Berufstätigkeit und Hund

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Tanja aus Haan
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Tanja aus Haan »

jojojojobounty hat geschrieben:
Fr Mär 25, 2022 7:03 pm
bergahorn hat geschrieben:
Fr Mär 25, 2022 6:11 pm

Ich finde die extreme Menschenbezogenheit wirklich schön, weil wir uns nie Sorgen machen müssen, dass er jemandem gefährlich werden könnte. Auch Kinder liebt er und würde ihnen nie was tun. Aber diese Menschenbezogenheit ist auch ein Problem, weil er halt schlecht allein bleiben kann. Er leidet, wenn er alleine sein muss und sein Rudel nicht da ist.

Möchte nur kurz anmerken, dass ich es beim Pudel eher allgemein als Personenbezogenheit bezeichnen würde, oder so 🤔 also diese Bindung an eine oder zwei gewisse Personen, die dann auch mit Alleinseinproblemen einher geht.

Denn bezogen ist Emil auch sehr, aber keine Sorgen bei Fremden würde ich leider ganz klar nicht unterschreiben.

… eher als begründete Sorge bei Fremden oder (aus seiner Sicht) unpassendem Verhalten würde ich es hier beschreiben 🤷🏼‍♀️


Viele Pudel mögen alle (fremden) Menschen, so wie Helga zB.
Anderen Pudeln, so wie Nox zB, sind fremde und nicht von ihm geliebte Menschen schlicht egal.

Dass ein Hund nicht/schlecht alleine bleiben kann, lässt sich mE nicht mit Menschenbezogenheit erklären und ist mE auch kein Rassemerkmal des Pudels.

Sich Sorgen iVm Fremden machen zu müssen, hat m. E. auch nichts mit der Rasse Pudel an sich zu tun.
Viele Grüße aus dem Rheinland
Tanja mit GP Nox (*3.10.18) und Helga (*14.3.14)

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jojojojobounty
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von jojojojobounty »

Also wenn ich mal alle Pudel zusammennehme die ich so kenne .. und das sind gar nicht so wenige …, dann kann ich bei kaum einem die Menschenfreude etc. ausmachen, wie ich sie beispielsweise bei den Retrievern wahrnehme, die wir bspw. im Dummytraining häufig treffen.

Mir ging es bei dieser, zugegeben etwas krasser formulierten, Beschreibung und dem Einwand ganz klar darum, keine falschen Eindrücke vom Menschenbezogenen Everybody’s Darling zu erwecken.

Und ich meine auch schon öfter gelesen zu haben, dass sich Pudel bspw. für die klassische Form der Assistenzhundeausbildung (anderer Trainer und so als späterer Halter) weniger eignen als dann bspw. wiederum Retriever und andere Rassen, da sie sich eben so sehr binden und eine Trennung nicht gut verkraften.

Für mich ist daher das deutlichste Rassemerkmal, dass der Pudel total variieren kann. Gemeinsam haben sie für mich hauptsächlich ihre Intelligenz, ihre Sensibilität, ihre Reizemfänglichkeit, ihren ausgeprägten individuellen Charakter, …
Liebe Grüße von Johanna🧍🏼‍♀️mit Großpudel Emil 🐩

“Ein Leben ohne Pudel ist wie ein Sommer ohne Sonne! Geht gar nicht!“

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Sammy-Jo
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Sammy-Jo »

jojojojobounty hat geschrieben:
Fr Mär 25, 2022 8:41 pm
Also wenn ich mal alle Pudel zusammennehme die ich so kenne .. und das sind gar nicht so wenige …, dann kann ich bei kaum einem die Menschenfreude etc. ausmachen, wie ich sie beispielsweise bei den Retrievern wahrnehme, die wir bspw. im Dummytraining häufig treffen.

Mir ging es bei dieser, zugegeben etwas krasser formulierten, Beschreibung und dem Einwand ganz klar darum, keine falschen Eindrücke vom Menschenbezogenen Everybody’s Darling zu erwecken.

Und ich meine auch schon öfter gelesen zu haben, dass sich Pudel bspw. für die klassische Form der Assistenzhundeausbildung (anderer Trainer und so als späterer Halter) weniger eignen als dann bspw. wiederum Retriever und andere Rassen, da sie sich eben so sehr binden und eine Trennung nicht gut verkraften.

Für mich ist daher das deutlichste Rassemerkmal, dass der Pudel total variieren kann. Gemeinsam haben sie für mich hauptsächlich ihre Intelligenz, ihre Sensibilität, ihre Reizemfänglichkeit, ihren ausgeprägten individuellen Charakter, …
Dann habe ich wohl die Ausnahme 😀😀 freundlich zu jedem und immer freundlich lächeln 😀😀😀 kaum jagen und eigentlich sehr leichtführig 👍
Immer ansprechbar… aber vielleicht zählen auch die ganzen Jahre wo wir zusammen gewachsen sind… das vergisst man ja auch oft auch…
Liebe Grüße Susanne mit KP „Jotti“ und CCD hhl „Jesse“

Rohana
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Rohana »

jojojojobounty hat geschrieben:
Fr Mär 25, 2022 8:41 pm
Also wenn ich mal alle Pudel zusammennehme die ich so kenne .. und das sind gar nicht so wenige …, dann kann ich bei kaum einem die Menschenfreude etc. ausmachen, wie ich sie beispielsweise bei den Retrievern wahrnehme, die wir bspw. im Dummytraining häufig treffen.
Bei Retrievern ist es halt wirklich oft das andere Extrem: die Menschenbezogenheit ist schon krass distanzlos. :roll:
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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Annitante
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Annitante »

Annitante hat geschrieben:
So Feb 13, 2022 8:15 pm
Ich grabe dieses Thema mal wieder aus, weil Einstein Vollzeit-Bürohund wird. Wir üben aktuell freitags. Er hat einen festen Liegeplatz und es passiert für ihn sechs Stunden nix.
Die ersten drei Wochen Vollzeit-Bürohund sind geschafft. Wir sind aktuell noch in der Umstellungsphase. Was - zu meiner Überraschung - ziemlich schnell gut geklappt hat: er darf ohne Leine, Geschirr und Halsband im Büro liegen. Er hat einen festen Platz unterm Tisch, aber er erweitert gerade ein wenig seinen Wirkungskreis. Das ist ok, so lange er sich unauffällig verhält und sich keiner gestört fühlt. Das Büro verlassen darf er nicht. Aber er hört ja prima und lässt sich notfalls dirigieren, wenn er unglücklich vorm Aktenschrank liegt. Anschlagen ist praktisch kein Thema.

Eine Kollegin ist etwas ängstlich. Das berücksichtige ich. Aber die eigentliche Aufgabe ist die gegenseitige Begeisterung zu deckeln. Einstein springt ja auf jeden Juchzer der Verzückung an und gefühlt jeder ist beim Anblick des Pudels verzückt 🤭 aber insgesamt sind alle zufrieden.

Er macht viele glücklich. Wirklich verblüffend welche Wirkung so ein Hund aufs Büroklima hat. Meine Chefin ist unerfahren mit Hunden, man merkt mit jeder Faser ihre Unbeholfenheit. Aber sie taut immer mehr auf. Ich erwische die beiden schon mal heimlich beim Knuddeln :D

Ich kann aufstehen, Büro oder Etage wechseln, Einstein bleibt entspannt. Auch das ist für mich überraschend. Während der Arbeitszeit (8 bis 16.30 Uhr) gehen wir 1x 20 Minuten Gassi, ansonsten keine Beschäftigung. Ok, die ein oder andere Streicheleinheit :mrgreen:

Sein Fressen kriegt er mittlerweile im Büro.

Im Moment bin ich selber in der Umstellung von Vollzeit-Home Office zu Vollzeit-Büro. Ich kriege noch nicht alles so mühelos unter einen Hut wie früher. Es könnte etwas mehr Zeit für Pudelfreizeitspaß und mehr Relaxzeit für mich abfallen. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, wenn ich komplett im neuen Alltag angekommen bin. Insgesamt klappt es gut und mit weniger Trainingsaufwand als gedacht.

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Anne mit Einstein aus dem Bergischen

Any day spent with you is my favorite day. So today is my new favorite day.

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Iska
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Iska »

Daß so ein toller Hund im Büro das Klima verbessert, wundert mich nicht....:D
macht er prima... :wav:

Gefällt Dir denn auch Büro besser... oder hast Du weiterhin auch noch - tageweise? - eine HO-Option...?
viele Grüße
Sybille mit Fani Flausch und in lieber Erinnerung an Paulchen, Olli & Iska

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Lalilo
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Lalilo »

prima wenn es so gut klappt!

Wurdest du Corona-bedingt ins Home-Office und jetzt wieder zurück ins Büro beordert oder ist das tätigkeitsabhängig?

Ich bin ja dauerhaft im Home-Office, bei meinem Mann wurde das sukzessive angepasst von 100% HO auf 1 Tag Anwesenheit, dann 2 und jetzt 3 Tage. Dabei soll es aber bleiben. Jeder der möchte kann dauerhaft 2 Tage im HO arbeiten.
Liebe Grüße von der Alb
Lailo mit Großpudel Luna

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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Hauptstadtpudel »

Ich bun sicher, mit mehr Routine kommt ihr beide zu eurem "Recht".
Das spielt sich ein.
Mit hilft bei sowas viel Struktur, also "feste Termine" für die Auszeiten, sei es verabredete Spaziergänge, Kurse o.ä.
Liebe Grüße von Katja mit Bolle im Herzen, für immer ein Teil von mir und mit Jella an meiner Seite

Rumo
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Rumo »

janina hat geschrieben:
Mi Mär 23, 2022 5:48 pm
Huhu, danke für Eure Berichte!

Also, was ich jetzt bei allen meine raushören zu können, ist, dass die Entscheidung für den Hund, trotz allem Ungeplantem und Unangenehmem, von niemanden bereut wurde.
Naja die Leute, die die Hundehaltung bereut haben oder gar den Hund wieder abgegeben haben, die beschäftigen sich in ihrer Freizeit nicht auch noch damit, Geschichten in ein Hundeforum zu schreiben. Und Menschen reden nicht gern darüber, wie sie gescheitert sind oder schlicht keine Ressourcen mehr über hatten.

Ich habe in den letzten 3 Jahren ein Dutzend Hunde privat über Freunde und Netzwerk vermittelt, größtenteils Pudel, die zuhause lästig waren, die in der wenigen freien Zeit ein Klotz am Bein waren, wo man keine Zeit und keine Lust für ordentliche Erziehung und Auslastung hatte, wo die Familienplanung doch wichtiger war, wo der Job gewechselt wurde usw usf. Die Abgabegründe waren so vielfältig wie die Menschen. Ebenfalls kann ich dir mindestens ein Dutzend Hunde sagen, wo ich mir wünschen würde, dass sie abgegeben werden, die Leute es aber nicht einsehen,was der Hund eigentlich für ein kurzes langweiliges Leben allein verbringt. Oder dass die Hunde keine Pudel, sondern wenigstens Schäferhunde wären, denn die steigen einem wenigstens aufs Dach und dann merkt man, dass sich was ändern muss. Unsere Rasse resigniert da gerne und wird maximal nervig und kläffig.
Also deine Schlussfolgerung finde ich nicht ganz schlüssig. Hier lieben und umsorgen ihre Pudel natürlich alle und finden das toll. Deswegen tauscht man sich hier aus. So ungefähr immer dieselben 20-30 Menschen.
Liebe Grüße
Von Marina mit 🐩 Holly, 🐩 Rumo und 🐶 Fussel

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Pat
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Pat »

Da schließe ich mich komplett an. Ich kenne viele, die sich einen Hund angeschafft haben, u.a. auch weil sie bei mir (alleinwohnend, arbeitend, mit Hund der nicht gut alleine bleiben kann) sehen, dass das irgendwie klappen kann. Wie viel Arbeit dahinter steckt, wie viel Zeit und Ressource (jeder Art, auch nervlicher ;-)), das sieht man von außen (vor allem mit verklärtem Blick und rosaroter Hundetraumbrille auf) oft nicht.
Hundeforums-Menschen kann man leider echt nicht mit dem Durchschnittshundehalter "da draußen" vergleichen und von den oben genannten in meinem Bekanntenkreis sind es etwa 50% die den Hund wieder abgegeben haben, oder wo es besser wäre.

Zu Anne: Toll, dass das bei Euch so gut klappt bisher! :klatsch: Ich hoffe Du/Ihr kommt trotzdem noch ein bisschen besser in der neuen Situation an und neue Rituale etablieren sich schnell, so dass es sich nicht anfühlt wie ein Spagat.
Ich werde im Lauf des Jahres auch ins Büro zurückkehren, aber nur an 1-2 Tagen die Woche und ohne Bobby. Wird auch nochmal ne kleine Herausforderung....
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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