Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

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pudelig
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Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von pudelig » Mo Okt 02, 2017 7:05 pm

Inzwischen habe ich Blut abnehmen lassen bei Micky. Und nun lese ich im Netz und finde das alles sehr schwierig.
TSH und T4 ist im Normbereich. T3 ist leicht drunter. Nun Vorschlag der TÄ, es mit Tabletten zu versuchen und 14 Tage abwarten, ob es besser wird mit dem Juckreiz.
Eosinophile sind leicht erhöht, was ja wieder auf eine Allergie hinweisen kann.

Schritt 1 soll Hypothyreosebehandlung sein und wenn das nix bringt wäre Schritt 2 nach Allergien suchen.

Ich erwarte gleich den Anruf der THP, die ich auch noch mit im Boot habe.

Habt jemand Erfahrungen mit SDU?
Viele Grüße
von ilo mit Kleinpudel Micky *02.01.2015 & Zwerg Schlomo *19.03.2018 sowie
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Andy
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von Andy » Mo Okt 02, 2017 7:28 pm

Um die SD zu beurteilen müssen aber mehr Werte bestimmt werden: T3, T4, freies T3 und freies T4 und das TSH.
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von ditte » Mo Okt 02, 2017 9:09 pm

Unser Sascha ist auch ein Hund, der seit langem unter Juckreiz leidet ( Pfotenknabbern), von diversen Tierärzten und Tierheilpraktikern auf Allergie behandelt wird (Ausschlussdiäten). Seine Blutuntersuchung im Juli ergab einen T 4 -Wert von 1.1, der lt. 1.TA im Normbereich, der von 1.0 bis 4.0 reicht, liegt. Jetzt waren wir beim Tierdermatologen, der den Wert für einen knapp 5jährigen Hund für sehr niedrig hält. Er hat geraten, Sascha in 2-3 Monaten noch einmal testen lassen. Sollte der Wert wieder so niedrig sein, könnte eine Behandlung erforderlich sein. Er hatte noch einen 2. Wert genannt, den TSH, der mit 0.16 lt. 1. TA auch im Normbereich lag (kleiner als 0,5).
Wir haben allerdings jetzt im Nachhinein einige Symptome an Sascha festgestellt, die auf eine Unterfunktion deuten können (erhöhtes Schlafbedürfnis, weniger Bewegungsfreude, schnelle Ermüdbarkeit bei Wärme...). Wir werden Ende des Jahres eine Blutuntersuchung mit besonderem Augenmerk Schilddrüse machen lassen.

Ditte

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pudelig
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von pudelig » Mo Okt 02, 2017 10:30 pm

Ob freies T3 und T4 auch abgenommen wurde weiß ich gar nicht... Ich lasse mir am Mittwoch das gesamte Labor faxen. Das will THP auch sehen. Dann sehen wir weiter.

TÄ hatte Micky mit beiden Händen an den Seiten gekratzt, um zu sehen, ob er dann auch mit kratzt. Hat sie recht lange gemacht. Er hat darauf nicht reagiert. Sie meinte, dann scheint der Juckreiz auch nicht stark zu sein :n010:

Auf alle Fälle hatten wir auch mit Futter rumprobiert. THP hatte geraten, Rind mal ganz wegzulassen. Habe ich gemacht. Nach der Blutentnahme habe ich ihm dann Pansen gegeben - und er hat sich tatsächlich 2 Tage gekratzt wie jeck. Nun will ich mal konsequent 8 Wochen auf Rind verzichten. Ich denke, dass sollte ich machen, ohne weitere andere Maßnahmen. Sonst kann man ja nicht sehen, was dann ggf. eine Veränderung gebracht hat.
Viele Grüße
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von Gero » Di Okt 03, 2017 4:41 am

Wir waren ja gerade bei einer Tä zur Bioresonanz.
Die Frau hat mittels dieser Analyse feststellen können dass Gero keine Allergie gegen Futtermittel hat - wir waren ja die ganze Zeit wegen Weizen unsicher. Da wurden alle möglichen Fleischsorten und sonstige Futtermittel getestet.

Dazu hat sie nur einige Tropfen Blut entnommen. Dauerte nur ne halbe Stunde die Analyse.

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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von pudelig » Di Okt 03, 2017 10:01 am

Bioresonanz hatten wir schon vor 1 Jahr bei anderer THP. Da kam nix raus.
Viele Grüße
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von Paula99 » Di Okt 03, 2017 3:15 pm

Hallo, ich habe 2 SDU-Hunde und habe mich sehr, sehr, sehr damit beschäftigt. Zunächst einmal hat Andi natürlich Recht - die von ihr genannten Werte brauchst Du unbedingt. Zudem muss man das gesamte Bild "lesen", nicht die einzelnen Werte. TSH z.B. ist sehr flüchtig, etc.... - man muss sich das gesamte Bild anschauen. Dazu zudem ein geriatrisches Blutbild machen lassen und auf jeden Fall Eisen, Selen und Zink bestimmen lassen zusätzlich - das hängt mit den komplizierten Stoffwechselprozessen zusammen.
Lass Dir am besten die Werte alle geben, ist "im Referenzbereich" heißt erst mal gar nichts - schon gar nicht pauschal. Viele TA können leider das SDU selbst nicht ausreichend - ist kein Vorwurf, ist mega komplett der ganze Prozess.

Anosnsten kann Juckreiz natürlich unendlich viele Ursachen haben... eine SDU ist nur ein Ansatz und Juckreiz ist kein Primärsymptom. Somit kann Pudelchen evtl. SDU haben und sich trotz gabe von Hormonen jucken... kann, nicht muss.

Darüber hinaus zeigen 14 Tage Gabe von Thyroxin noch nicht aus, um eine Aussage treffen zu können. Man sollte das schon wirklich auf Basis der Blutwerte entscheiden. Es gibt Fälle, in denen das Blutbild als Aussage nicht reicht, aber eher selten. Wenn man Thyroxin gibt, schleicht man das ganz langsam ein: 5mg/ kg Körpergewicht... und erhöht in kleinen Schritten, bis man auf der errechneten Dosis ankommt. Das kommt noch hinzu! Es ist absolut kontra-produktiv, gleich eine Enddosis zu geben!!! Man kann sagen, das "einstellen" der SDU dauert ca. 6 Monate.

Wenn Du magst stell gerne alle Werte hier ein oder schick mir eine PN.
Es sei gesagt: Meine Empfehlung ist ohne Gewähr. Ich kann nur sagen, ich habe mich intensiv damit beschäftigt und wenn ich meine Mädchen angucke, scheinen meine Entscheidungen wohl korrekt zu sein.... :)

Liebe Grüße, Paula99
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von pudelig » Di Okt 03, 2017 3:34 pm

Hallo Paula,
danke für dein Angebot. Ich komme drauf zurück! Ich bin froh, dass die THP, die ich mit einbezogen haben, als Steckenpferd SDU hat. Sie ist auch HT und ich fand ihren ersten Hausbesuch gut! Gleich einige gute Hinweise bekommen.
Ja, ein großes Thema, die SD. Ich bin inzwischen auch sehr zurückhaltend mit diesem "Versuchsballon". Bin gespannt , was die THP zu den Werten sagen wird.
Viele Grüße
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von Paula99 » Di Okt 03, 2017 3:58 pm

ah, das ist wunderbar, wenn die THP das als Steckenpferd hat - super! :) Ich drücke Euch die Daumen für alles, was ansteht!
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von pudelig » Fr Okt 06, 2017 4:22 pm

Morgen fangen wir mit 1/4 Tbl. L-Thyroxin 20 an. Bin gespannt. Das ist die Empfehlung der THP. Die TÄ wollte mit einer 200er Tbl. einsteigen :shock:
Wie verschieden da doch das rangehen ist!
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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von Isi » So Okt 08, 2017 8:47 am

Das sind unterschiedliche Philosophien, ob man die SDU-Medis einschleicht oder gleich hoch einsteigt und dann abbaut. Bei beiden Vorgehensweisen geht es darum, die richtige Dosis zu finden, die minimal wirksamste.

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Re: Schilddrüsenunterfunktion?? Juckreiz

Beitrag von impala » Mi Mai 02, 2018 3:14 pm

hallo, ich habe hashimoto, (immunsystem zerstört die schilddrüse) das heißt komplett keine schilddrüse mehr und musste mich deshalb intensiv mit dem thama beschäftigen, vllt kann ich da beitragen.
beim menschen dauert die einstellung wie viel l-thyroxin nötig ist, locker ein jahr, wobei ca. alle drei monate über das blut die werte kontrolliert werden müssen. mit 2 wochen thyroxin kann da nichts besser werden. der körper muss das thyroxin auch erst umwandeln, wozu er selen braucht. d.h. wenn die hauptwerte ok sind und nur einige werte unter dem normbreich liegen, könnte es auch an zu wenig selen liegen.
juckreiz hatte ich auch, aber nicht enorm, und die anderen sympthome waren viel stärker, schlafen, totale ermüdung, depressionen und frieren wie blöd...
mich wundert schon warum menschliche schilddrüsenerkrankungen dermaßen zunehmen und dass das bei hunden vorkommt war mir komplett neu, aber ic es wird vermuetet dass es mit der zwangsjodierung in deutschland zu tun hat, da die rate vorallem in deutschland höher ist, als in anderen ländern, die alle keine zwangsjodierung vornehmen, (zwangsjodierung meint dass hauptsächlich dem salz jod zugesetzt wird und bei verarbeiteten lebensmitteln jodsalz verwendet wird) meine meinung: zu viel jod kann zu schilddrüsen problemen führen, vererbung hat aber auch damit zu tun, da es meist familienhäufungen gibt.
ich bin bei einer spezialistin die mich einstellt.
ich kann mir kaum vorstellen, dass ein wald und wiesen tierarzt das so intensiv beherrscht, da mal bisschen rumprobieren geht gar nicht. das beeinflusst den kompletten stoffwechsel, da kann man ganz viel falsch machen und der leidesdruck ist enorm, sicher auch beim hund.
die schilddrüse mit ultraschall anzuschauen, wäre wichtig, denn das sieht man auch, falls was nicht in ordnung ist. vllt kann man das alles nicht eins zu eins auf hunde übertragen, aber diese 2 wochen thyroxin gabe, die in diesem tread hier stand, und mehr geben und dann mal schauen, ist grenzwertig. wenn man zuviel gibt, gehen die sympthome in die überfunktion und das ist auch gruselig. langsam einschleichen!!! und immer weiter werte kontrollieren, ist auf jeden fall angesagt.

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