihnen ist das Erbgut der Elterntiere ja auch entscheidend ?
Das beantworte ich gern... aber es wird etwas länger...... Ich habe mir als ersten Hund keinen Hund aus dem TH vorstellen können.... das habe ich mir einfach nicht zugetraut.... :oops: Im Verwandten- und Bekanntenkreis hatten wir einen kleineren Schnauzer-Pudelmix, dann dessen Nachfolgerin eine Briardhündin (durch die ich überhaupt auf den Gedanken zu einem eigenen Hund kam) und einen Dobermannrüden. Der Briard war mir mit seinem langen Haar zu pflegeaufwändig, der Dobermann zu eigen...... es sollte ein größerer Hund sein, aber auch familienfreundlich.... ich wälzte die Hundebücher und belas mich.... mit dem Internt war es 1995 ja noch nicht so.... in die letzte Auswahl waren dann Riesenschnauzer und Airdale Terrier gekommen.... Der Riesenschnauzer war der, dessen Inserat mir zuerst auffiel und wo nach unseren Vorstellungen auch bei den Züchtern alles gleich gut passte.... alte Hunde waren vorhanden, Zeit für die Hunde.... alle Hunde freundlich.... auch, wenn wir ersteinmal "stramm standen", als die 5 Riesenschnauzerdamen uns bellend umkreisten.....:D die Welpen gefallen ja eh immer..... so kamen wir zum ersten Hund.... Im Nachinein kann man natürlich auch beim jungen Hund selber vieles falsch machen.... so ist es ja nicht.... mit Olli hatte ich wirklich Glück; auch meine "Fehler" nahm er mir nicht krumm.... :streichel: und wurde ein toller Hund - für mich noch immer the one and only. Paule war ja überhaupt nicht geplant.... Olli war da knapp 1,5 Jahre alt und ich hatte schon mal über einen Zweithund nachgedacht, aber wenn, dann eventuell über einen zweiten Riesenschnauzer....später....
Zu Paule kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde.... er war ein ausgesetztes Findelkind und sehr krank..... völlig abgemagert.... daß er eine Dogge war, machte es nicht einfacher, denn ich wollte nie eine haben.... *viel zu groß, wird nicht alt, sabbert.....* :oops: 8) Aber nun war Paule da und Olli war wie eine Mutter zu ihm.... er überließ ihm alles.... wir päppelten ihn auf und am zweiten Tag stand eigentlich schon fest, daß er hierbleiben wird.... Olli und Paule wurden ein Dreamteam. Mit Paule lernten wir jedoch auch alle möglichen und unmöglichen Hundekrankheiten kennen.... Olli hatte bis dahin mal einen Durchfall.... das war's. Paule war schon durch seine schlechte Jugend immer empfindlich und so ging es - trotz aller Mühen - leider sein kurzes Leben lang recht kränklich durch die Welt.... angefangen, daß die Hüfte kaputt war (jedoch durch einen Schlag o.ä.? wir wissen es ja nicht), wodurch die Hüfte herausrutschte und das auch wieder passieren konnte.... nach einer Museklschnitt-OP ging es ihm damit aber gut.... eine Milzdrehung hat er später auch überstanden.... am Ende kostete ihn die DCM das Leben....:( Dennoch lernten wir durch ihn das Wesen einer Dogge kennen.... Paule war vom Wesen ein Traum.... er ruhte in sich selbst und war wirklich ein ganz besonderer Hund.... Nach seinem Tod hat Olli ihn so sehr vermisst... wir wussten es damals leider auch nicht besser und hatten Olli nicht mehr an den toten Paule gelassen.... :(
Inzwischen war ich ja in Doggenkreisen angekommen und so sollte es doch nochmal eine Dogge werden.... nun aber eine "gesunde" mit langlebigen Ahnen und aus einer guten Zucht.... aber keine gelbe mehr.... zu sehr war gelb mit Paule verbunden..... schwarz war Olli schon.... gefleckt & gestromt sind nicht meine Farben.... also blau.... das übrigens nicht das "kranke Blau" bei den Doggen.
Aber auch da war ein passender Wurf nicht einfach zu finden.... erfahrene Züchter rieten uns dann zu dem Wurf in Iskas Zwinger. Niedriger Inzuchtkoeeffizient, alt gewordenen Ahnen, etwas Fremdblut mit gefleckt in den blauen Ahnen..... Auch dort entsprach es unseren Vorstellungen von Hundezucht... wieder war es eine familiäre Zucht.... es waren auch alte Hunde dort, mit den Hunden wurde Sport gemacht (nicht selbstverständlich bei Doggen). So kamen wir zu Iska.... sie war ganz anders als Paule... was einerseits schön, andererseits auch ein bißchen schade war.... Olli haben wir jedoch mit der *nervigen kleinen Schwester* weniger Freude gemacht als ich gehofft hatte.....
Als Olli dann 2005 gestorben war, stand fest, Iska bleibt Einzelhund... sie war ein Typ Kronprinzessin und leider hatten wir nach Ollis Milzdrehungs-OP (ja, uns hat das schon zwei Mal getroffen) eine böse Beißerei zwischen den Beiden.... so etwas wollte ich nie wieder erleben müssen. Daher stand fest: kein zweiter Hund zu Iska. Wir haben über die Jahre alle Vor- und Nachteile der Zweihundehaltung kennengelernt.
Auch hatte sich nach dem Kampfhundevorfall die Abneigung gegen Hunde hier sehr verstärkt.... da reichte ein großer Hund völlig..... würden wir mehr auf dem Lande leben, sähe es vielleicht anders aus....
Mit Iska hatten wir in Sachen Krankheiten - speziell für eine Dogge - wirklich Glück. Wäre Iska unsere einzige Dogge gewesen, hätte ich gefragt: was haben denn die Leute? Durch die Erfahrung mit der DCM von Paule wurde Iska bereits im ersten Lebensjahr das erste Mal beim CC-Kardiologen untersucht und seither jährlich.... ihr Herz war kerngesund und hätte wohl 15 werden können.... mit viereinhalb Jahren hatte sie eine Gebärmuttervereiterung und musste operiert werden. Mit ca. 8 Jahren ein Knieproblem, das wir mit Physio hinbekommen haben.... das sind aber m.M.n. Sachen, die einem mit jedem Hund passieren können... die Alterserscheinungen kamen und auch der Rücken..... das war es am Ende auch, was nicht mehr ging.... eine Dogge kann man schlecht durch's Leben tragen.... :( sie wurde 10 Jahre und 9 Monate.
Bevor sie so plötzlich starb, stand eigentlich fest: erstmal keinen eigenen Hund mehr..... mein Mann wollte ja schon seit Paules Tod keinen neuen Hund mehr.... etwas durchatmen.... vielleicht mal Urlaubsbetreung- oder Pflegestelle... wobei wir da ja schon mal "versagt" hatten....
Aber dann war ich es wieder, die ohne den Alltag mit Hund nicht "konnte".... als die anderen Hunde starben war es auch schrecklich... aber es war wenigstens noch ein Hund da... um den man sich kümmern musste und der seinen Ablauf brauchte. Nun war nichts mehr da.... der Hund nicht, was schlimm genug ist, aber auch noch der komplette normale Alltag weg.....
Es musste also wieder ein Hund her..... nun komme ich zur Beantwortung Deiner Frage... was für ein Hund... die Vernunft sagt: einen kleineren und leichteren..... Eventuell jetzt einen aus dem Tierschutz.... aber traue ich mir das inzwischen zu...? Und was steckt da drin? Welche Vorerfahrungen hat der Hund gemacht...? Kann ich das mit dem Umfeld hier gut hinkriegen? Inzwischen haben wir durch ein neues Wohngebiet noch viel mehr neue Nachbarn, die weniger hundefreundlich sind...:oops:
Da wäre doch - wenn schon - etwas helles und nettes ganz schön.... was "harmloses" nach der Dogge.... und vor allem etwas gesundes.... eine gesunde Rasse.... gibt's die? Die Tierärztin sagte: die Pudel, die bei ihr sind, kommen fast nur zum Impfen.... oder vielleicht doch ein Mix? sind die gesünder....? Hört man ja auch immer wieder.... aber - laut TA - sind die Krankheiten da ebenso verbreitet...
Bei Paule wussten wir ja nichts über die Ahnen, bei Iska schon und sie wurde relativ alt.... also sollte der Pudel auch VDH-Papiere haben.... ich blieb dann zufällig - und eigentlich ja viel zu früh - bei Fanis Wurf hängen...... geplant war das alles so nicht.... aber wo die *Liebe* hinfällt...
Es ist schwer, sich zu einer anderen Rasse zu entschließen, zu deren Linien und co man so gar nichts weiß..... :oops: Viele Webseiten sind so nichtssagend, veraltet und ohne jede Ahnentafel und Altersangaben...
......inzwischen wüsste ich zumindest wen ich fragen könnte, wenn mir ein Wurf gefällt.
Eine Garantie sind Papiere natürlich nicht, man kann immer Glück und Pech haben..... so wie wir es hier ja auch im Forum sehen..... aber man weiß zumindest ein bißchen, was drin steckt.
Dennoch möchte ich keine Vermehrer unterstützen.... ein Hund aus dem Tierschutz - wenn es passen würde - warum nicht.... aber es wäre leichter, wenn man ruhiger wohnt..... wir müssen hier gemeinsam durch die Stadt kommen... auch wenn es Randlage ist... damit will ich aber natürlich nicht sagen, daß man automatisch einen Problemhund bekommt aus dem Tierschutz.
Was später mal wird, kann ich jetzt aber auch noch nicht sagen......
viele Grüße
Sybille mit Frollein Fani Flausch
in lieber Erinnerung an Paulchen, Olli & Iska
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