Labradoodle

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pudelig
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Labradoodle

Beitrag von pudelig » So Apr 23, 2017 11:57 am

Was ist eigentlich der Grund für die Erschaffung dieser neuen "Designerhunde"? Wo hat denn der GP sein "Defizit", dass da der Labrador noch mit rein muss? :n010:
Im Urlaub hat mir jemand erzählt, seine Tochter züchtet Aussi + Pudel. Sollen sehr nachgefragt sein als Therapiehund.
Viele Grüße,
ilo



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Re: Labradoodle

Beitrag von caramia » So Apr 23, 2017 1:05 pm

Hallo, ein schon viel diskutiertes Thema . Urspünglich entstand der Labradoodle in der 80zigern in Australien . Für eine blinde Frau , die allergisch auf Hundehaare reagiere, wurde er kreiiert . Mittlerweile werden alle möglichen Rassen mit dem Pudel verpaart und als sogenannte Designerhunde für viel Geld verkauft. Es gibt auch den Australiischen Doodle , da spielen noch weitere Rassen mit . Die Welpen werden nur kastriert für viel Geld verkauft . Der Markt boomt , und der Rubel rollt. Die Ausgangsrassen sind meistens wesentlich günstiger , aber die Leute zahlen für einen Mischling lieber mehr . Dabei sind diese Mischlinge alles andere als homogen, weder was die Fellstruktur , noch den Charakter betrifft. D.h. nicht jeder Doodle hat das Pudelfell und haart wie blöd. Auch der gesundheitliche Aspekt , wie von den Doodle- Vermehrern so oft gepriesen ,stimmt keineswegs, denn es wird meistens mit allem was da ist gezüchtet. Auf Gesundheit und Wesen der Elterntiere wird selten geachtet.
Wir haben selber einen Doodle , allerdings aus dem Tierheim . Er hat sehr viel vom Pudel , haart nicht , aber ist bestimmt kein einfacher Hund. Hier bei uns doodlet es gewaltig. Alle sehen anders aus und keiner dieser Hunde ist einfach . Wenn ich dann die Kaufpreise von 1800 bis 2500 Euro höre , die die Leute für einen Mischling gezahlt haben , kann ich nur über soviel Dummheit schmunzeln. Gibt dem Hund nur einen Namen und schon wirst du ihn für viel Geld los . Für einen einfachen Pudelmix würde doch niemand 1000 Euro und mehr ausgeben !
Und die Kreuzung Pudel mit dem Aussie , einem Hütehund , sehr ich mehr als denkwürdig .
Hier lies dazu mal selber mehr :
http://doodletimes.de/doodle/gastbeitra ... ser-fratz/

Ascot
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Re: Labradoodle

Beitrag von Ascot » Mo Apr 24, 2017 10:39 am

Ergänzend lässt sich vielleicht auch noch sagen, dass der "Erfinder" des Labradoodles von seiner Kreation mittlerweile distanziert. Der Pudel-Labbi-Wurf war ein Versuch, der nicht die gewünschten Erfolge zeigte.

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JohnnyP
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Re: Labradoodle

Beitrag von JohnnyP » Mo Apr 24, 2017 11:41 am

Wenn der Labradoodel kreiert wurde als Assitenzhund, dann sollte der Pudel wohl dümmer und der Labbi etwas weniger haarend gemacht werden. :mrgreen:
Mein Johnny wurde auch als Blindenführhund getestet und als ich ihn übernahm, meinte der Ausbilder dass Pudel oft zu schlau sind und so ihre Besitzer öfters testen würde, was bei einem Blinden schlecht ausgehen könnte.

Ich finde die ganze Doodelei totalen Schwachsinn. Wenn ich das Beste im Pudel schon haben kann, warum soll ich es verdooeln. Ich glaube oft der Pudel Ruf hat hier einiges ins rollen gebracht.

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Re: Labradoodle

Beitrag von pudelig » Mo Apr 24, 2017 1:55 pm

Na, dann stehe ich ja nicht alleine mit meinem Gefühl zu dieser "Sorte" da. Der Artikel ist auch schön.
Viele Grüße,
ilo



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Re: Labradoodle

Beitrag von caramia » Mo Apr 24, 2017 2:35 pm

Mir wurde von einer Blindenführhundschule einmal mitgeteilt , Pudel seinen als Führhund oder auch Therapiehund eher ungeeignet , da sie den häufigen Besitzerwechsel ( Züchter, Patenfamilie , danach Ausbildung und dann erst zu seinem Menschen ) oft nicht so gut verkraften wie u.a. Retriever.

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Re: Labradoodle

Beitrag von JohnnyP » Mo Apr 24, 2017 3:02 pm

caramia hat geschrieben:
Mo Apr 24, 2017 2:35 pm
Mir wurde von einer Blindenführhundschule einmal mitgeteilt , Pudel seinen als Führhund oder auch Therapiehund eher ungeeignet , da sie den häufigen Besitzerwechsel ( Züchter, Patenfamilie , danach Ausbildung und dann erst zu seinem Menschen ) oft nicht so gut verkraften wie u.a. Retriever.
Ich bin nach Züchterin, Erstbesitzerin, 6 Monate Blindehundeschule nun die 4 und finale Stelle in der Johnny war.
Ich kann sagen, es hat ihm sicher nicht gut getan. Lag aber eher an mangelnder Erziehung. Obendrein hat es seine Verlassenangst verschlimmert.
Der Pudel ist definitiv eine Rasse die sich sehr an seinen Menschen bindet, jedoch denke ich sind BEsitzerwechsel durchaus möglich.
Zumindest meine Erfahrung als Gebrauchtpudelbesitzerin.

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Re: Labradoodle

Beitrag von Koller » Mo Apr 24, 2017 4:37 pm

caramia hat geschrieben:
Mo Apr 24, 2017 2:35 pm
Mir wurde von einer Blindenführhundschule einmal mitgeteilt , Pudel seinen als Führhund oder auch Therapiehund eher ungeeignet , da sie den häufigen Besitzerwechsel ( Züchter, Patenfamilie , danach Ausbildung und dann erst zu seinem Menschen ) oft nicht so gut verkraften wie u.a. Retriever.
Das würde ich so jetzt aber sofort unterschreiben. Meine zwei Retriever (Golden und nachher Toller) hätte ich meiner Meinung nach viel eher jemand anderem "in die Hände" drücken können, wie unseren Inuk (Pudel). Der ist sowas von auf mich bezogen und mein Gefühl sagt mir immer, dass er eigentlich nur völlig relaxt und glücklich ist, wenn er in meiner Nähe sein kann. Das war bei meinen Retrievern meiner Meinung nach absolut nicht so. Die waren happy, wenn sie etwas tun durften und es was zu Fressen gab. Trifft bestimmt nicht auf alle Pudel und Retriever zu. Aber grundsätzlich finde ich auch, dass eine Rasse, die sich so eng an einen bestimmten Menschen anbindet, nicht geeignet ist für solche Besitzerwechsel.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Corinne und Familie mit
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Re: Labradoodle

Beitrag von Iska » Mo Apr 24, 2017 4:43 pm

ich denke auch, daß der Labrador ( Ausnahmen gibt's natürlich ) halt das etwas *besser wegsteckende* Gemüt hat....
viele Grüße
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Re: Labradoodle

Beitrag von Cindy » Mo Apr 24, 2017 10:44 pm

Die Ursache für die "Erschaffung" des "Labradoodle" war eine ganz profane.

Wally Cochrane, der "Erschaffer", hatte den Auftrag, für einen blinden Mann in Hawaii einen Hund zu finden und auszubilden. Einschränkung - Tierhaarallergie. Wally Cochrane hatte bei einer ganzen Reihe von Pudelzüchtern angefragt. Hat aber keinen Pudelwelpen gefunden, der nach Allergietest "verträglich" gewesen wäre. Was er gefunden hat, war ein erwachsener GP-Rüde .... und in der Hoffnung, dass der Rüde seine Allergenstruktur weitergibt, hat Mr. Cochrane diesen Rüden dann mit einer Labbi-Hündin aus der Zucht der Blindenführhundschule verpaart. Eine andere Lösung hatte er nicht ..... Und er hatte Glück - es war ein Welpe dabei, dessen Proteinstruktur beim Allergietest keine Reaktion auslöste.

ABER .... da waren auch noch eine ganze Reihe anderer Welpen. Mr. Cochrane dachte wohl nicht wirklich darüber nach, was mit diesen geschehen sollte. Oder besser gesagt, er dachte, dass es kein Thema wäre, da die Blindenführhundschule eine Warteliste auf Welpen von über einem Jahr hatte .... rechnet man dann noch die Ausbildungszeit dazu - bedeutete das eine mehrjährige Wartezeit auf einen Blindenführhund.
Doch keiner wollte einen "Mischling" als Blindenführhund. Selbst die zuletzt auf der Warteliste stehenden wollten lieber warten, bis sie mit einem reinrassigen Hund an die Reihe kämen.
Mehr aus Scherz denn im Ernst meinte Mr. Cochrane dann irgendwann "das sind keine Mischlinge, das ist eine neue Rasse namens 'Labradoodle', die speziell als Blindenführhunde für Allergiker gezüchtet wird" .... die Leute glaubten ihm irgendwie und dann hatte er auf einmal mehr Anfragen für diese "besondere neue Züchtung" als er noch Welpen hatte ......

Ist wie überall - den Pudelmischling aus dem Tierheim will keiner so richtig. Gibt man dem gleichen Pudelmischling einen wie auch immer sinnigen Namen, erfindet eine Schmalzgeschichte und verlangt ordentlich Geld .... schlagen sich die Leute drum, nur damit sie so einen besonderen Hund bekommen.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Labradoodle

Beitrag von Rumo » Di Apr 25, 2017 7:48 am

Über die Unsinnigkeit dieser zumeist überhaupt nicht zusammenpassenden Mischlingsverpaarungen braucht man nicht weiter diskutieren. Wenn man noch Argumente für einen Labradoodle ode Goldendoodle finden könnte, kann ich für solche Hunde wie Maltipoo, Cavapoo oder Cockerpoo gar keine Erklärungen finden.
Ein Malteser ist ein Begleithund, der lieb ist, nicht haart und einfach super in den Alltag vieler normaler Leute passt, die nichts großartig mit dem Hund machen möchten. Als Alternative gibt es ja noch Havaneser, Bologneser, Bolonka, die ganze Reihe der Bichons... Aber was bringt es, den Pudel da mit rein zu kreuzen?

Die Pudel werden ja gerade überall mit rein gekreuzt. Gut, damit stehen sie nicht allein da.
Mein Bruder hat über 2000Euro für einen Puggle ausgegeben (Mischung aus Mops x Beagle), weil ihm der Mops zu krank ist. Dann holt man sich aus einer Schwarzzucht einen Mischling aus einem Mops, natürlich ohne Zuchtzulassung und Kontrolle?
Dann gibts da noch die altdeutschen Möpse (mops x Pinscher) oder Retromöpse (Mops x Terrier). Es gibt auch Fröpse (Französische Bulldogge x Mops). Dazu im Molosser-Bereich alle möglichen Arten an Antikbulldogge, Römische Bulldogge und wie sie nicht alle heißen. Das sind alle möglichen kleineren und größeren Molosser miteinander in Schwarzzucht verpaart.

Was ich aktuell wirklich schlecht finde, ist das (hier spürbare) Zunehmen von "besonderen Labbis". Silver Labbi-"Züchter" gibt's immer mehr. Wenn mir ein Mischling aus Havaneser und Pudel entgegen kommt, tangiert es mich nicht großartig. Wenn mir eine Mischung aus Labrador und Weimaraner oder Deutsche Dogge reinbrettert (distanzloser Labbi x wildscharfer Weimaraner zu meinem ängstlichen weißen Kleinhund, der dann ggf. abhaut...), sieht das schon anders aus.

"Besondere" Rassen sind total angesagt. Manche glauben, sie tun der Gesundheit was gutes ("Mops mit Nase"), manche sibd der festen Überzeugung, sie haben überhaupt keinen Mischling, die gab es schon immer (Silver und charcoal labrador), manche wollen wegen des Rufs lieber keinen Pudel, sondern einen trendigen Designermix. Bei manchen Rassekreaktionen fällt mir kein Argument ein, wieso man sich zB einen Schnoodle (Riesenschnauzer x Großpudel) oder einen möglichst hochprozentigen Wolfsmischling holen muss.

Man sieht, das Problem haben nicht allein die Pudelmenschen.
Ich habe mich einige Zeit lang ziemlich darüber geärgert. Inzwischen habe ich mich entspannt. Die Leute kaufen, was sie wollen. Wenn sie sich so toll finden mit einem ganz besonders teuren ungetesteten Hund ohne nachweisbare Gesundheitszeugnisse der Eltern, dann lass ich sie sich gut fühlen. Mich tangiert das ja nicht und belehen muss ich auch niemanden, der von meiner Meinung eh nichts wissen will.

Die Pudelzucht stibt davon sicherlich nicht aus. Im Gegenteil, ich kenne inzwischen einige junge Menschen in meinem Alter, die erst einen Doodle gesehen, sich dann über die Ausgangsrassen informiert haben und sich letztendlich genau diese Frage stellten: warum dann nicht gleich einen Pudel? Und die jungen Mädels sind super glücklich mit ihren Pudeln. Sowas freut mich immer sehr :)
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

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Re: Labradoodle

Beitrag von caramia » Di Apr 25, 2017 11:23 am

Silberlabradore !! ...auch ein Thema für sich ! Abzocke im großen Stil :oops: zudem ein silberner Labbi keinesfalls das Wesen eines Labbis hat ,sie schauen doch auch schon völlig anders aus . Aber die Menschen lieben das Besondere , das Aussergewöhnliche , auffallen um jeden Preis. Bei uns in der Nachbarschaft wohnt seit einiger Zeit ein Pomsky ( Zwergspitz und Husky ) und dieses kleine Ding hat ein Vermögen gekostet . ......leider können die meisten Leute mit dieser Bezeichnung nicht mal was anfangen :)

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Re: Labradoodle

Beitrag von Rumo » Di Apr 25, 2017 1:04 pm

Achja, Pomsky! Ich frag mich immer, wie das geht... So rein anatomisch...

Das mit den Labradoren verstehe ich auch nicht. Man sieht doch, dass die nicht reinrassig sind. Aber gerade von den Liebhabern wird partout bestritten, dass das Mischlinge sind.

Silber:
http://www.tiere-kleinanzeigen.com/expo ... 3cd970.jpg
"Foxred":
https://bild4.qimage.de/labrador-deckru ... 731854.jpg
Liebe Grüße
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Re: Labradoodle

Beitrag von caramia » Di Apr 25, 2017 3:31 pm

da wäre ja noch die künstliche Besamung :x

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Bupja
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Re: Labradoodle

Beitrag von Bupja » Di Apr 25, 2017 4:47 pm

Brauchst Du gar nicht. Die Hündin legt sich für den Rüden auch hin.
Viele Grüße Daniela und die Schnubbels
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