lisa und .......... sterbehilfe

Hier könnt ihr Euren Fähigkeiten freien Lauf lassen
Antworten
lisamaus
Mini-Nase
Beiträge: 484
Registriert: So Dez 16, 2007 9:53 am
Wohnort: 72181 starzach

lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von lisamaus » So Jun 27, 2010 5:23 pm

irgendwie muss ich das loswerden ...........
wir wohnen in einem hochhaus, es ist ein sozialer brennpunkt - viele ausländer, hartz-IV-empfänger, sozial-schwach entwickelte, aber auch normale bürger leben hier zusammen. mit lisa konnte ich viele schranken und vorurteile einreissen, jeder im haus liebt und schätzt sie. menschen mit sog. "allergie" und auch hunde-ablehner konnte sie überzeugen, dass ein hund ein sehr liebenswertes geschöpf ist. selbst mütter mit "hygiene-fimmel" lassen ihre kinder beruhigt mit ihr spielen. der tenor im haus ist: lisa ist kein hund, sie ist eine freundin für alle.
nun war u.a. ein mitbewohner, der sich von dem "geschmeiss" der bewohner entfernt hat, er bezeichnete sich als "aussteiger" - ein mann der mit 65 jahren mal kurz 120 km auf dem rad abgestrampelt hat - bekam krebs. das wusste er seit februar, seit mai wusste er, dass ihm niemand mehr helfen kann. hin und wieder haben wir ihn besucht, für ihn eingekauft oder kleinere dinge erledigt. er hatte in den letzten wochen einen richtigen "menschen-hass", er konnte auch mir nicht mal die hand geben. lisa hat sich an ihn geschmiegt, er hat sie gestreichelt, geküsst und in ihr fell geweint - er kam vor 14 tagen als notfall in die klinik. seit gestern weiss ich, dass er vor einer woche gestorben ist. von der schwester habe ich erfahren, dass er in den letzten stunden unruhig war und immer nach "lisa" verlangt hat. die klinik hat fieberhaft versucht, eine angehörige namens lisa zu finden - vergebens - er hat nach meiner maus verlangt. ich bin sehr traurig über seinen tod - und unendlich glücklich, dass er das letzte lebewesen das er liebhaben konnte - meine lisa - eine kleine weisse pudeline war.
lg - lisa und marly
man kann auch ohne hund leben, aber es lohnt sich nicht

Benutzeravatar
SKAlala
Zwerg-Nase
Beiträge: 995
Registriert: Mo Jul 24, 2006 2:33 pm

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von SKAlala » So Jun 27, 2010 5:32 pm

sehr bewegend... musste gerade einige tränen verdrücken...
Bild

Benutzeravatar
Resi
Supernase
Beiträge: 3503
Registriert: Fr Jul 17, 2009 2:13 pm
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von Resi » So Jun 27, 2010 5:43 pm

mensch das geht aber nahe. Tiere haben oft einen ganz besonderen Draht zu Menschen sie helfen und spenden Trost oder sind einfach nur da.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

Benutzeravatar
theo
Kleine-Nase
Beiträge: 1213
Registriert: Fr Aug 14, 2009 7:54 pm
Wohnort: bei Karlsruhe

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von theo » So Jun 27, 2010 7:02 pm

SKAlala hat geschrieben:sehr bewegend... musste gerade einige tränen verdrücken...
ging mir eben genauso, bekam echt gänzehaut.
Bild
Viele liebe Grüße von Heike und Theo V3

Benutzeravatar
Samtpfote
Supernase
Beiträge: 5457
Registriert: Do Okt 09, 2008 9:19 am
Wohnort: Nähe Ingolstadt
Kontaktdaten:

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von Samtpfote » Mo Jun 28, 2010 7:02 am

theo hat geschrieben:
SKAlala hat geschrieben:sehr bewegend... musste gerade einige tränen verdrücken...
ging mir eben genauso, bekam echt gänzehaut.
ich auch .... wahnsinn :?
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

Bild

Benutzeravatar
Coco
Supernase
Beiträge: 5144
Registriert: Fr Dez 04, 2009 2:12 pm
Wohnort: Schwandorf
Kontaktdaten:

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von Coco » Mo Jun 28, 2010 7:18 am

Gänsehaut ... ja da hatte ich auch ... Hunde sind was ganz besonderes und ich möchte meine Mia oder sonst einer unserer Pudelchen nie an meiner Seite missen ...
Bild

Netti10
Einsteiger-Nase
Beiträge: 17
Registriert: Mo Aug 16, 2010 7:13 pm

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von Netti10 » Mo Aug 30, 2010 7:20 pm

Liebe Lisamaus,
da habe ich gerade eine schöne Geschichte gefunden, deren Ende genau zu dem paßt, was du geschrieben hast.

Viele Grüße,
Netti


Das arme Pudelchen - oder: wie die Hunde ihre Aufgabe bekamen
Ein Märchen von Kurt-Reinhard Leussler


Vor langer, langer Zeit gab es einmal ein Königreich, in dem die Menschen glücklich und zufrieden lebten. Alle waren fleißig und hatten gut zu essen. Nur die Hunde waren faul, lagen ständig vor dem Haus und warteten nur darauf, gefüttert zu werden.

Eines Tages fiel das dem König auf. Er wollte einen seiner Bauern besuchen und ging in dessen Bauernhof. Der Hund des Bauern und beachtete den König überhaupt nicht und blieb gelangweilt liegen. Da wurde der König ärgerlich und sagte zu dem Hund: „Du solltest deinen König begrüßen und deinen Herren rufen!“ Anstatt ihm zu folgen, wurde der Hund frech, bellte böse und knurrte den König an. Jetzt ward der König richtig zornig. Zurück an seinem Königshof, bestellte er seinen Minister zu sich und sagte: „Unsere Hunde sind faul und ungehorsam geworden. Zur Strafe sollen die deshalb mein Königreich verlassen. Weder Mann noch Frau noch Kind darf seinen Hund behalten.“

Als das die Tochter des Königs hörte, die an der Tür gelauscht hatte, lief sie schnell zu ihrem Vater. „Vater, Vater so lass doch die Hunde beweisen, dass sie uns nützlich sind!“ Der König, der zwar streng war, aber auch ein gutes Herz hatte, überlegte lange. „So sei es denn! Ein Jahr gebe ich allen Hunden Zeit, mir ihren Nutzen für uns zu zeigen. Nach diesem Jahr dürfen die fleißigen bleiben, die anderen müssen gehen. So soll es geschehen.“

Als die Hunde das hörten, erschraken sie sehr und ein jeder lief nach Hause, sich eine Aufgabe zu suchen.

So verging ein Jahr und der König rief alle Hunde des Königreichs zu sich und verlangte Rechenschaft.

„Wir bewachen Haus und Hof und schützen Mensch und Tier“, sagten da die einen Hunde. Wir wollen uns ab jetzt Hofhunde nennen.“ „Das ist gut so“, meinte der König. „Ihr dürft bleiben“.

„Wir beschützen die Kuh- und Schafherden“, sagten andere Hunde. „Wir wollen uns Hütehunde nennen“. „Brav“, sagte der König, „auch ihr könnt bleiben“.

„Wir finden und retten verletzte Menschen und bergen sie aus Erde, Wasser und Schnee. Wir werden uns Rettungshunde nennen.“ „Auch das ist gut, das Bleiben wird euch gestattet.“

„Wir helfen den Jägern und wollen uns Jagdhunde nennen.“

„Recht so“, rief der inzwischen sichtlich erfreute König. „Bleibt.“

„Wir führen blinde Menschen, und nennen uns ab jetzt Blindenhunde.“ „Eine besonders lobenswerte Aufgabe,“ stellte der König fest“. „Natürlich dürft ihr bleiben.“

Inzwischen hatten alle Hunde ihr Bleiberecht erhalten. Nur ein kleines Pudelchen konnte keine Arbeit nennen, die es verrichte. Das sah der König böse an und verkündete: „Du musst gehen. Denn du bist zu nichts nützlich!“

Da weinte das Pudelchen bitterlich und sagte: „Aber ich erfreue doch das Herz eines kranken Kindes.“ „Das ist eine faule Ausrede, du musst gehen,“ erwiderte der König streng.

Als das die Königstochter hörte, lief sie abermals zu ihrem Vater. „Vater, lass uns prüfen, ob er die Wahrheit spricht.“

Nach einigem zögern willigt der König ein. Sie ließen sich von dem Pudelchen zu dem Haus des kranken Kindes führen. Schon weit vor dem Haus lief ihnen die Mutter des krankem Kindes entgegen. „Ein Glück, das du wieder da bist“, rief die Mutter dem Pudelchen zu. „Seit du weg bist, ist meine kranke Tochter ganz traurig geworden. Du hast ihr mit deinem lustigen Spiel immer Mut gemacht. Du hast ihr immer die Hand geleckt, wenn sie geweint hat. Du hast dich immer vor ihr Bett gelegt und aufgepasst, wenn sie Fieber hatte. Du hast mich geholt, wenn sie nachts aufgewacht ist. Ich wüsste gar nicht, was ich ohne dich tun sollte.“

Da war der König gerührt. „In Zukunft dürfen auch alle Hunde bleiben, die das Herz der Menschen rühren“.

Von nun an lebten Menschen und Hunde zufrieden miteinander und jeder Hund hatte seine Aufgabe.

Und wenn sie nicht gestorben sind.....


(Link: http://www.mainzer-hundeverein.de/pages ... erchen.htm)

lisamaus
Mini-Nase
Beiträge: 484
Registriert: So Dez 16, 2007 9:53 am
Wohnort: 72181 starzach

Re: lisa und .......... sterbehilfe

Beitrag von lisamaus » Mi Sep 01, 2010 5:36 am

danke für die wunderschöne geschichte - danke, dass du sie geschrieben und hier veröffentlicht hast :-)

liebe grüsse lisa und marly
man kann auch ohne hund leben, aber es lohnt sich nicht

Antworten

Zurück zu „Gedichte und Geschichten“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast