Morbus Addison

Erfahrungsaustausch bei Krankheiten.
Benutzeravatar
Pinch
Supernase
Beiträge: 3874
Registriert: Sa Okt 24, 2015 2:28 pm
Wohnort: Bad Zwischenahn

Re: Morbus Addison

Beitrag von Pinch »

Die OFA in Columbia, Missouri erhebt bei den Tierärzten seit 1974 Daten über verschiedenste Krankheiten (Herzerkrankungen, angeborene Taubheit, Ellbogengelenkdysplasie, Hüftdisplasie, Legg-Perthes-Calve, Patellaluxation, Sebadenitis, Schulter OCD und Schilddrüsenprobleme). Die neueste Statistik vom Dezember 2016 (Zahlen in Klammern zeigen den Wert per Dezember 2015) zeigt für die Rasse des Pudels folgende Resultate:



Krankheit Rang aller Rassen Gemeldete Pudel % krankhaft % Normalbefund % Träger % zweifelhaft
Angeborene Taubheit ----- 7 (6) 0,00% (0,00%) 100,00% (100,00%) 0,00% 0,00%
Herzerkrankungen 75 (67) 3'112 (2'585) 0,10% (0,20%) 99,50% (99,50%) 0,00% 0,40%
Degenerative Myelopathie 39 (35) 1'161 (937) 0,50% (0,50%) 89,90 (89,50%) 9,60% 0,00%
Ellbogengelenksdysplasie 78 (74) 3'253 (2'809) 2,90% (2,80%) 96,90 (97,00%) 0,00% 0,20%
Andere Augenkrankheiten 104 (85) 3'687 (2'664) 1,00% (1,10%) 99,00% (98,90%) 0,00% 0,00%
Hüftdysplasie 94 (92) 27'040 (25'907) 12,00% (12,10%) 86,70% (86,60%) 0,00% 1,30%
Legg-Calve_Perthes 6 (6) 1'138 (1'032) 0,40% (0,50%) 99,60% (99,50%) 0,00% 0,00%
Neonatale Encephalopathie 1 (1) 1'131 (971) 0,00% (0,00%) 90,70% (90,80%) 9,30% 0,00%
Patellaluxation 43 (42) 3'466 (2'998) 3,40% (3,60%) 96,60% (96,40%) 0,00% 0,00%
Linsensubluxation ----- 1 (1) 0,00% (0,00%) 100,00% (100,00%) 0,00% 0,00%
Progressive Retina-Atrophie 8 (8) 1'286 (1'139) 0,50% (0,50%) 90,00% (88,90%) 9,60% 0,00%
RCD4 Progressive Retina-Atrophie 5 (--) 73 (37) 0,00% (0,00%) 91,80% (89,20%) 8,20% 0,00%
Sebadenitis 1 (1) 5'883 (5'675) 2,90% (2,80%) 89,90% (89,90%) 0,00% 7,20%
OCD der Schulter ---- 41 (39) 0.00% (0.00%) 100.00% (100.00%) 0,00% 0,00%
Schilddrüsenkrankheiten 84 (81) 4'243 (3'857) 1,90% (2,00%) 88,90% (88,40%) 0,00% 9,10%
Von Willebrands 6 (5) 1'671 (1'453) 0,10% (0,10%) 96,30% (96,30%) 3,60% 0,00%
Wenn man sich Tabelle ansieht, dann Kann man doch noch davon sprechen, dass der Pudel eine relativ gesunde Rasse ist. MA ist gar nicht ausgewertet worden, warum ist nicht klar. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen, Mops, Schäferhund, Dobermann, Englische und französische Bulldogge, Doggen, Irischer Wolfshund, da finden sich Krankheitsraten bis zu 70%! und das bei verschiedenen Erkrankungen bei ein und demselben Hund z. B. Spondylose und DCM und BSD... usw. es gibt die Krankheit, aber im Gegensatz zu anderen Zuchtvereinen wird damit relativ offen umgegangen, was wohl auch damit zusammenhängt, dass es kein Todesesurteil ist, und die Hunde haben noch immer eine hohe durchschnittliche Lebenserwartung. Insofern stimme ich Resi zu.
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit GPH Gisela 12/17🌺Platon, Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

Rumo
Zwerg-Nase
Beiträge: 570
Registriert: Mi Aug 26, 2015 7:03 am

Re: Morbus Addison

Beitrag von Rumo »

Sorry, kannst du nochmal bitte erklären, wie man diese Tabelle lesen muss?
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

Benutzeravatar
Hauptstadtpudel
Mega-Super-Nase
Beiträge: 13637
Registriert: So Jun 19, 2011 5:23 pm
Wohnort: Berlin, Großpudel Bolle 06/12 - 07/20
Kontaktdaten:

Re: Morbus Addison

Beitrag von Hauptstadtpudel »

Ich glaube, das könnte die erwähnte Statistik sein:

https://www.ofa.org/diseases/breed-statistics#detail

Da sieht es etwas übersichtlicher aus.
Erst "by Breed",
dann "Non-Sporting"
und dann "poodle" wählen.

Dann erscheint die Tabelle, wenn man nach unten scrollt, kann man sie sich als PDF Datei downloaden.

Leider sind wohl alle Pudel zusammengefasst.
Liebe Grüße von Katja mit Bolle im Herzen

Rumo
Zwerg-Nase
Beiträge: 570
Registriert: Mi Aug 26, 2015 7:03 am

Re: Morbus Addison

Beitrag von Rumo »

Ah super, Dankeschön!
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

Benutzeravatar
Pinch
Supernase
Beiträge: 3874
Registriert: Sa Okt 24, 2015 2:28 pm
Wohnort: Bad Zwischenahn

Re: Morbus Addison

Beitrag von Pinch »

Ich habe noch eine Angabe zur Prävalenz gefunden. Allerdings steht dort nicht, welches Jahr, welche Studien usw.

Die DCM Prävalenz beim Dobermann liegt bei 62%, nur zum Vergleich.
Die Prävalenz des Hypoadrenokortizismus beim Hund wird zwischen 0.06% und 0.28% geschätzt. Eine Prädisposition besteht bei folgenden Rassen: Pudel, Portugiesischer Wasserhund, Nova Scotia Duck Tolling Retriever und Bearded Collie. Der Morbus Addison tritt vorwiegend bei jungen bis mittelalten Hunden auf. Das durchschnittliche Alter beträgt 4 Jahre. Ungefähr 70% der erkrankten Hunde sind weiblich. Focus Endokrinologie MSD Tiergesundheit
Kennt ihr die Prävalenz für den Grosspudel, dazu habe ich bisher nichts gefunden.
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit GPH Gisela 12/17🌺Platon, Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

Benutzeravatar
Vreni2101
Mini-Nase
Beiträge: 475
Registriert: So Nov 25, 2012 10:07 pm
Wohnort: Nähe Düsseldorf

Re: Morbus Addison

Beitrag von Vreni2101 »

Hallo zusammen,

wenn ich „Morbus Addison Großpudel“ google, bekomme ich u.a. auch Links zu VDH Großpudelzüchtern. Was mich aber wundert, dass kein Link zu einem der 4 Zuchtvereine zu dem Thema erscheint. Das macht mich doch irgendwie traurig. Auch in diesem Thread wird von sehr vielen wirklich bemühten Züchtern und Datenbanken gesprochen, nicht aber von den Zuchtvereinen. Was tun diese um dem Problem zu begegnen?

In einem alten Beitrag (ich glaube con 2007) wurde gesagt, dass es Bemühungen gibt, das Gen zu bestimmen, was bei MA beteiligt ist um dann u.U. einen Gentest entwickeln zu können. Weiß jemand wie weit es damit ist?
Hätte man die Möglichkeit für einen sicheren Gentest, müsste man sich nicht auf Datenbanken verlassen, die auf Freiwilligkeit beruht und hätte gleichzeitig höhere Transparenz für die Welpenkäufer.

Bitte versteht meinen Beitrag nicht falsch. Es ist gut und wichtig, dass MA offen angesprochen und nicht unter den Teppich gekehrt wird. Ich hoffe, dass sich viele Züchter an den Datenbanken beteiligen. Ich denke aber, dass sich bei diesem Thema der richtige Schritt wäre, wenn sich alle 4 Zuchtvereine an einen Tisch setzen würden um nach Lösungen zu suchen und vor allem, dass auch diese offen über das Thema sprechen / schreiben.
Viele Grüße von Verena mit Frieda

Rumo
Zwerg-Nase
Beiträge: 570
Registriert: Mi Aug 26, 2015 7:03 am

Re: Morbus Addison

Beitrag von Rumo »

Hallo Verena, nach dem Auslöser für Addison wird seit Jahren gesucht. Leider ist das keine simple Krankheit, man vermutet mehrere Faktoren. Übrigens findet man MA nicht nur beim Großpudel, auch andere Rassen und Mischlinge sind davon betroffen. Stand jetzt gibt es keinen Test und absehbar ist auch keiner.

Es gibt züchterisch mehrere Bestrebungen, Addison in der Population nach hinten zu drücken.
Eine ist, die Datenbanken zu nutzen und möglichst ältere Rüden mit bereits Nachzuchten zu nehmen, die gesund sind. Dort kommt es halt stark drauf an, dass die Leute dann ehrlich sind und Hunde aus ihrer Zucht als erkrankt oder Vater/Geschwister von Addison markiert werden. So sehen die Ahnentafeln heute schon langsam besser aus, sowohl SA als auch MA Träger werden 2, 3, 4 Generationen nach hinten gedrückt.
Außerdem wird inzwischen viel auf Diversity getestet. Dieser Test zeigt, wie viele unterschiedliche Genpaare ein Hund hat und vergleicht das mit dem Netz anderer Hunde. Der Rest ist in 3 Sätzen nicht erklärt, Ziel ist es aber, dass man möglichst genetisch unterschiedliche Hunde miteinander verpaart. Das löst zwar nicht das Addison Problem, ist aber ein Hilfsmittel, um problematische Aufdoppelung zu verhindern.
Dass das nicht der Königsweg ist, für den ihn manche halten, wird spätestens klar, wenn man schon die ersten Ahnentafeln von den sog. Mittelpudeln (Kleinpudel x Großpudel) vorliegen hat, die MA haben. Da sind aufgedoppelte Großpudel als Träger ja trotzdem drin und im Zweifel kommt da mal ein Kleinpudel als Träger bei raus, der das auch noch in die Kleinpudelpopulation schleppt.

Für mich muss sich definitiv der Umgang mit dem Thema ändern, denn offene Züchter werden teilweise richtig niedergeputzt und durch den Schlamm gezogen, wenn Addison in den Nachzuchten auftritt.

Ansonsten sind die Zuchtwarte und Hauptzuchtwarte ja miteinander in Kontakt, auch über die Vereine hinaus. Man hockt ja nicht nur bei sich in der Gruppe und grübelt dort, sondern tauscht sich viel aus. Niemand möchte ja kranke Hunde züchten, die Angst ist groß und es haben auch schon deswegen Züchter aufgehört. Ahnentafeln werden auf alle möglichen Werte begutachtet, zu den Profis rüber geschickt und abgenickt, Quotienten ausgerechnet, Farbmischverpaarungen sind gefühlt deutlich mehr geworden als noch vor paar Jahren.
Komischerweise hat die Großpudelzucht durch Addison vom Wissen und Beschäftigen her einen regelrechten Boost erhalten.
Was sollen die Zuchtvereine nun konkret machen? Mit Verbieten ist man vorsichtig, denn nicht jeder Pudel, der MA erkrankte Hunde in der Verwandtschaft hat, ist gleichzeitig selbst mindestens Träger. Mit solchen Dingen erreicht man ja wieder, dass der Genpool massiv verknappt wird, wenn man alle raus schmeißt und irgendwelche fingierten Grenzen setzt, die wissenschaftlich nicht begründbar sind. Das Thema ist komplex und man muss letztendlich auf die einzelnen Verpaarungen gucken. Die Zuchtwarte sind dafür da, bei der Wahl der richtigen Partner zu helfen, verbieten können sie allerdings nicht einfach so eine Verpaarung.
Die Zuchtvereine selbst forschen ja auch nicht an der Krankheit, dafür sind die Labore zuständig. Der Diversity Test von Feragen wird jedem empfohlen (der hat den von UC Davis inzwischen schon überholt). Fortbildungen gibt es vonseiten der Klubs und der Labore.

Wss erhoffst du dir davon, wenn die Zuchtvereine sich zusammen setzen? Leider sind das keine easy peasy mal eben schnell erforschten Dinge. Entscheidungen müssen aufgrund wissenschaftlicher Basis getroffen werden, alles andere ist Aktionismus.
Und schon bei den einfachen rezessiven Krankheiten wie DM oder vWD wird darauf gepocht, dass man einem Züchter ja nicht alles vorschreiben kann und er selbst wissen muss, was er abseits von den 3 vorgeschriebenen Tests für eine Zzl alles noch testen lassen möchte. Das Pudel-Paket von Laboklin wird jedem stark empfohlen und ist auch eigentlich inzwischen Standard.
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

Benutzeravatar
Vreni2101
Mini-Nase
Beiträge: 475
Registriert: So Nov 25, 2012 10:07 pm
Wohnort: Nähe Düsseldorf

Re: Morbus Addison

Beitrag von Vreni2101 »

Hallo Marina,

dass so ein möglicher Gentest nicht „easy peasy“ ist mir absolut bewusst, aber das Thema gibt es ja auch nicht erst seit gestern.
Gibt es denn aktuell Forschungsprojekte? Da ich vor kurzem durch Zufall erfahren habe, dass Friedas Wurfbruder MA hat, wäre ich jederzeit bereit mich an einem Forschungsprojekt zu beteiligen, denn sinnvoll wäre es wahrscheinlich, wenn Proben des ganzen Wurfs plus Elterntiere genutzt werden könnten.

Ich erwarte von allen Zuchtvereinen in erster Linie Offenheit, dass es eben ein Problem gibt. Das wäre ggf. auch der 1. Schritt, damit Züchter eben nicht mehr niedergemacht werden. Weiterhin könnten durch diese Zusammenarbeit ggf. mehr erreicht werden, es könnte gemeinsam mit der Wisschenschaft und Forschung zusammen gearbeitet werden. Eigentlich könnte auch von einem seriösen Verband erwarten, dass diese Datenbanken durch ihn organisiert werden. Bisher sieht es für mich als „Interessierte“ so aus, als wären manche engagierten Züchter nur Einzelkämpfer. Ich bin immer noch der Meinung, dass für einen Zuchtverband und auch jeden Züchter die Gesundheit der Hunde an allererster Stelle stehen muss.

Nur ein Beispiel: die Labrador Retriever haben ein immer größer werdendes Problem mit Epilepsie. Es laufen dank einer engagierten Züchterin (und Tierärztin) Gensequenzierungen an der Uni Helsinki und Bern. Der DRC unterstützt diese Projekte mit einem so genannten Epi-Fonds. Zum einen finanziell als auch durch öffentliche Transparenz (Formulare zur Bluteinlagerung etc). Ebenfalls werden Besitzer von Epi-Retrievern finanziell bei der Diagnosefindung unterstützt, vorausgesetzt, dass der Besitzer der Eintragung in der öffentlichen Datenbank zustimmt.
Sollte Epi nachweislich bei einem Hund auftreten, so werden die Besitzer der Wurfgeschwister als auch von Rüde und Hündin dringend gebeten Blut für die Forschung einzuschicken.

Persönlich wünsche ich mir ja eigentlich auch den Pudel um die 50cm. Allerdings habe ich jetzt verstanden, dass das Risiko viel zu groß ist. So lange es keinen Gentest gibt, sollten die KP besser mal unter sich bleiben :wink:

Mir ist klar, dass es noch mehrere Rassen mit MA Problematik gibt. Ich hatte mich zuletzt für den portugiesischen Wasserhund interessiert. Da scheint das Problem mindestens genauso groß zu sein und die Offenheit und Ehrlichkeit hält sich scheinbar in Züchterkreisen auch in Grenzen. Damit ist diese Rasse für mich durch.
Viele Grüße von Verena mit Frieda

Rumo
Zwerg-Nase
Beiträge: 570
Registriert: Mi Aug 26, 2015 7:03 am

Re: Morbus Addison

Beitrag von Rumo »

Du kannst gerne in den oben genannten Datenbanken und bei poodle.pedigreedatabaseonline.com mit Attest vorlegen, dass der Hund MA hat, dann wird er markiert und die Eltern und Geschwister auch.

Ansonsten auch den Feragen Diversitytest machen, die Daten liegen dann ja vor und werden, obwohl ein österreichisches Labor, auch den deutschen Klubs zur Verfügung gestellt.

Es wird doch nirgendwo bestritten, dass MA die Krankheit beim Großpudel ist, wo der Fokus drauf liegt.
Wie schon gesagt wurde, gibt es ja sonst beim Großpudel eigentlich kaum Krankheiten. Die paar, die es beim Pudel gibt, sind ja zum Glück auch mit nem simplen Test testbar und eigentlich reicht es sogar, wenn nur 1 Deckpartner auf alles frei ist.
Ja, Feragen und das amerikanische Labor UC Davis forschen schon lange an MA. Es sind wie gesagt nicht nur Pudel betroffen.
Niedergemacht werden solche Züchter vor allem von Leuten auf FB und Co, die wenig Ahnung haben, aber laut schreien... Ich denke, jeder Züchter kann nachvollziehen, wie es einem geht, wenn die Nachzucht krank wird, obwohl man alles dafür getan hat, nächtelang Ahnentafeln wälzt, Hunderte von Kilometern zum passenden Deckrüden fährt usw. Niemand züchtet wissentlich absichtlich kranke Hunde, alleine schon wegen des Rufs und eiel man als Züchter sogar eine Gewährleistung geben muss.
Man züchtet halt keine Roboter. Man kann machen und tun und schauen und prüfen... Aber man steckt da nicht drin. Man kann alles richtig machen und trotzdem bekommt der Hund eine Krankheit, auf die man weder testen noch sonstwie voraussehen kann.
Ich habe nicht das Gefühl, dass das Thema totgeschwiegen wird oder die Vereine versuchen etwas still zu halten. Das Bewusstsein bei alles Großpudelzüchtern, mit denen ich zumindest zu tun habe, ist definitiv da.
Zwischen den Verbänden werden die Hunde ganz regular ausgetauscht, da besteht keine Beschränkung. Was sollen die denn genau tun, wenn sie sich zusammen setzen? Zusammen auf neue Ergebnisse aus dem Labor warten?
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

Benutzeravatar
Doro
Supernase
Beiträge: 3705
Registriert: So Jan 22, 2012 10:01 am
Wohnort: Wolfsburg

Re: Morbus Addison

Beitrag von Doro »

Es laufen auf jeden Fall Forschungen zu dem Thema, wir haben uns an dieser Studie beteiligt.
Scatty ist ja gesund und ihre Schwester hat MA, darum waren die Forscher an Material beider Hunde interessiert.
Ich bin der Sache allerdings gar nicht mehr nachgegangen.
https://vetmed.umn.edu/research/labs/ca ... hMcyHVQOzU
Viele Grüße
Doro

Benutzeravatar
Vreni2101
Mini-Nase
Beiträge: 475
Registriert: So Nov 25, 2012 10:07 pm
Wohnort: Nähe Düsseldorf

Re: Morbus Addison

Beitrag von Vreni2101 »

Ich mache Friedas Züchterin definitiv keine Vorwürfe. Sie hatte selber eine Hündin aus ihrem Wurf behalten um ggf. später weiter züchten zu können. Leider ist es aus anderen Gründen nie dazu gekommen.
Ich denke aber auch, dass es ihre Aufgabe gewesen wäre, den MA Befund eines von ihr gezüchteten Hundes in Datenbanken einzutragen, ob das geschehen ist, weiß ich nicht.

Die Verbände könnten zu allererst offen damit umgehen und die Problematik auf den jeweiligen Internetseiten unterbringen. Sollten für die Forschung Blutproben benötigt werden, könnten sie Aufrufe starten. Es könnten Fonds eingerichtet werden um die Forschung finanziell zu unterstützen.
Ich persönlich finde einfach, dass ohne so eine Öffentlichkeitsarbeit es so wirkt, als ob Probleme unter den Teppich gekehrt werden.
Vielleicht käme es durch so eine Öffentlichkeitsarbeit auch gar nicht erst dazu, dass Welpenkäufer irgendwann ihre Züchter diffamieren, denn der Züchter hätte eine direkte und seriöse Quelle auf die er sich berufen könnte, da ja die „seriösen“ Welpeninteressenten sich ja doch auch auf den Vereinsseiten über den Pudel informieren.

Klar sind verschiedene Rassen vom MA Problem getroffen und wahrscheinlich muss für jede einzelne Rasse eine eigene Forschung betrieben werden.

@ Doro: danke für den Link.
Ich finde es toll, dass ihr teilgenommen habt, würde ich auch sofort machen.
Viele Grüße von Verena mit Frieda

Antworten

Zurück zu „Allgemeines zu Krankheiten“