Berufstätigkeit und Hund

Ruhrpott-Rudel
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Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Ruhrpott-Rudel »

Wie vereinbart ihr eine Berufstätigkeit und Hund? Wir arbeiten beide Vollzeit, aber von den Zeiten möglichst verschieden dass auch genug Zeit für die Hunde übrig bleibt. Leider sind wir teilweise aber auch auf eine HuTa angewiesen die, wie wir heute erfahren haben, leider die Preise erhöhen muss. Für uns gibt es jedoch zu manchen Zeiten scheinbar keine Alternative sodass wir das nun so hinnehmen müssen. :oops: Wie handhabt ihr das? Wie lange sind eure Hunde maximal alleine? Arbeitet ihr extra weniger? Bin gespannt wie es bei euch ist.
Liebe Grüße, Julia mit Rusty & Billy

Lalilo
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Lalilo »

ich arbeite 20-25 Stunden in der Woche und davon noch meistens Homeoffice, also ideale Verhältnisse.
Da auch mein Mann seit diesem Jahr 30% der Arbeitszeit MT machen kann, ist er an dem Tag zu Hause, an dem ich ins Büro gehe. So muss zumindest wegen der Arbeit der Hund nie alleine sein.
Für den Notfall/Urlaub mit Flugzeug o.ä. wohnt meine Mutter nebenan, so hatte sie jetzt eine Woche Luna während wir auf den Kapverden waren.
Liebe Grüße von der Alb
Lalilo mit Großpudel Luna

Hauptstadtpudel
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Hauptstadtpudel »

Ich bin wegen Bolle in die Halbtagstätigkeit gewechselt und arbeite Do/FR von 10 - 19 Uhr, Sa von 10 - 15 Uhr.
Do/Fr hatte ein Freund mir versprochen, den Hund zu nehmen - deswegen kam ich überhaupt auf die Idee mir diesen lebenslangen Wunsch zu erfüllen.
Der Freund ist nach einem Jahr abgesprungen... mein damaliger Freund Peter und heutiger EXfreund ist eingesprungen und dabei geblieben.
Samstags musste Bolle alleine bleiben und Peter (Taxifahrer) fuhr immer mittags vorbei und ging eine kleine Runde mit ihm, er war also 6 Stunden alleine mit einer Unterbrechung.
Je nach Jahreszeit (Tageslicht) hetzte ich dann nach hause um noch eine große Runde mit ihm zu schaffen.

Dann war Bolle eine ganze Zeit immer wieder krank und ich musste ihn samstags mit zur Arbeit nehmen, er lag dann im ersten Stock im Lager/Büro, ich arbeitete im Verkauf, verbunden durch eine recht offene Treppe.
Meine Chefin fand ihn dann so cool, dass ich ihn auch mitbringen durfte, wenn ich einspringen sollte (dass wäre anders auch nicht gegangen... :wink: ).
Und dann kam der Moment, ab dem er immer mitkommen durfte.
Allerdings nutze ich das Angebot nur samstags, denn letztlich sind wir werktags über 9,5 Stunden im Laden, ich hab nur ne halbe Stunde Pause und die brauch ich fürs Mittagessen. :wink:
Wäre auch zu öde für ihn.

Also optimal gelaufen. :D :D :D

Bis auf das Finanzielle... Halbtags als Verkäuferin, da kommt nicht viel zusammen , mehrere Klinikaufenthalte von Bolle haben mich finanziell ruiniert, ohne sehr liebe und großzügige Freunde, die Bolle auch alle sehr lieb haben, wäre ich inzwischen ziemlich verschuldet. So bin ich nur chronisch pleite. :mrgreen:

Dafür habe ich viel Zeit für ihn - obwohl es könnte natürlich immer mehr sein. :wink:
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Pudelpower
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Pudelpower »

Ich arbeite Vollzeit (38 Std). I.d.R. geht Raven 2 x pro Woche mit einer Dogwalkerin. Ich kann im Homeoffice arbeiten und er darf auch mit ins Büro. Aufgrund der Arbeitssituation brauche ich die Dogwalkerin nicht (mehr). Ist nur für den Notfall, sollte ich mal länger ausfallen und nicht zu Hause sein (z.B. Krankenhaus). Bei der DW könnte er in so einem Fall auch 24/7 sein. Wenn ich abends mal noch etwas vorhabe und er nicht mit kann (ist aber selten), ist er in der Regel nicht länger als vier Stunden allein. Einmal im Jahr auch mal bis sieben Stunden. Da habe ich Besuch, der in Berlin etwas erleben/sehen will und das ist nicht immer hundekompatibel. Wenn möglich, geht ein Nachbar dann aber noch mit ihm kurz Gassi.

Ich habe Jahre gewartet, bis ein Hund in mein Leben passte.
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Tanja aus Haan
Große-Nase
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Tanja aus Haan »

I.d.R. arbeite ich 21 Std/Wo; bin kurz nach 7 h weg und mittags wieder zu Hause.
Marcus kann sich seine Zeit meist frei einteilen, oft auch den Arbeitsort. Er verlässt das Haus idR erst spät, manchmal erst wenn ich (fast) da bin, gelegentlich gar nicht.

Im Schnitt ist Nox wahrscheinlich so 2 Std.
vormittags alleine. 4,5 Std kam/kommt auch schonmal vor.

Wenn Marcus auf Dienstreise ist, geht der Schwiegervater vormittags mit ihm raus und bleibt noch ein bisschen da. Wobei das schon länger nicht mehr der Fall war ... wahrscheinlich ist es nicht mehr erforderlich.

Ich hab nach dem Erziehungsurlaub (ich glaube so hieß das seinerzeit) - auch wegen unserer 2 Terrier - halbtags wieder angefangen zu arbeiten und das bis jetzt so beibehalten. Und dass das bei Marcus (zZt) so funktioniert, ist einfach Glückssache. :D

Ich glaube, Nox genießt seine freie Zeit alleine zu Hause.

Mit Jack und Tiger war das alles viel schwieriger. Da sahen die Rahmenbedingungen noch anders aus.
Viele Grüße aus dem Rheinland
Tanja mit GP Nox (*3.10.2018)

Nickel76
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Nickel76 »

Also, Ich habe seit fast 25 Jahren Hunde, meist zwei - im Moment drei.
Ich war früher Vollzeit im Studium (plus Job) und arbeite jetzt Vollzeit. Meine Hunde sind immer täglich 6-8 Stunden alleine, ganz selten bis 9 Stunden. Ich achten darauf, dass ich diese Abstände auch am Wochenende und im Urlaub oft einhalte, so dass sie immer in Ihrem Rhythmus bleiben.
Es klappt völlig problemlos.
Obwohl ich zugeben muss, das mein Großpudel es hasst, von mir getrennt zu sein und er macht(e) auch manchmal Krawall (allerdings ist das jetzt auch schon sehr gut geworden, er ist jetzt 5). Mit ihm wäre es anfangs schwierig gewesen in einer normalen Mietwohnung....
Dafür kommen Sie immer mit in den Urlaub und können sich in meiner Anwesenheit im Haus frei bewegen. Und natürlich haben wir dann auch gemeinsame Hobbies bzw. meine Jungs haben ja auch einen Job als Schulhund.
Viele Grüße von Nicole mit Emma, Paul und Theo

Pat
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Pat »

Spannende Frage- die ich auch schon oft gestellt habe und gerade die Alleinzeiten sind immer soo unterschiedlich..
Ich arbeite in Teilzeit Mo-Fr bis mittags. Mein Freund Vollzeit. Bobby ist von klein auf etwa 4,5 Stunden alleine Zuhause während ich weg bin. Ich achte allerdings darauf, dass es nicht länger wird- wenn ich mal länger bleiben muss oder im Anschluss einen Termin habe, wo er nicht mit kann springen meine Eltern ein.

Insgesamt klappt es ganz gut. Vom ersten Tag an ist hier bis mittags nichts passiert, er ist also langweilige Vormittage gewöhnt. Da wir Langschläfer sind, ist es auch am Wochenende bis mittags ruhig.

Ich hoffe noch, dass bei uns früher oder später (also gerne früher ;-)) Bürohunde erlaubt werden, aber da wir über 2000 Mitarbeiter sind seh ich da etwas schwarz :roll:

In Urlaubszeiten ist er meist 24/7 mit uns zusammen, da wir überwiegend 'Abenteuerurlaube' machen wo wir nur in Zelt und Auto leben. Da war ich anfangs besorgt wegen der harten Umstellung wenn es wieder ins Büro geht, aber das hat sich nicht bewahrheitet.

Ich habe mir immer gesagt so ca 5 Stunden am Tag finde ich okay. Da unser Weggehen für ihn das größte Problem ist, achte ich aber auch darauf, dass er nur 1x täglich eine Trennung erlebt.
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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Bupja
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Bupja »

Tja, bei uns hat das alles im Laufe der Jahre gewechsel und nichts blieb, wie es geplant war.

Als Pjakkur undButz vorüber 10 Jahren einzogen , arbeitete ich Teilzeit und studierte über die Fernuni. Mein damaliger Freund arbeitete voll und konnte die Hunde aber mitnehmen. Das war also kein Problem. Dann kam die Trennung. Ging auch noch, da ich ja nur Teilzeit arbeitete.
Dann kam mein heutiger Mann in mein Leben, der in der Veranstaltungsbranche arbeitet. Das war super (für die Hunde :mrgreen: ), denn er hatte so wechselhafte Arbeitszeiten zu dem Zeitpunkt, dass es immer gepasst hat und die Hunde oft nur 2-3 Stunden alleine waren.
Ich verlor dann leider meine Stelle und begann einem Versicherungsbüro unter. Auch da durften die Hunde mit. Da musste ich aber auch wechseln und Begann Vollzeit bei einem Wirtschaftsprüfer zu arbeiten. Da hatte ich dann Homeoffice. Das war natürlich perfekt. In dieser Zeit kam auch Toadie als Welpe zu uns. War mit Homeoffice ja kein Problem.

Dann vergrößerte sich der WP und wir bekamen ein Büro - mit 3 Bürohunden (nämlich meinen :mrgreen: )und nach 4 Jahren machte der WP pleite und ich musste mir ne andere Stelle suchen. Zeitgleich wechselte mein Mann intern seine Stelle und die "komischen" Schichten hörten auf. Gut für uns, schlecht für die Hunde. Seit dem sind sie im Schnitt 8 Stunden alleine.

Das geht allerdings ohne Probleme und die Hunde haben sich völlig problemlos an die jeweiligen Situationen angepasst. Wir basteln unseren Alltag komplett um die Hunde rum, um am Tag noch möglichst viel qualitative Zeit für sie zu haben. Sie haben in der Woche 2-3 Stunden Beschäftigung am Tag um am WE sind wir in 95% der Fälle immer zusammen und im Urlaub auch.
Außerdem haben sie ja noch sich als Rudel. Ich finde, das ist schon ein Unterschied, ob die Hunde alleine alleine oder im Rudel sind.

Als Samson zu uns kam, habe ich jetzt meine Arbeitszeiten von 40 auf 35 Stunden reduziert. Das klappt so prima und ich kann immer mal einen Hund nach Bedarf mit ins Büro bringen.

Das Fazit der 10 Jahre: wenn man will geht alles und Hunde sind flexibler als man so meint.

Ich habe niemals drüber nachgedacht, meine Hunde herzugeben, nur, weil sich meine Lebensumstände das ein oder andere Mal geändert haben....
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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Pinch
Supernase
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Pinch »

Seit über 30 Jahren begleiten mich Hunde, ob Studium oder Vollzeit, entweder sie konnten mit ins Büro oder mein Mann war da oder sie waren zu zweit. Alle Hunde blieben auch 8 Stunden allein. Eine Zeitlang wurden sie nach vier Stunden ausgeführt, es fand sich immer eine Lösung.. Ich denke, entscheidend ist, dass sie ausgelastet sind.
Pudel 🐩 tanzen 💃🏿 durchs Leben🐾
:wav:Petra mit GPH Gisela 12/17🌺Platon, Ninja, Aron und Tiffy im Herzen♥️

Xanny
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Xanny »

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und es war immer ein Hund da, bis ich zum Studium auszog. Im Studium und auch danach war ich so häufig im Ausland, so dass ich mir meinen Wunsch nach einem eigenen Hund erst erfüllt habe, als ich mich entschied, endgültig in Deutschland auf einem Fleck zu bleiben. Xanny, meine erste Hündin, zog dann auch kurz vor Ende meines Referendariats ein. Anfangs teilte mich mir mit Kollegen ein Kanzlei. Dort gab es schon einen Bürohund, so dass ich Xanny mitnehmen konnte. Nach zwei Jahen zog ich in meine eigene kleine Kanzlei um und selbstverständlich war Xanny dort jeden Tag an meiner Seite. Als ich meine die Kanzlei aufgeben musste, fragte ich mich schon, wie es mit Xanny weitergehen sollte, denn sie war es gewohnt, ständig an meiner Seite zu sein. Ich fing dann bei einem Weiterbildungsträger an. Anfangs traute ich mich nicht zu fragen, ob ich meine Hündin mitnehmen darf. Dann wurde mir erlaubt, in Notfällen sie mitzunehmen und in meinem Büro zu lassen. Später habe ich Xanny sogar mit in den Unterricht genommen. Und wenn sie mal nicht mit dabei war, wurde sofort gefragt "wo ist Xanny?" noch bevor ich überhaupt begrüßt wurde.
Als Leo dazu kam, wurde es schwierig, denn Leo ist absolut kein Bürohund. Ihm wurde auf dem Weg zur Arbeit im Auto ständig schlecht und der Trubel in der Schule war ihm einfach zu viel. Also blieben die beiden Zuhause und ich tröstete mein schlechtes Gewissen damit, dass sie zumindest zu zweit waren.
Xanny war schon nicht mehr da, als ich zu einem Weiterbildungsträger nach Münster wechselte. Dafür waren Lulu und Roxi zum Rudel gestoßen. Die drei hatten in dem Jahr, als ich für diesen Träger arbeitete, wirklich nicht viel von mir außer an den Wochenende. Die lange Fahrt von Duisburg nach Münster und die vielen Stunden, das waren sie wirklich lange alleine. Im darauffolgenden Jahr wurden sie für diese Zeit entschädigt, denn mein Vertrag wurde nach einem Jahr nicht verlängert und ich landete in der Arbeitslosigkei, Gott sei Dank zwischenzeitlich auf dem Land mit ausbruchsicheren Garten. Diese Zeit mit meinen drei Fellnasen habe ich genossen. In dieser Zeit hatte ich auch immer wieder Pflegehunde von einer spanischen Tierschutzorganisation. Mit dem neuen Job kam der Umzug zurück in meine alte Heimat, in den Hohen Norden. Da ich mit meinen Eltern und meinem Bruder in einem Haus wohne (was häufig eine Herausforderung ist) sind die Hunde nur ganz selten wirklich alleine. Meistens stehen die Türen offen, so dass sie durch das gesamte Haus und den Garten laufen können. Eine Zeit lang habe ich Roxi und Lulu, oder auch nur Roxi mit ins Büro genommen.
Weil ich schon drei Hunde habe, habe ich mir die Entscheidung für Enno lange und gründlich überlegt. Enno war so auf mich fixiert, so dass er noch nicht einmal mit den anderen Hunde alleine Zuhause bleiben wollte. So habe ich ihn ständig mitgeschleppt. Anfangs in seiner kleinen Box und später musste er in seiner großen Box im Kofferraum auf mich warten, weil ich nicht mehr im Büro, sondern in der Kleinkindergruppe als Betreuerin eingesetzt war. Ich gebe es zu, er hat viel Zeit in dieser Box verbringen müssen. Ich glaube, darum liebt er diese Box auch so sehr. Die anderen waren in dieser Zeit Zuhause und meine Mutter hat sich glücklicherweise um sie gekümmert.
Ich bin froh, dass ich jetzt meine Hunde mit in die Kanzlei nehmen darf. Anfangs kam Enno nur mit. Zwischenzeitlich nehme ich Roxi und Enno jeden Tag mit ins Büro. Lulu ist derzeit noch die Gesellschafterin für Leo. Wenn mein alter Herr nicht mehr bei mir sein sollte, kommt Lulu selbstverständlich mit ins Büro.
Urlaub mache ich sehr, sehr ungern ohne meine Hunde. Nur wenn ich meine Gastfamilie in den USA besuche, muss ich sie anderwertig unterbringen. Das fällt mir nicht leicht. Das letzte Mal war Enno noch nicht da. Lulu und Roxi gingen in die Hundepension, wo ich sie auch scheren lasse. Sie durften mit ins Privathaus, aber dennoch habe ich meine beiden Mädels vermisst. Leo blieb bei meiner Mutter. Wenn ich jetzt für längere Zeit unterwegs bin, bleibt Leo häufig bei meiner Mutter. Hier, in seiner gewohnten Umgebung, fühlt er sich einfach wohler und sicherer. Lulu muss ich meiner Mutter dann immer aus dem Kreuz leiern, weil sie der Ansicht ist, dass Leo doch Gesellschaft braucht.
Obwohl sich die Lebensumstände geändert haben, es gab immer eine Lösung für meine Fellnasen. :D
Kerstin mit Leo, Lulu, Roxi und Enno :)

Isi
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Isi »

Ich gehöre zu denen, die es ok finden, wenn ein Hund alleine bleibt, während seine Menschen arbeiten gehen. Auch Vollzeit. Joy ist oft 24/7 mit mir zusammen und was macht sie davon die meisten Zeit? Pennen, dösen, ruhen :mrgreen:

MelanieR
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von MelanieR »

Nele ist im Studium bei mir eingezogen und tat sich anfangs sehr schwer mit dem Alleinebleiben. Rückwirkend lag das vermutlich besonders an den täglich wechselnden Tagesabläufen. Mittlerweile bin ich Grundschullehrerin in Vollzeit und Nele bleibt täglich zwischen 7 und 8 Stunden alleine. Durch die immer gleiche Morgenroutine läuft das inzwischen ziemlich entspannt und sie verschläft die Vormittage.
Ansonsten habe ich das Glück, dass sie oft 1-2 mal wöchentlich schon früher aus der Wohnung "gerettet" wird oder sie ganztags bei einer "Sitterin" sein kann. Die Tage nutze ich dann für Elterngespräche, Einkäufe und all sowas.
Den rest des Tages verbringen wir größtenteils zusammen. Wobei das nciht heißt, dass ich sie die ganze Zeit betüdel. Morgen gehen wir 30 Minuten, nachmittags dann ne gute Stunde, abends nochmal zum Pinkeln raus. Ansonsten begleitet sie mich im Alltag, soweit es möglich ist. Freitags ist Hundesport und am Wochenende machen wir gerne mal größere Ausflüge. Ansonsten befinden wir uns eben in der gleichen Wohnung. Teilweise im gleichen Raum, oft liegt sie aber lieber im Schlafzimmer auf dem Bett, während ich noch im Arbeitszimmer am Schreibtisch sitze :frech:

Im Studium sah meine Planung noch ein bisschen anders aus. Am liebsten hätte ich Nele als Schulhund ausbilden lassen (sie hat's aber nicht so mit Kindern), wollte ansich niemals Vollzeit arbeiten und hatte mir auch vorgestellt dichter an meiner Schule zu wohnen und damit einen kürzeren Arbeitsweg zu haben. Dazu kommen dann noch Konferenzen, Besprechungen mit KollegInnen, Elterngespräche, Aufräumen und Organisieren des Klassenraums und all das weitere Pipapo, das eben dafür sorgt, dass man nicht nur von 8-12 Uhr aus dem Haus ist :lol:
Alles Liebe von Melanie und Nele
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Ruhrpott-Rudel
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Ruhrpott-Rudel »

Es ist wirklich interessant zu lesen, wie verschieden alles ist und wie viele Halter es gibt die ihre Hunde auch 7 oder 8 Stunden alleine lassen.
Als wir uns unsere beiden angeschafft haben, hat mein Mann nur ein paar Minuten von der Hause entfernt gearbeitet und war immer schnell wieder bei den beiden. Ich arbeitete zweimal in der Woche nur kurz, sodass auch ich dann schnell wieder daheim war.
Inzwischen hat sich auch bei uns ein bisschen was verändert...ich habe weiterhin zwei kurze Tage in der Woche aber mein Mann pendelt jeden Tag sehr weit. Zum Glück mit Gleitzeit aber Staus etc. muss man auch immer wieder einplanen. Jetzt wechseln wir uns daher ab, wenn ich an manchen Tagen früh daheim bin kommt er später nach Hause und wenn ich lange arbeite ist er früher bei den beiden. Wenn alle Stricke reißen haben wir die HuTa in der Hinterhand, wenn diese auch sehr teuer ist. Ich finde es jedoch sehr beruhigend, dass niemand hier verurteilt wird weil der Hund regelmäßig alleine bleiben muss. Schließlich ist es ja wirklich so, wenn keiner der Menschen zuhause ist, wird geschlafen und man unterschätzt ja wie viel Schlaf ein Hund braucht. Man bekommt nur immer ein schlechtes Gefühl wenn man von vielen Tierschutzvereinen hört, die Tiere generell nur vermitteln wenn diese nicht länger als 4Stunden alleine bleiben müssen. Ideal ist so etwas natürlich, keine Frage, aber ich denke halt auch das es Tieren manchmal in einem sicheren Zuhause besser geht, auch wenn sie länger als vier Stunden alleine bleiben müssen, als wenn sie ohne eigene Familie in einem Zwinger im Tierheim sitzen. Natürlich machen die vielen Ehrenamtlichen im Tierheim einen super Job, vor dem ich den Hut ziehe, aber eine richtige Familie ist halt doch nicht zu ersetzen
Liebe Grüße, Julia mit Rusty & Billy

Tanja aus Haan
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Tanja aus Haan »

Ich finde das völlig ok, wenn der Hund damit kein Problem hat.
Unsere Hunde waren - je nach Lebensabschnitt - auch ganztags alleine. Mal komplett, mal hatten wir Jemand, der mittags mit ihnen rausging, mal wurden sie "nur" in den Garten gelassen.
Im Alter hätte das nicht mehr so funktioniert mit den Beiden aber da hab ich schon nur noch halbtags gearbeitet ... und wir wohnten wieder zu Hause und konnten Familienhilfe in Anspruch nehmen.
Lebensumstände verändern sich nunmal.
(Schlimm, wenn es nicht so wäre.)
Viele Grüße aus dem Rheinland
Tanja mit GP Nox (*3.10.2018)

Rumo
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Re: Berufstätigkeit und Hund

Beitrag von Rumo »

Ich finde es völlig okay, wenn man nicht die nächsten 10, 12, 15 Jahre exakt planen kann. Wichtig ist, dass das Leben so organisiert wird, dass der Hund nicht zu kurz kommt und alle seine Bedürfnisse erfüllt werden nach Nähe, Bewegung usw. Wenn man schon 8, 9 Stunden am Tag weg ist, dann sollte man abends zB nicht mehr noch 3Std ins Kino gehen oder der Hund alleine im Wohnzimmer schlafen.
Die Hunde haben ja nur uns. Was soll ein Rudeltier den ganzen Tag alleine sein?

Bei uns sieht kein Tag gleich aus. Aktuell sind die Hunde gemeinsam an 2 Tagen in der Woche richtig lange alleine (9h), ansonsten nur 2-4h am Tag. Würden wir beide so arbeiten, dass die Hunde immer so lange alleine bleiben müssen, dann hätten wir keine.
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

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