Radfahren mit Hund

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anthello
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von anthello » Mo Aug 17, 2015 7:51 am

Ich bin mit Othello gerne in ganz unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs. Sein Wohlfühllangstreckentrabetempo liegt bei ~12km/h. Wobei er auch bis 19km/h immer noch trabt 8) , wenn wir die Geschwindigkeit gemeinsam erhöhen. Ist er schnuppernd zurück geblieben, galoppiert er auch mal kurz, um wieder aufzuschließen. Wenn wir zwischendurch ein kleines Wettrennen einlegen,galoppiert er mit blitzenden Augen und kurz vorm Geschwindigkeitsrausch mit ~35 km/h an mir vorbei :mrgreen:
Viele Grüße von Corinna mit 🐾Othello und 🐾Tosca

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Nico2013
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Nico2013 » Mi Sep 23, 2015 2:39 pm

Ich überlege auch mit dem Radfahren anzufangen (sehr ländlich u. normal bei uns so gut wie kein Verkehr auf den Feldwegen) nachdem ich seit gestern endlich wieder ein geeignetes Rad habe. Nur hab ich bedenken, weil Nico schon mal gern bei den normalen Spaziergängen bei Suizid-Feldhasen (wir haben manchmal so blöde die direkt auf uns zuhoppeln) dann schonmal ordentlich in der Leine hängt :? Andererseits, denk ich mir wenn wir mit Tempo unterwegs sind, hat er vermutlich eh keine Zeit sich irgendwo einzuriechen und in Normalfall seh ich zu 99% die Tiere vor ihm (er ist mehr am Fährte suchen u. nicht so ein Sichtjäger)?
Und ich schwank auch noch zwischen Leíne in der Hand halten bzw. Springer (od. ähnlichen).
Nico ist ca. 59cm groß u. 21kg schwer.
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Roosie
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Roosie » Mi Mai 18, 2016 9:52 am

Ich hole dieses alte Thema mal raus, da ich grad ziemlich am Boden bin. Mein Mann und ich lieben es, zusammen zu wandern und Rad zu fahren. Wandern macht Jasper super mit - und zum Thema Radfahren hatten wir uns so auf den Frühling gefreut, um mit Jasper im Anhänger loszudüsen. Wir haben einen Anhänger bestellt, ihn ein paar Tage im Wohnzimmer gehabt. JAsper kannte den dann, sprang gerne rein und wieder raus und suchte darin nach Leckerlies. Das Teil wurde geschlossen, ich habe mich entfernt, bin wieder zu ihm hin und er hat alles toll gemacht. Dann hatten wir spontan ein Tandem von Freunden über ein Wochenende bekommen und dachten, wir probieren das Ganze mal aus. Die Züchter und auch unsere Trainerin hatten uns Mut gemacht, es einfach zu versuchen, ihn zu loben, wenn er brav ist und immer wieder Pausen zu machen und mit Spiel zu belohnen. Wir sind erst mal neben dem Tandem gegangen und er war hintendrin, er war aufgeregt und hat auch mal gefiept aber er ließ sich immer wieder beruhigen. Als wir bei einer schönen, langen asphaltierten Waldstrecke waren, sind wir losgefahren, und er hat sich z.T. auch richtig entspannt und hingelegt. Zwischendurch mal Terz gemacht, aber dann war er wieder brav. Das haben wir immer mal wieder mit Anhalten und Spielen belohnt. Es war insgesamt eine schöne Tour, aber wir merkten, wir müssen jetzt öfter mit dem Ding fahren, damit er sich ganz dran gewöhnt. So, die Trainerin gab mir noch den Tipp, das nun mit schönen kleinen Erlebnissen zu vernküpfen - anstatt also seine Hundefreundin mit dem Auto zu besuchen, ihn jetzt in den Anhänger zu packen und da hin zu fahren (5 Minuten) oder zum Gassi gehen oder ähnliches. Alles kleine Strecken, mit anschließender schöner Belohnung. Ich wollte es gleich am nächsten Tag in die Tat umsetzen und war eigentlich guter Hoffnung, weil es mit dem Tandem so gut geklappt hatte. Ich dachte, er hat bestimmt schnell wieder eine Phase, wo er sich entspannt und dann kann ich ihn gleich belohnen - denkste, er hat die 5 Minuten durchgeschrien, ich hab nur eine winzige Schreipause nutzen können, um mich und ihn vom Rad zu erlösen. Dann auf dem Heimweg nach dem Hundetreffen das gleiche Spiel. Und so geht es jetzt ständig. Wenn ich mir vornehme, Anhänger zu üben, kann ich locker einen Vormittag einplanen - denn die 3 Minuten zum Gassi schreit er durch, sodass ich beim Feld dann (auf Asphalt, keine Huggel) locker mal 45 Minuten Kreise fahre, bis er entspannt und ich ihn rauslassen kann. Auf dem Heimweg dann das Gleiche. Das eigenartige ist, dass er trotz allem immer noch von selbst und sehr gerne reinspringt. Dann sitzt er im Hänger und frisst seine Wurst.
Damals als Welpe bei uns im Auto hat er einen ebenso großen Terz gemacht. AUch damals meinten alle: Fahrt, fahrt, fahrt, er lernt das! Also bin ich gefahren, hab mir Musik angemacht und es ausgehalten und tatsächlich, bei jeder Fahrt wurde es besser und heute liebt er das Auto, schläft darin, bleibt darin allein... Nur ein Auto ist in der Öffentlichkeit praktischer, denn die glotzenden Passanten hörten das Gekreische nicht. Und man legt natürlich ohne Probleme längere Strecken zurück, mit dem Fahrrad ist man oft nicht lang genug unterwegs, sodass es nie bis zur Entspannung kommt (außer durch besagtes Kreisefahren).

Glaubt ihr, der Tipp "einfach fahren, er lernt das" hilft? Wie habt ihr das gemacht?
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Roosie
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Roosie » Mi Mai 18, 2016 4:39 pm

Kurzes Update :-)

Nachmittags habe ich es trotz dem Frust von heute morgen noch mal versucht. Ich hatte dann die Idee, das er vielleicht ein Problem mit der völligen Kontrollabgabe hat - Jasper liebt es, alles im Griff zu haben (auch wenn er das oft nicht darf ;-) ).
Also habe ich ihn im Wagen festgebunden und die Klappe vorne (Blick zum Fahrrad) auf gelassen. So konnte er rausschauen und theoretisch springen, was ich ihm natürlich nicht erlaubt habe. Er war gleich viel entspannter und hat kurze Strecken problemlos gemeistert. Ich habe dann immer nach ein paar Metern angehalten, ihn mit Wurst gefüttert und bin wieder ein Stück weitergefahren. Das hat gut geklappt. Beim Gassi hat er dann voll aufgedreht und auf dem Heimweg hat es mit dem Wagen auch super geklappt. Er ist noch nicht völlig entspannt aber er bleibt drin und ist ruhig und er frisst Wurst.

Jetzt muss ich wohl die Distanzen langsam steigern.

Freu mich trotzdem auf eure Erfahrungsberichte, auch wenn der Hilfeschrei nicht mehr ganz so laut ist ;-)
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Gero
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Gero » Do Mai 19, 2016 5:19 am

Guten Morgen!

Genau das Theater hat Nina (Kleinpudel) als Junghund auch im extra gekauften Anhänger gemacht. Vorher hatte ich sie einige Male im Fahrradkorb (Einkaufskorb) und da war sie entspannt.

Also wurde der Anhänger wieder verkauft und ein Hundekorb mit Gitter-Oberteil für Hunde bis 10 kg angeschafft - kleines Kissen rein und Nina genoß die Radfahrten von da an sehr.
Bei längeren Ausfahrten - sie lief natürlich auch immer wieder längere Strecken nebenbei - wenn sie müde wurde oder keine Lust mehr zum Laufen hatte, sprang sie am Rad hoch und fiepte und wollte ins Körbchen!

Allerdings hat Männe mir den Korb mittels Flacheisen auf dem Gepäckträger befestigt, für den Lenker fand ich ihn zu groß und mit Hund zu schwer. So konnte ich ihn ohne Gitter auch für Einkäufe nutzen.

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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Roosie » Do Mai 19, 2016 7:57 am

Ja, man muss erfinderisch bleiben ;-)

Den Korb hatten wir auch schon und den haben wir letztens verkauft, als Welpe wollten wir ihn damit mitnehmen aber er fand es furchtbar, eingesperrt zu sein. So kam ich ja dann auf die Idee mit dem offenen "Fenster" beim Anhänger, mal sehen, wie gut wir damit jetzt fahren (im wahrsten Sinne des Wortes :-D).
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Sch-Nelly
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Sch-Nelly » Do Mai 19, 2016 6:51 pm

Hallo,
den Hänger haben wir bei Nelly probiert ... war ne Katastrophe. Der XXL- Korb für den Gepäckträger war es - solange er im Wohnzimmer stand - auch. Selbst die feinsten, liebsten Leckerlies hat Nelly darin abgelehnt. Wir haben
sie dann - kurz entschlossen - im Urlaub einfach reingesetzt und das Gatter drüber zugemacht. Am Anfang hat Nelly panisch geguckt, sich aber zunehmend entspannt. Im Wald durfte sie nebenherrennen, hat dabei die Geschwindigkeit vorgegeben. Am Ende des Waldweges hat sich Nelly problemlos in den Korb stopfen lassen. Allerdings hat sie sich bemerkbar gemacht, als sie merkte, dass wir auf freier Strecke unterwegs waren und es keinen Autoverkehr gab. Dann ist sie erst einmal abgegangen wie ne V1. Nach ca. 5 km hatte Nelly keine Lust mehr und wollte in den Korb, ist am Fahrrad hochgesprungen.
Nun hoffen wir, dass wir diesen sperrigen "Zaun" irgendwann nicht mehr brauchen, Nelly auch so artig sitzen bleibt.

Wir sind mit der jetzigen Lösung hochzufrieden.
VG von Heike mit Nelly.

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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Gero » Fr Mai 20, 2016 4:08 am

Guten Morgen,

wir haben irgendwann auch das Gitter ganz abgelassen. Nina wurde dann am Geschirr mit einer Doppelleine für kleine Hunde am Korb befestigt und konnte somit nicht rausfallen/-springen.

Die Doppelleine ist zum Führen von 2 Hunden gedacht, waren zwei Bänder mit je einem Karabiner verbunden mit einem Ring - jedes Band ca. 30-35 cm lang. Gabs damals im Fressnapf.

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Phoebe
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Re: Radfahren mit Hund

Beitrag von Phoebe » Fr Mai 20, 2016 7:36 am

Ich habe zwei ganz einfache Gepäcktaschen links und rechts am Gepäckträger, worin je eines der Mädels sitzt.
Darin bleiben sie artig sitzen, unangeleint. Denn falls sie doch mal rausspringen, hätte ich Angst vor einer Strangulation. Einer Bekannten ist das mit ihrem Chi passiert :shock: Trotz ganz kurzer Leine .... zum Glück hatte das Kerlchen Übergewicht und ein dementsprechendes "Schutzpolster" :roll:
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