Sie sagte, dass es erfolgreich ist. Ins Trinkwasser gibt sie die Globuli auch.
Angeblich bleiben auch die Mücken weg, wenn man was davon im Sommer in eine Schale Wasser auf den Tisch von Balkon und Terrasse gibt.
Habt Ihr das schon mal gehört ?
Beim googeln wurde das gefunden:
Ledum D200
Insektenstiche
Wellness-Gesundheitsstunde vom 22.7.2006
Ein Ausflug zum Heurigen oder die Abkühlung im Badeteich zur Dämmerungszeit kann durch Stechmücken zur Qual werden. Die von menschlicher Seite her produzierte Mischung aus Hautwärme, Schweiß, Milchsäure und Kohlendioxyd wirkt auf Stechmücken unwiderstehlich anziehend. Sie benötigen nicht nur großflächige Gewässer, sondern sie brüten auch in kleinsten Wasseransammlungen und lieben dunkle Farben.
Schon unsere Vorfahren nutzten ihre Erfahrungen mit intensiv riechenden Pflanzen, teilweise durch deren Verbrennung, zur Insektenabwehr. Die Römer verwendeten dazu Campher, Granatapfelschalen, Zimtrinden und Zypressen. Im 16. Jahrhundert kannte man Hanf, danach Knoblauchextrakt und Tomatensaft für diese Zwecke. Die Rohstoffe bildeten die Grundlage für die Isolierung und Erforschung von Ätherischen Ölen als Repellents.
Repellents sind insektenabwehrende Stoffe, die auf die ungeschützte Haut oder die Kleidung aufgetragen werden. Sie bilden durch Verdampfung über der Haut einen wenige Millimeter dicken Schutzmantel (Aura), der das Riechsystem der Angreifer stört und sie dadurch fernhält. Der behandelte Mensch wird nicht als Nahrungsquelle zur Blutmahlzeit erkannt. Im Gegensatz dazu sind Insektizide Wirkstoffe, die Insekten nach direktem Kontakt abtöten.
Anforderungen an ein Repellent:
Wirksamer Schutz der Haut vor Insekten für alle Altersgruppen.
Nachhaltige Wirkung über mehrere Stunden auch unter klimatisch widrigen Bedingungen.
Möglichst breites Wirkungsspektrum.
Maximale Hautverträglichkeit ohne giftige, Allergien auslösende oder sensibilisierende Eigenschaften, keine Hautpenetration.
Hohe chemische und thermische Stabilität, keine Zerstörung durch Sonnenlicht, hohe Schweißfestigkeit.
Hautpflegende Eigenschaften.
Frei von Duft- und Farbstoffen. Trotzdem von erträglichen Geruch.
Wirkungsmechanismen von Repellentie:
Der Anziehungsreiz auf das Insekt kann gehemmt werden.
Eine Abstoßungsreaktion kann erzeugt werden.
Das Blutsaugverhalten kann unterbunden werden.
Das Repellent kann beim Insekt Schmerzen auslösen und es dadurch in die Flucht schlagen.
Durch gleichzeitige Aktivierung verschiedener Rezeptoren geht der Anziehungsreiz verloren .
Repellent-Wirkung beeinflussende Faktoren
Umweltfaktoren
Temperatur, Tageszeit, Windgeschwindigkeit, Helligkeit, Luftfeuchtigkeit
Wirtsfaktoren
Ernährung, Transpirationsstärke, individuelle Empfindlichkeit, Bewegung, Aufnahmefähigkeit durch die Haut
Galenik
Verweildauer auf der Haut, Filmbildungsfähigkeit, Riechstoffeigenschaften, Konzentration, Art des Lösungsmittels
Exponiertes ArealHautdicke, Abschürfungen, Reiben/Scheuern auf dem behandelten Areal, Vaskularisationsgrad
Schutz vor dem Stich
Repellentien sind nicht gegen alle Insektenarten wirksam. Im Gegensatz zu Bremsen, Gelsen, Zecken, die es auf unser Blut abgesehen haben, stechen Wespen, Bienen und Hornissen nur zur Selbstverteidigung. Diese Insektenarten sind zwar nicht unempfindlich gegen Repellentien, dennoch kann es bei Fehlverhalten zum Stich kommen.
Insektenabwehr im Raum
Folgende Mischung aus 10 Ölen hat sich bewährt um Gelsen vom Wohnraum fernzuhalten:
Orangen-, Eukalyptus-, Lavandin-, Cedernholz-, Minz-, Rosmarin-, Cedernblätter-, Nelkenblätter-, Lemongras-, Patchouliöl in das Fenster hineingestellt, lässt ein Großteil der Stechmücken vor dem Fenster abdrehen. Der Effekt beruht auf Verdunstung bei Raumtemperatur ohne Strom. Der Geruch ist intensiv aber ungiftig. Ebenso kann man diese Ölflasche auf einen Tisch im Freien im Zentrum einer Gesellschaft aufstellen. Die Insektenplage wird dadurch drastisch gemildert.
Insektenabwehr auf der Haut
Ein Hautspray mit Citronellal und Kokosöl entspricht sämtlichen Anforderungen an ein Repellent. Schützt vor Stechmücken, Bremsen und Sandflöhen. Auch für Babys geeignet. (Ausgenommen bei Allergien gegen Ätherische Öle) Bis zu 8 Stunden wirksam mit guter Hautverträglichkeit und hervorragenden Pflegeeigenschaften. Wasser- und Schweißbeständig.
Vor allem in Malariagefährdetem Gebiet ist der Wirkstoff DEET Diethyltoluamid (50%) bewährt. Für Kinder ab dem 10. Lebensjahr geeignet. Die Wirkungsdauer gegen die Anophelesmücke ist auf 5 Stunden beschränkt. Anwendung gegen 17 Uhr und noch einmal um 22 Uhr. Schützt bis zu 2 Stunden vor Zecken. Kontakt mit Plastik (Uhren, Brillen) soll vermieden werden. DEET ist zwar ein sehr wirksames Stechmückenmittel, doch in hoher Konzentration hat es den Nachteil einer nicht unbeträchtlichen Toxizität.
Icaridin ist toxikologisch unbedenklich, sehr gut hautverträglich und für Kinder ab dem 2. Lebensjahr geeignet. Ist nicht plastiklöslich wie DEET hat aber nicht seine Breitenwirkung.
Das Insekt-Repellent 3535 zeichnet sich durch sehr geringe Giftigkeit und hohe Wirksamkeit gegen Stechmücken (Anopheles- und Aedesmücke), Bremsen (Tabanidae), Ameisenarten (Formicoide), Glossinae (Tsetsefliege) und bestimmte Spinnentiere aus. Außerdem ist dieser Spray mit Bisabolol, einem Kamillenwirkstoff und Dexpanthenol, einem Provitamin der B-Gruppe zur Hautpflege, angereichert. Wirkungsdauer bis zu 8 Stunden. Für Kinder ab 1 Jahr geeignet.
Insektenabwehr von der Kleidung
Die Kleidung wird mit einer 4%-igen Permethrinlösung besprüht und hält 2 Monate lang an. Permethrin ist ein Kontaktinsektizid. Vor dem Waschen der Faser löst es beim Insekt Bewusstlosigkeit aus. Nach dem Waschen hat es einen 100%-igen Abwehreffekt. Baumwollkleidung kann man 4 mal waschen. Synthetische Fasern 2 mal. Die Imprägnierung riecht nicht, färbt nicht und ist für alle Fasern unbedenklich. Für Kinderkleidung ab dem 3.Lebensjahr geeignet.
Mit derselben Lösung, jetzt nicht versprüht sondern in einem halben Liter Wasser gelöst, kann man ein Netz tränken um 3 Monate lang Mücken abzuhalten. Die kombinierte Anwendung von Repellent und imprägnierter Kleidung reduziert die Anzahl der Mückenstiche auf annähernd Null. Sonnenschutz reduziert die Wirkungsdauer eines Repellents um 30%
Nach dem Stich
Schulmedizinisch werden diverse Antihistaminika-hältige Salben oder Gele aufgetragen.
Eine sehr gute fertige Mischung besteht aus 5 natürlichen Komponenten: Ringelblume und Eisenkraut wirken entzündungshemmend. Brennnessel wirkt durchblutungsfördernd. Apis hilft gegen Brennen und Jucken. Sumpfpforst schützt vor weiteren Insektenstichen. Diese Lösung wird punktgenau auf die Quaddel aufgetragen. Sie nimmt rasch den Juckreiz und die Schwellung. Die Form eines Roll-On mit einer Metallkugel erlaubt eine hygienische Anwendung auch für mehrere Personen.
Anders sind großflächige, harte Schwellungen etwa durch Wespenstiche zu behandeln: So rasch wie möglich 4 Anthogenol- (OPC-) zu je 50 Milligramm schlucken. Kleinkinder nur 2 Kapseln. Mindestens 3 Tage. Wirken sehr gut abschwellend und antiallergisch. Äußerlich abwechselnd Blutegelgel und Aloegel mehrmals täglich einmassieren.
Eine Erste Hilfe-Maßnahme ist eine handliche Minisaugpumpe, die unmittelbar nach dem Stich durch Unterdruck das Insektengift aus der Wunde saugt. Vor allem bei Wespen-, Bienen- und Hornissenstichen geeignet.
Schüßler Salze:
Die Nrn. 2, 4 und 8 innerlich und äußerlich als Brei aufgelegt. Die Nr.2 zur Verarbeitung des eingedrungenen, artfremden Eiweiß.
Homöopathie bei Insektenstichen:
Apis D30 stündlich 5 Globuli bei Bienen- oder Wespenstichen oder einmalig Apis D200. Ledum D3 ebenfalls stündlich, wenn Apis versagt. Ledum D200 zum Schutz vor Stichen. Staphisagria D12 einmalig morgens 5 Globuli zur Stichvorbeugung. Staphisagria verändert menschliches Blut hin zur Ungenießbarkeit für den Insektengeschmack.
Lachesis D12 wenn die Haut nach Zecken- und anderen -stichen dunkelrot geschwollen ist. 2 mal täglich 5 Globuli.
Acidum carbolicum D12 nach einer Blutvergiftung durch die Kriebelmücke. Sie ist von Fliegenähnlicher Gestalt, aber kleiner als unsere Hausfliege. Ihr Speichel ist giftig, sodass die Einstichstelle rasch eitert und die umliegenden Blutgefäße sich rasch entzünden. An der Einstichstelle entsteht ein juckendes Bläschen, das nach dem Kratzen fürchterlich brennt.
Biozidverdampfer (Gelsenstecker)
Sie sollen Mücken in der Raumluft töten. Allerdings wirken sie auch belastend vor allem für empfindliche Personen wie Allergiker, Asthmatiker, Säuglinge und Schwangere. Manche dieser Plättchen enthalten den Wirkstoff Allethrin, der Bronchialasthma auslösen kann und in Österreich verboten ist.
Solche Geräte sollen nicht in Kopfnähe und nur in Notfällen eingesetzt werden. In Seenähe oder in Gegenden, in denen Stechmücken schwere Krankheiten wie Malaria übertragen können, haben sie ihre Bedeutung.
Vorsicht bei Beurteilungen durch Tests von Zeitschriften
Jede Zeitschrift hat ihre Interessen und eigenen Beurteilungskriterien. Die eine Zeitung bewertet die Inhaltsstoffe und die Verpackung während die andere ausschließlich die tatsächliche Wirkung überprüft. Dadurch beurteilen zwei Zeitungen ein und dasselbe Produkt als sehr gut und mangelhaft.
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Allgemeine Abwehrmaßnahmen
Fenstergaze vor den Fenstern anbringen.
Synthetikgaze ist strapazierfähiger als feuchtigkeitsempfindliche Baumwollnetze.
Moskitonetze über dem Bett.
Eine Maschenweite von 2 Millimetern ist bei uns ausreichend.
Brutstätten beseitigen.
Auch die Regentonne mit Gaze überdecken.
Im Freien feste, weite Kleidung sowie einen Hut mit Moskitonetz tragen.
Die unbekleidete Haut mit einem guten Repellent einreiben. Besonders am Übergang zwischen Haut und Kleidung. Auch die Kleidung imprägnieren.
Helle Kleidung tragen.
Repellents von zu Hause mitnehmen. Produkte aus anderen Ländern enthalten oft gefährliche Wirkstoffe in zu hohen Konzentrationen.
Fliegenklatsche in Reichweite.
Mag. pharm. Bertram Spacek, Apotheker in Litschau

