VDH?

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Rohana
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Re: VDH?

Beitrag von Rohana » Di Feb 10, 2015 12:34 pm

Die Farbe gefällt vielen Leuten - das ist doch Grund genug das es gemacht wird, oder?! Es ist der gleiche Grund aus dem z.B. Möpse nahezu ohne Nase gezüchtet werden und Hunde mit mehr Falten als sonst was. Einfach eine Geschmacksfrage.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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falla
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Re: VDH?

Beitrag von falla » Di Feb 10, 2015 12:43 pm

und deswegen würde ich mir kein merle oder falten, plattnasenhund anschaffen :lol:
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Rohana
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Re: VDH?

Beitrag von Rohana » Di Feb 10, 2015 12:52 pm

Ich auch nicht. Aber der Haken ist, dass andere Leute das eben anders sehen...

... und schon kann man trefflich streiten. :roll:
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Doro
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Re: VDH?

Beitrag von Doro » Di Feb 10, 2015 12:54 pm

Leider geht es oft auf Kosten der Gesundheit der Tiere und diverse Verbände machen munter dabei mit Rassen zu verschlimmbessern nur weil alles irgendwie möglich ist.
https://www.youtube.com/watch?v=HhARNuDIh6Q
Viele Grüße
Doro

isiariane
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Re: VDH?

Beitrag von isiariane » Di Feb 10, 2015 3:28 pm

Trotzdem finde ich es schade, das man hier die Farbe merle jetzt so negativ belastet. Sie ist nicht ganz ungefährlich, aber wenn die Genetik berücksichtigt wird, dann soll man gesunde HUnde züchten können. Wie (fast) immer ist das Extrem das gefährliche. Es wurde der Mops genannt, eigentlich eine total tolle und auch sportliche Rasse, denn der Ur-Mops wandert stundenlang mit einem durch sämtliches Gelände ohne zu ermüden (nur heißes Wetter, das ist nicht seins). Also ein HUnd, der für Spaziergänge aller Art zu begeistern ist. Nun haben irgendwelche "schlauen" Leute dem Mops fast die gesamte Schnauze weggezüchtet, ihm eine Nase in Größe eines Reißzweckkopfes angezüchtet, aber dafür so riesiggroße Glupschaugen, das sie teilweise einfach aus dem Kopf fallen und nicht in die zu kleinen Augenhöhlen zurück passen. Für all diesen Schwachsinn kann aber der Mops als solches garnichts, auch nicht dafür, das man ihn mästet, bis er nur noch eine grunzende Sofarolle ist.

Ich finde diese übertriebenen Kindchengesichter schlimm, finde aber das Kindchenschema schon niedlich :oops: , deshalb habe ich hier einen Mini-Shih-Tzu mit Nase. Meine kleine "Malou" ist einfach zuckersüß. Doch dieser kleine tibetanische Tempelhund hat einen Nasenrücken (wenn auch einen kurzen) und kann ganz normal atmen. Und da ich bei einem Hund von 22 cm Schulterhöhe eine Felllänge von 40 cm und mehr zu lang finde, schneide ich ihr regelmäßig einen Puppy-Schnitt mit ca. 10 cm Fell. So habe ich einen HUnd, der das Kindchenschema erfüllt, aber trotzdem gesund ist. Denn der "Ausstellungs-Shih-Tzu" hat die gleichen Probleme mit dem Gesicht, wie der Mops. Die Nase ist eigentlich garnicht mehr vorhanden und diese Rassen erinnern einen an eine Extrem-Perserkatze, auch denen hat man ja die Nase komplett weggezüchtet.

Auch einen Mini-Chuahua nenne ich mein Eigen, obwohl ich diese Art HUnd einfach entsetzlich finde bzw. was Menschen da züchten. "Ornella" hat eine offene Schädeldecke, papierdünne Knöchelchen, riesige Glubschaugen, wahrscheinlich Organdefekte und ist eigentlich eine Karikatur von Hund. Dazu hat sie noch die Farbe blau (ganz genau blue-fawn-brindle), auch eine sehr umstrittene Farbe, die eine ganze Reihe gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Diese Hündin war einfach zu klein geblieben, denn eigentlich sollte sie eine Zuchthündin werden die reichlich Welpen in ausgefallenen Farben wirft. Ihre Mutter ist laut Papier übrigens lila, und sieht im Orginal sehr hübsch und selten aus. Bevor ich diesen HUnd kaufte, wußte ich überhaupt nicht, das es so winzige Hunde gibt (obwohl mein Mann behauptet, das kann kein Hund sein). Ehrlich gestanden war es Mitleid, das ich diese Hündin gekauft habe, sie hat sich in mein Herz geschlichen und ich habe sie mitgenommen um ihr kleines Leben zu behüten. Meine Tierärztin meint entweder wird die 20 Jahre alt oder kippt in den nächsten 5 Minuten tot um, denn für diesen Miniaturkörper mit noch kleineren Organen, da kann sie für nichts garantieren. So lebt meine kleine "Nelli" hier ihr sehr behütetes Leben mit einer weiteren kleinen Chi-Hündin, trotzdem finde ich , die Zucht von so kleinen HUnden gehört verboten. Oft bekomme ich Anfragen wegen Welpen von meinen beiden Chihuahuahündinnen, aber ich werde niemals das Risiko eingehen und einen Drei-Pfund-Hund vermehren, denn Zucht ist sowas ganz sicher nicht.

Es gibt noch viele Rassen, die einfach völlig verzüchtet worden sind, Hunde mit einem Gewicht von über 100 kg....., da finde ich die Farbe merle garnicht so schlimm (solange die Genetik beachtet wird). Und ich muß gestehen, ich finde Merle-Hunde oft sehr hübsch, aber da ich mir die Zucht nicht zugetraut habe, gab es bei mir keine Tigerdackel. Beim Pudel finde ich die Farbe nicht so spektakulär, aber Aussis gibt es da schon wirklich wunderschöne und ich mag sowohl Blue-merle als auch Red-merle. Noch besser gefällt mir diese Farbgebung bei Kurzhaarhunden, da sieht man das Muster noch besser. Aber ich verfahre da nach dem Motto, nicht alles was ich toll finde muß ich auch haben.

Trotzdem glaube ich nicht, das alle Menschen die einen Merle-HUnd haben und diese Farbe lieben Tierquäler oder gewissenslose Menschen sind. Und mal ganz ehrlich, wer regt sich über Dalmatiner auf, da kommt aber ein hoher Prozentsatz taub zur Welt. Vor dem Kauf wird zwar mittlerweile ein Hörtest gemacht (zumindest bei den aus dem VDH), aber was passiert denn mit den tauben Welpen? Und es wird immer taube Welpen bei solchen Rassen geben, auch weiße Bullterrier und überhaupt total weiße Hunde sind da vermehrt von betroffen.

Daher finde ich es ok, wenn jemand sagt, der möchte so einen Hund nicht haben, weil er entweder Angst hat einen kranken HUnd zu bekommen oder einfach weil er die Farbe nicht mag. Aber andere Leute an den Pranger zu stellen, weil sie so einen Hund haben oder gar züchten, das halte ich für nicht gut. Denn wenn man bei der Zucht einiges beachtet, dann sollen es genau so gesunde Welpen sein, wie Welpen anderer Farbe auch.

Vielleicht sollte der VDH mal über die Überarbeitung von einigen Rassebeschreibungen nachdenken und ganz wichtig, ihre Richter auch dazu anhalten dieses auf Ausstellungen so zu beurteilen. Das wäre etwas, was ich mir schon sehr lange wünsche.
Viele Grüße von Ariane mit Mozart, Humboldt und den 4 Minis

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Curly-Petra
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Re: VDH?

Beitrag von Curly-Petra » Di Feb 10, 2015 3:47 pm

kein Risiko wenn man einige eigentlich ganz einfache Sachen beachtet

weils Menschen gibt denen das sehr gut gefällt
Ich bin nicht auf der Welt um so zu seine wie andere mich haben wollen!
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Re: VDH?

Beitrag von Harli » Di Feb 10, 2015 4:13 pm

Okay, jetzt scheint es ja hier wieder etwas ruhiger zuzugehen. :)
Ich hätte da nämlich mal eine Frage.
So wie ich auf verschiedenen Seiten gelesen habe, wurde also die Merlfarbe beim Pudel durch einkreuzen von vermutlich einem Sheltie eingemendelt. Nun sehen die meisten merlfarbigen Pudel ja tatsächlich für mich als Laie auch wieder aus wie richtige Pudel, die Proportionen stimmen, Locken haben sie...
Das ist ja nix Neues, dass man den Genpol erweitert, oder eben auch ein optisches Erscheinungsbild dem ganz persönlichem Ideal (von vielleicht anfangs nur wenigen Liebhabern) näher kommt, indem man mal kurzzeitig eine andere Rasse mit reinnimmt. Gibt es ja in der Geschichte der Hundezucht ganz allgemein bei vielen Rassen während der Entstehungsphase. Wenn jetzt mit diesen Pudeln oder eben bei anderen Rassen anderen Hunden ab da wieder ausschließlich mit rassereinen Vertretern weitergezüchtet wird, ab wann darf sich denn so ein Individuum, das in grauer Vorzeit mal eine Fremdverpaarung in seiner Ahnengeschichte hatte, wieder reinrassig nennen? Nach wievielen Generationen dürfte denn ein merlfarbiger Pudel wieder Pudel heißen? Oder ein merlfarbiger oder schokobrauner oder gescheckter oder weißer Zwergschnauzer wieder Zwergschnauzer? Gibt es da irgendeine Grundlage? Oder ist das nur so ein Dogma im FCI, dass nienienieniemals ein Hund, der eine "verbotene" Fehlfarbe hat, einfach kein Rassehund sein darf, egal wieviele Generationen unterdessen vergangen sind?
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Re: VDH?

Beitrag von Rohana » Di Feb 10, 2015 6:42 pm

@isiariane: Ja klar, es gibt noch x andere Rassen, die mehr oder weniger große Hypotheken mit sich rumschleppen. Und die Dalmatiner gehören sicher auch dazu. Wär auch kein Hund für mich. Ich bin da recht rigoros was diese Dinge angeht. Aber klar: letztlich entscheidet das jeder Hundekäufer für sich. Ich find es halt gut, wenn man sich informiert und auch als Käufer weiß was man da tut, was man unterstützt,...

@Harli: Ja, letztlich ist das wohl tatsächlich eine reine Definitionssache und eine Frage, ob ein Verein, ob und wann vielleicht sogar der VDH so einen Mix dann wieder als 'rasserein' anerkennen. Bei den Dalmatinern z.B. gab es neben der Taubheit auch noch große Probleme in der Zucht mit einer Mutation, die zu Harnsteinen führte. Diese Mutation hatten damals alle Dalmatiner! Irgendwann hat jemand sich über die Regeln des Verbandes hinweggesetzt und hat einen Pointer eingekreuzt. So hat er sogenannte LUA (low urinary acid) Dalmatiner gezüchtet, hat danach etliche Generationen immer wieder nur Dalmatiner dazu verpaart, so dass der Einfluß des Pointers verschwindend gering war. Aber die Hunde hatte vom Pointer den gesunden Harnsäurestoffwechsel mitbekommen. Es hat etliche Zeit gedauert, aber irgendwann waren die Vereine bereit, die (gesünderen) LUA-Dalmatiner anzuerkennen. Soweit ich weiß gilt das hier in D immer noch nicht für jeden Dalmatinerverein, aber da bin ich nicht sicher. Also: einkreuzen geht, aber mach Dich auf einen laaaangen Weg gefaßt, auf unendlich viele Widerstände, das ganze mit ungewissem Ausgang und damit, dass Du in dieser Zeit als so eine Art Paria von vielen Leuten behandelt wirst. Ich find es toll, dass jemand das durchgezogen hat!

Guckst Du auch hier: http://luadalmatians-world.com/wordpres ... s-projekt/
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: VDH?

Beitrag von Harli » Di Feb 10, 2015 7:52 pm

Danke, Christiane, für den Link, das ist ja super interessant! :o

Und wenn man bedenkt, dass es ja beim Dalmi ja nicht mal reines Schönheitsempfinden war, weshalb eine andere Rasse eingekreuzt wurde, sondern es vermutlich die gesamte Rasse vor dem gesundheitlichen Untergang bewahrt hat, und man liest, dass es selbst dort 38 Jahre gedauert hat (wieviele Generationen mögen das sein?), eh man die Nachkommen als reinrassig anerkannt hat, wird es wohl bei neuen Fehlfarben / Neufarben ne Ewigkeit dauern, bis die beim Pudel anerkannt werden, wenn anzunehmen ist, dass sie durch ursprüngliche Fremdeinkreuzung entstanden sein müssen.
Andererseits hab ich schon Harlekin-GPs gesehen, die nicht nur eine sehr ähnliche Tüpfelscheckung wie der English Setter hatten, sondern auch den Ohransatz und die Augenform und verdächtig lange Lefzen... (ein Schelm, der Arges dabei denkt)
Ganz ehrlich, um mal bei unserer Rasse Pudel zu bleiben. Aus Sicht von Frankreich, was sich ja als Zuchtbuchführer scheinbar immer noch absolut quer stellt, Harlekine und Black&Tans überhaupt als Pudel anzuerkennen, wie unwahrscheinlich ist es, bei dem Boom, den es zumindest im deutschsprachigem Raum gibt bei den Neufarben, dass da nicht doch mal was Fremdes miteingekreuzt wurde?
Natürlich, wir alle kennen die alten Kupferstiche und Ölgemälde auf denen schon damals zweifarbige Pudel gezeigt wurden.
Aber die paar gescheckten Pudel, die das Ausmerzen gleich in der Wurfbox überlebt haben und die paar Scheckengenträger, die es immer wieder weitervererbt haben, sollen die Urahnen von all den bunten Pudeln sein, die es in den letzten Jahren so plötzlich überall und in allen Größen gibt?
Hm. Okay. Vielleicht.
Aber wie "furchtbar" wäre es denn, wenn vielleicht ein paar findige Leute, die den Bunten auf die Sprünge helfen wollten ohne den Genpool immer kleiner zu machen, eventuell ne Verpaarung mit einem spanischen Wasserhund, Lagotto oder einen Bobtail vorgenommen hätten? Erstere gehören ja sogar weitläufig zur selben Familie, haben mit Sicherheit den selben Ursprung.
Die großen Black&Tans kriegen nen Dobermann untergejubelt, da hat man dann gleich tolle schmale Köpfe, zwei Generationen weiter hat der Nachwuchs wieder schicke Locken. Am Charakter muss man dann allerdings noch ordentlich arbeiten...

Ich bin kein Hundezüchter, ich muss da nicht an Ehre und Prinzipien festhalten, ich bin nur "Endabnehmer". Und ich habe einen Pudel, der bunt ist. Ziemlich bunt sogar. Ich gehe davon aus, dass er reinrassig ist, denn ich habe von beiden Eltern die Ahnentafeln gesehen, und die vom Vater hab ich hier immer noch zu liegen, aber ohne einen (verlässlichen) Gentest kann ich nicht sagen, ob irgendwann bei Julians Vorvorvorfahren nicht mal was anderes mitgemischt hat.
Was man meiner Meinung nach nicht mal bei Klassikern wie schwarz oder braun oder weiß sagen könnte ohne Gentest, nur da stellt sich keiner die Frage, die Farben gabs ja schon immer.
Weil das äußere Erscheinungsbild eben das eines Pudels ist. Und das seit Generationen.

Okay, das waren jetzt nur mal so Gedankenspiele. Ich hoffe, keiner fühlt sich auf den Schlips getreten und hat jetzt das Bedürfnis mich für meine laienhafte Grübelei zu steinigen. :oops:
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Re: VDH?

Beitrag von Rohana » Di Feb 10, 2015 8:11 pm

Ne, ich steinige Dich dafür gewiß nicht. Wenn der Hund nur gesund ist - und wenn er durch das mit Sachverstand erfolgte Einkreuzen vielleicht sogar gesünder wird - dann ist mir das eher recht als dass ich mecker. Wenn der Hund gesund ist, wenn der Charakter stimmt - was will ich dann mehr?!
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: VDH?

Beitrag von Cindy » Di Feb 10, 2015 11:02 pm

Harli ... Gar nicht, es handelt sich immer um Mischlinge, da ganz offiziell klar ist ... Es gibt keine Merle Pudel.

Also ist ganz klar .... Jeder Pudelartige Hund, der Merlefarben ist KANN AUSSCHLIESSLICH NUR ein Mischling sein, ohne wenn und aber ...
Viele Grüße
Cindy


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Re: VDH?

Beitrag von Curly-Petra » Di Feb 10, 2015 11:21 pm

Ja Cindy, du musst dich nicht ständig wiederholen, ich glaube dir auch so nicht :streichel:

Genau genommen hast du Recht, denn es gibt keinen wirklich reinrassigen Hund auf der Welt, dann wäre es wohl eher ein Wolf... :mrgreen:

Halleluja :wav:
Ich bin nicht auf der Welt um so zu seine wie andere mich haben wollen!
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Re: VDH?

Beitrag von Harli » Di Feb 10, 2015 11:24 pm

Cindy hat geschrieben:Harli ... Gar nicht, es handelt sich immer um Mischlinge, da ganz offiziell klar ist ... Es gibt keine Merle Pudel.

Also ist ganz klar .... Jeder Pudelartige Hund, der Merlefarben ist KANN AUSSCHLIESSLICH NUR ein Mischling sein, ohne wenn und aber ...
Aha. Naja, dann ist das wohl so. Zumindest in FCI-Vereinen.
Manchmal denke ich, es kann auch Glück sein, wenn man dem Hund die Gene nicht so direkt ansieht... Wie war das mit den cryptic Merles? Man muss dann nur die falschfarbigen Welpen untern Tisch verschwinden lassen, dann kriegt der Rest vom Wurf die passenden Rassepapiere. Gabs früher auch schon.

Also je mehr ich mich in den letzten Monaten in das Thema Reinrassigkeit und was alles dazugehört reinlese, desto eher tendiere ich dazu, gerne auch einen Welpen von einem nicht-FCI-Züchter zu nehmen...
:n010:
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Re: VDH?

Beitrag von Rohana » Di Feb 10, 2015 11:51 pm

Rassereinheit ist einfach eine Frage der Definition. Es gibt die entsprechenden Vereine/Vereinsstrukturen. Die haben irgendwann den Standard festgelegt. Es gibt Zuchtbücher und Regeln darüber, welche Hunde da hinein gehören. Und wer da nicht drin ist ist eben per Definition auch kein Hund dieser Rasse. Wenn jetzt aber der Verband beschließt (wie beim Dalmatiner) dass man den einen Vertreter einer Fremdrasse von vor 33 Jahren vernachlässigen kann, dann sind ab sofort die LUA-Dalmatiner, die ansonsten die geforderten Voraussetzungen erfüllen, auch 'rassereine Dalmatiner'.

Für den Pudel daher: die Franzosen setzen den Standard. Sie bestimmen damit auch, welche Farben erlaubt sind. Seit x Generationen werden also nur diese Farben gezüchtet. Dabei kommt es immer mal wieder zu Welpen mit 'Fehlfarben' - Rückschläge auf früher mal vorhandene Farben bei 'pudelartigen Hunden', aus denen die ersten Hunde stammen, die irgendwann mal ins Zuchtbuch Eingang fanden. Unter diesen Farben und Fehlfarben tauchte aber bis zu einem definierten Zeitpunkt nie merle auf. Daher kann man schon sehr sicher sein, dass da jemand eine Fremdrasse mit merle eingekreuzt hat. Und solange nun der Standard nicht geändert wird oder zumindest diese Einkreuzung nachträglich akzeptiert wird - und damit die Nachkommen mit dem merle-Faktor quasi 'in Ehren wieder aufgenommen werden' - solange sind alle Hunde, die ansonsten wie Pudel aussehen und bis auf diesen einen 'Fehltritt' auch nur Pudelvorfahren haben, eben per Definition Mischlinge.

Diese Einteilung ist menschengemacht. Menschen könnten sie auch ändern wenn sie denn wollten. Und Menschen, die diese Einteilung doof finden, können sie ignorieren. Nur können sie nicht gleichzeitig davon ausgehen, dass sie das innerhalb der gegebenen Vereinsstruktur tun können. Denn da sind sie derzeit hoffnungslos in der Minderheit, bzw. sitzen nicht an den Hebeln der Macht, um die Regeln zu ändern.

So wie ich das sehe steht Ihr beiden, Cindy und Curly-Petra, einfach nur auf den verschiedenen Seiten bezüglich Eurer Meinung zu dieser Einteilung. Und so könnt Ihr Euch nicht auf eine allgemeingültige Definition für 'Pudel' einigen.
Liebe Grüße von
Christiane, Padge und Kaba

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Re: VDH?

Beitrag von Ossi » Mi Feb 11, 2015 6:10 am

Vielleicht könnt ihr mir ja hier nochmal helfen, nur um das für mich klar im Kopf zu kriegen:

Ein reinrassiger Pudel (anerkannte Farbe) bekommt Ahnentafel UND Papiere?
Bunte Pudel, egal ob btata, Harlekin oder merle bekommen NUR Ahnentafeln?

Oder wer bekommt jetzt registerpapiere? Und was genau ist den "das Papier"? Ahnentafel ist ja auch ein Papier? Bin verwirrt... :n010: :n010: :n010:
Liebe Grüße
Dana mit Oscar

Je mehr ich von den Menschen sehe, umso mehr schätze ich Hunde. (Friedrich der Große)
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