Schilddrüsenprofil

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ditte
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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von ditte » Mi Feb 14, 2018 8:26 pm

Waren gestern bei Dr. Bucksch, hatte ihm die Sonographie-Bilder und die Diagnose des Kieler TA bereits vorher geschickt. Er hat alles mit seiner Kollegin (Expertin für Inneres, Sonographie) besprochen. Sein Ergebnis: Kein Verdacht auf ISD und auf keinen Fall Verdacht auf MA. Wir haben lange gesprochen und haben nun einen Plan der weiteren Untersuchungen bei ihm aufgestellt. Sofortige Absetzung des Metrobactin und der Fütterung mit Hills z/d, da danach Beschwerden auftauchten, die Sascha vorher nicht hatte (Juckreiz am After, weicher Kot), daher Hinweis auf allergische Reaktion. Blutbild mit diversen speziellen Werten nach dem Abbau des ABs, also erst Ende Februar, vorher kein unverfälschtes Bild möglich. Besonderer Augennmerk auf diverse Schilddrüsenwerte. Dann wird ihm ein Hormonchip gesetzt (1/2 Jahr), um vermutete Auswirkungen des Testosterons auf die Schilddrüse zu prüfen. D.h. nach ca 4 Monaten noch einmal Blutwerte nehmen und mit den Werten vor dem Chip vergleichen. Die Vermutung, dass das Hormon die Schilddrüse beeinflusst und auch einige Darmstörungen auslöst, wird auch durch das Auftreten der Beschwerden zur Hauptläufigkeitszeiten verstärkt. Wir finden diesen Weg sehr schlüssig. Einen ACTH - Test, den ich ansprach, hat Dr. Bucksch für momentan nicht angebracht gehalten, da das gespritzte Medikament ein Blutbild verfälschen würde und er MA für unwahrscheinlich hält, er hat sogar die Symptomatik mit einer Schweizer Kollegin durchgesprochen, die sich mit MA und Cushing auskennt.
Sascha geht seit 2 Tagen wieder besser, dh er frisst und tobt und macht Blödsinn. Nur der Juckreiz ist noch da, aber da wir das Hills seit gestern nicht mehr geben, müsste es jetzt langsam verschwinden. Wir bauen jetzt seine Darmflora auf und sind erst einmal etwas ruhiger.


Ditte

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Andy
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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von Andy » Mi Feb 14, 2018 8:40 pm

Dann drücke ich dir die Daumen, dass nun ein Weg bzw. eine richtige Diagnose gefunden wird. :streichel:
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von Hauptstadtpudel » Do Mär 01, 2018 8:07 pm

Und wie geht es Sascha inzwischen?
Was macht der Juckreiz?
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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ditte
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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von ditte » Fr Mär 02, 2018 1:12 pm

Nach Absetzen des Trofu Hill z/d und des ABs dauerte es keine 2 Tage und der Juckreiz war deutlich geringer. Wir füttern jetzt wieder unser bewährtes Wild und werden nächste Woche Blut abnehmen lassen, Dr Bucksch hatte einige spezielle Werte angesprochen. Evtl werden wir noch ein Darmflora-profil erstellen lassen, da nach Bioresonanz der THP seine Darmflora dringend eines Aufbaus bedarf. Nach ihrer aktuellen Analyse ist Sascha allergisch auf Rind, Huhn, Gans, Lamm, Pferd, Pute, Schwein, Buchweizen, Dinkel, Gerste, Weizen, Soja, Erbsen, Milchprodukte sowohl vom Rind als auch Schaf, Ziege, Stute und gegen Flöhe. Nach ihrer Auswertung ist unser Kleiner sehr Testosteron-gesteuert, das merken wir ja selbst dauernd. Also auffällig sind nach ihrer Analyse seine Hormone, seine Schilddrüse und sein Darm.
Jetzt werden wir einmal die Werte des Blutbild abwarten und das weitere Vorgehen sind Dr. Bucksch absprechen.
Viel Spaß noch auf Sylt, Katja!

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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von ditte » Fr Mär 02, 2018 2:06 pm

Ach ja, gegen Futtermilben ist er auch allergisch, da hilft auch kein Einfrieren, da zwar dadurch die Milben abgetötet werden, die "Leichen" jedoch bleiben im Futter.
Also Trofu eher nicht geeignet - genau wir es beobachtet haben.

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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von Gero » Fr Apr 20, 2018 3:58 am

Guten Morgen Ditte!

Ich habe deinen Bericht hier eben erst gesehen.

Er erinnert mich grad sehr an Geros Probleme (hast du mir ja schon mehrfach geschrieben, ich weiß).

Wir waren gestern zur erneuten Blutabnahme zur TÄ (habe noch kein Ergebnis, kommt wohl heute) diesmal werden ALLE Schilddrüsenwerte untersucht - zusätzlich zum normalen Blutbild.

Unsere TÄ meint der Test auf MA sei unnötig - er hätte keine Anzeichen für die Erkrankung. Sie meinte gestern Geros derzeitige Probleme seien nach ihrer Meinung eher auf den starken Stress zurückzuführen den er sich selber wegen der heißen Weiber macht.

Er ist nämlich seit einer Woche schon wieder im Weiberstress und zeigte auch schon wieder mehrfach Bauchschmerzen an. Sie rät zur Kastration damit Gero zur Ruhe kommt und die Entzündungen abklingen können.

Ich hab jetzt grad nicht im Kopf ob Sascha zwischenzeitlich kastriert wurde - wurde er? Und wenn ja, wie geht es ihm damit?

ditte
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Re: Schilddrüsenprofil

Beitrag von ditte » Fr Apr 20, 2018 7:48 am

Sascha ist noch nicht kastriert, wir sind noch unentschlossen. Er hatte vor ca 3 Jahren einen Hormonchip, in dem halben Jahr war er sehr ruhig und eher unsicherer in Bezug auf andere Hunde. Sascha war so eine Schlaftablette, dass wir gesagt haben, wir lassen ihn nicht kastrieren. Jetzt war er Anfang des Jahres wieder sehr hormonell angespannt, fraß nicht, war unruhig, hatte Bauchschmerzen usw. Er hat innerhalb von 2 Monaten von 9,8 kg auf 9,2 kg abgenommen.
Da er aber anscheinend in eine Schilddrüsenunterfunktion steuert, haben wir beschlossen, durch eine Kastration nicht zusätzlich die Schilddrüse zu beeinflussen. Wenn wir wissen (nach weiteren Blutbildern in verschiedenen Abständen) wie die Schilddrüse weiter arbeitet, wir dann evtl eine Behandlung mit Forthyron anfangen und er letztendlich gut eingestellt ist (dauert auch 4 bis 8 Wochen), werden wir ihn hinsichtlich seiner hormonellen Erregbarkeit beobachten und dann erneut über eine Kastration nachdenken. Also erst eine Baustelle abarbeiten, bevor an einer anderen Baustelle gearbeitet wird - insbesondere wenn ein Zusammenhang zwischen Schilddrüse und Testosteron besteht.
Wir werden Schilddrüsenprofile von Januar, März, Juli und September miteinander vergleichen, so dass Zeiten mit Stress durch läufige Hündinnen und normale Zeiten verglichen werden können. Vielleicht erkennt man, wie gross der Einfluss auf die Schilddrüsenwerte ist. Und mit der Gabe von Forthyron sind wir vorsichtig, da, wenn es erst einmal verabreicht wurde, die Schilddrüse ihre Hormonproduktion einstellt und man in der Regel vom Forthyron nicht wieder weg kommt. Also ist es nach Aussage unserer TÄrzte besser, erst einmal eine genaue Diagnose zu haben. Ich habe mich auch zusätzlich in dieser Sache von einer TÄ, die spezialisiert auf Schilddrüsenprobleme und deren Einfluss auf das Verhalten ist, beraten lassen. Nach Senden der Blutwerte haben wir ein Beratungstelefonat geführt. So habe ich jetzt 2 Meinungen von TÄ, die sich mit der Behandlung und Diagnose von SU auskennen, was leider sehr viele TÄ nicht haben.
Ich bin mittlerweile in einer Facebook-Gruppe, die sich mit Schilddrüsen Unterfunktion bei Hunden beschäftigt.

Ditte

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