Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Alles rund um die Erziehung.
lenibeni
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von lenibeni »

Bupja hat geschrieben:
Mi Sep 16, 2020 4:27 pm
Irgendwie klingt das so negativ... Empfindest Du das denn als so schlimm? Habt ihr denn noch andere Baustellen?
Ich hab jetzt nichts aus Deinen Posts heraus gelesen, an dem man mit Geduld und Spucke nicht arbeiten könnte.
Das meinte ich gar nicht negativ! Diesmal wusste ich ja schon, auf was ich mich einlasse! Beim ersten Hund dachte ich auch nach 10x Hundeschule ist der Hund fertig erzogen! :lol: Ich war so ahnungslos!
Aber Geduld ist nicht gerade meine Stärke!

Und mit der inneren Ruhe ist das so eine Sache, aber ich arbeite daran! :roll:

kittywu
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von kittywu »

Super, dass ihr einen Erfolg hattet!

Ich habe mit diesem (zugegebenermaßen ziemlich umfangreichen) Aufbau des alleine bleibens die besten Erfahrungen gemacht: https://www.hey-fiffi.com/angst-bei-hun ... -erkennen/

Vielleicht findest du ja noch Anregungen.

lenibeni
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von lenibeni »

Den Film finde ich total spannend, und es sind wieder ein paar Anregungen dabei, nur habe ich leider nicht mehr die Zeit das alles aufzubauen. Aber das mit dem Entspannungsgeruch werde ich mal versuchen einzubauen.

Wanobi fordert mich ganz schön. Heute morgen hat er einen riesen Aufstand gemacht, als ich das Wohnzimmer verlassen habe und eine halbe Stunde ohne ihn im ersten Stock war - er war nicht allein, mein Töchterchen war mit ihm im Wohnzimmer! Als ich anschließend einen schönen Spaziergang mit ihm machen wollte, mit viel Spiel und Spaß und "ordentlich an der Leine gehen" üben, schaut er mich nicht an!! Jedes Düftchen ist interessanter als ich!! Ich fühle mich echt veräppelt :frech:
Letzte Woche hatte ich einen Termin mit der neuen Hundetrainerin, die mir nochmal eine andere Möglichkeit gezeigt hat Leinenführigkeit zu üben, nachdem ich gefühlt schon alles ausprobiert habe und nicht weiterkomme. Ich war echt motiviert mit ihm zu üben, aber jetzt brauche ich mal eine Übungspause, ich bin frustriert. :keule:
Erwarte ich zu viel von meinem Pubertier? Ich habe ja gerade auch zwei menschliche Exemplare im Haus, da weiß ich, dass das harte Zeiten sind! :fechten:

Dani81
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Dani81 »

Junge Rüden 🤭🤮
Meiner ist jetzt 12 Monate alt und auch voll balla wenn wir raus gehen. Er zieht und bellt ...
Wir haben unsere Erwartungen jetzt ... gestrichen 🤪. Es gibt viel Freilauf und auspowern und nur kurze Einheiten wo er schön an der Leine laufen muss.
In 12 Monaten wird es wieder besser 🤣

Fluse
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Fluse »

lenibeni hat geschrieben:
Sa Sep 19, 2020 5:33 pm

Letzte Woche hatte ich einen Termin mit der neuen Hundetrainerin, die mir nochmal eine andere Möglichkeit gezeigt hat Leinenführigkeit zu üben, nachdem ich gefühlt schon alles ausprobiert habe und nicht weiterkomme. Ich war echt motiviert mit ihm zu üben, aber jetzt brauche ich mal eine Übungspause, ich bin frustriert. :keule:
Auch wenn es hier kein Thema ist, magst du mir die andere Möglichkeit bei der Leinenführigkeit beschreiben?
Ich beschäftige mich auch gerade nochmal damit. Es gibt so viele Arten... :roll:
Liebe Grüße von Alina mit Purzel

jojojojobounty
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von jojojojobounty »

Fluse hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 10:02 am
lenibeni hat geschrieben:
Sa Sep 19, 2020 5:33 pm

Letzte Woche hatte ich einen Termin mit der neuen Hundetrainerin, die mir nochmal eine andere Möglichkeit gezeigt hat Leinenführigkeit zu üben, nachdem ich gefühlt schon alles ausprobiert habe und nicht weiterkomme. Ich war echt motiviert mit ihm zu üben, aber jetzt brauche ich mal eine Übungspause, ich bin frustriert. :keule:
Auch wenn es hier kein Thema ist, magst du mir die andere Möglichkeit bei der Leinenführigkeit beschreiben?
Ich beschäftige mich auch gerade nochmal damit. Es gibt so viele Arten... :roll:
Wäre auch sehr interessiert 🙋🏼‍♀️😅

Fluse
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Fluse »

Sollen wir ein neues Thema aufmachen?
Für eine bessere Übersicht.
Liebe Grüße von Alina mit Purzel

lenibeni
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von lenibeni »

Mittlerweile bleibt Wanobi einige Stunden alleine!!! Die Hundesitterin kam und ging immer ein bisschen früher, so dass er immer länger alleine blieb. Mittlerweile muss er tatsächlich 5 h alleine bleiben, gestern habe ich nochmal die Kamera aufgestellt und er schläft die meiste Zeit. Zwar nicht in seinem Bett, sondern auf der Fußmatte vor der Tür, aber er sieht entspannt aus. :streichel:

Bisher habe ich ihn immer in der Garderobe eingesperrt, weil er da am wenigsten Ablenkung hat, leider hat er die letzten beiden Tage alle Türen aufgemacht!!! Keine Ahnung wie er das schafft! Soweit wir sehen konnten hat er keinen größeren Unsinn angestellt, außer die Leckerlibox ausgeräumt! :roll: Um unsere Türklinken zu schonen, und damit er sich nicht noch verletzt werde ich die Türen jetzt auflassen, auf die Gefahr hin, dass er den ganzen Vormittag am Wohnzimmerfenster steht und wartet. :n010: Der Junge hat echt einen eigenen Kopf, erst die Sache mit der Box und jetzt halten ihn nichtmal Türen auf!
Am Montag stelle ich die Kamera mal ins Wohnzimmer, um zu sehen was er da macht.

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Tschucki
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Tschucki »

Das klingt doch sehr gut! Vielleicht könnt ihr einfach die Klinken abmachen und um 90 Grad gedreht wieder aufstecken. (aber laßt Wanobi dabei nicht zusehen :mrgreen: )
Schöne Grüße,
Tschucki mit Zwergpudel Rösti ⌚2016

lenibeni
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von lenibeni »

Noch eine Sache, die irgendwie zum Thema passt:
Wanobi führt sich unheimlich auf, sobald ich das Zimmer verlasse und er nicht mit kann. Bsp. ich stehe vor der Haustüre und unterhalte mich mit jemanden und er ist drin, oder ich gehe kurz raus auf die Terrasse...nach 10 Sekunden ist großes Gejaule und Gebell!! Wenn die Kinder nahe zu mir kommen, spring er auf, bellt und drängt sich dazwischen. Wenigsten knurrt er jetzt nicht mehr, das hat er einmal gemacht, da hab ich allerdings ziemlich heftig reagiert. Ich fühle mich irgendwie schon kontrolliert.
Was meint ihr, wie kann ich ihm das abgewöhnen? :n010:

Rohana
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Rohana »

Frag mal Deinen Hundesitter ob das bei dem genauso ist.

Und dann: achte sehr auf Deine Körpersprache. Hast Du Wanobi im Blick, bist du ihm zugewandt (weil du kontrollieren willst was er tut?)? Wenn Du zurück kommst: begrüßt du ihn, sprichst du ihn an, schiebst ihn weg, nimmst in irgendeiner Weise von ihm Notiz? Oder schaffst Du es, dass er total Luft für dich ist, bist wirklich zu 100% mit andern Dingen beschäftigt?
Letzteres würde ich Dir sehr empfehlen. So lange der Hund nicht wirklich überzeugt ist, dass er grad nicht dran ist, wird er weiter nerven. Erst wenn er wirklich ruhig ist, sich am besten hinlegt - dann ist dein Einsatz gefragt: hin und loben. Aber so ruhig, dass er sich am besten gleich wieder hinlegt oder gar liegen bleibt. Wenn er aufsteht, hüpft, jault,... ist er Luft.
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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lenibeni
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von lenibeni »

Ich ignoriere ihn meistens.
Anfangs habe ich das auch noch beim nachhause kommen gemacht, aber irgendwo hab ich gelesen, dass der Cortisonspiegel (Stresshormon) bei Hunden deutlich schneller runtergeht, wenn man sie ruhig begrüßt. Jetzt wird er von mir quasi beruhigt, wenn ich heimkomme, so dass er nicht mehr wie ein Gummiball rumhüpft.
Wenn ich mich im Haus bewege ignoriere ich ihn meistens, ganz anders meine Kinder, die bei jedem Treffen ein großes "Hallo" mit ihm machen.

Rohana
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Rohana »

Ach mensch, manchmal kommt man hier so aus der Ferne an die Grenzen. Solche Dinge kann man einfach viel besser beurteilen und passendere Hinweise geben, wenn man mal zuschauen kann. Ich bin auf diesen Hinweis gekommen, weil ich gerade die Woche auf dem Hundeplatz eine Frau hatte, deren Hund sie ständig anmotzte, weil wir miteinander sprachen und Hund somit gerade mal nicht im Mittelpunkt stand. Ich sagte der Frau, sie solle den Hund so lange anbinden wie wir sprechen, denn sie war total abgelenkt. Es ist ja auch schwer, einen Hund wirklich links liegen zu lassen, der an einem hoch hüpft, bellt, die Wiese aufbuddelt,...
Dann war der Hund sicher angebunden, nichts konnte passieren. Und dann zeigte sich: auch jetzt war die Frau nicht in der Lage, ihren Liebling wirklich zu ignorieren. Sie drehte sich halb zum Hund, schaute was er macht. Und das noch dazu ganz ohne Körperspannung und dafür mit deutlichen Herzchen in den Augen. Da war für mich klar zu sehen, was sie anders machen muss und woran wir arbeiten müssen.

Es geht ja auch nicht darum, den Hund nun immer und dauerhaft zu ignorieren, sondern das im richtigen Moment zu tun und dann eben wirklich und mit ganzem Herzen. Und ebenso im richtigen Moment zu loben, mal ruhig, mal aber auch so richtig mit Party und Tamtam. Da das richtige Händchen für zu entwickeln ist nicht immer einfach. Aber wenn man es geschafft hat, wird man mit seinem Vierbeiner irgendwann ein richtig tolles Team. Und Du schreibst ja, dass ihr gute Fortschritte gemacht habt. Von daher bin ich guter Dinge, dass ihr das mit der Zeit immer besser hinbekommt.
Liebe Grüße von
Christiane, Kaba und Mika

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Pat
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Re: Wanobi bleibt immer noch nicht allein

Beitrag von Pat »

Liebe Lena,

Ich habe den Thread gerade erst gelesen und hab dabei festgestellt, dass Ihr ja schon auf einem guten Weg seid!
:klatsch:
Trotzdem noch ein paar Gedanken dazu von mir.
Wir haben ähnliche Probleme und trainieren seit Februar ganz bewusst das Alleine-Bleiben.
Da ich seit März und bestimmt noch bis Jahresende auch nicht mehr im Büro bin, ist der Druck zum Glück echt raus - gleichzeitig gibt es aber auch kaum Bedarf Bobby 5 Stunden alleine zu lassen (bzw kriege ich das eben im Home Office auch zeitlich garnicht hin).

Erstmal klingt das für mich bei Euch eher nicht nach Verlustangst. Bobby heult auch wie ein Wolf und meiner Trainerin war trotzdem nach 5 Sekunden klar, dass Kontrolle das Problem ist.
Das Hinterherlaufen in der Wohnung habe ich tatsächlich (auch wenn es anfangs echt ein Problem für mich war) mit Anleinen auf seinem Platz in den Griff bekommen. Box war für uns auch eher ungeeignet, die hat er auf immer aufbekommen.
Inzwischen bleibt er natürlich unangeleint in seinem Bett. Manchmal muss ich ihn hinschicken, aber ein 'bleib' oder 'warte' wende ich da nicht an. Wenn ich eine Stunde oder länger weg bin dann darf er gerne mal was trinken gehen oder von mir aus auch den Platz wechseln. Wenn ich 'warte' sage gilt das aber ja bis ich es auflöse.
Inzwischen ist es bei uns übrigens so, dass er mich nicht begrüßt wenn ich wieder komme, sondern mir stattdessen zeigt, wie brav er in seinem Bett sitzt. :lol:

Ein ganz wichtiger Bestandteil meines Trainings war das Auspowern. Und zwar richtig. Du meintest 'so lange kann ich garnicht spazieren, bis er mir nicht mehr folgen will'. Das hab ich auch immer behauptet und wurde eines besseren belehrt. Ich bin anfangs jeden Tag 2 Stunden früher aufgestanden, bin ca eine Stunde mit ihm Fahrrad gefahren und habe 30 min Suchspiele gemacht. Ich hab ihn wirklich komplett platt gemacht (das Pensum Inzwischen aber wieder zurück gefahren).
Vielleicht powert Eure Sitterin ihn auch richtig aus? (Oder aber es ist für ihn einfach nicht so schlimm, wenn sie ihn 'verlässt'.)

Bei uns ist inzwischen fast nur noch ein Problem, wenn ich ihn auswärts alleine lasse (wie zB beim Forumsspaziergang im August, wo ich dann eben auch mal kurz auf die Toilette musste :roll: ), aber auch da sind wir dran.

Ich drücke Euch weiterhin die Daumen und bin gespannt,was du berichtest!
Pat mit Großstadt-Kleinpudel Bobby ♡
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