Züchten außerhalb von FCI

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Rumo
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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Rumo » Mi Aug 31, 2016 1:55 pm

Ich hab das nicht so ganz verstanden... Wieso soll es so wenige Fauve Großpudel geben?

Die Ahnen kriegst du bei deiner Hündin doch auch nicht weg, wenn du als "freier Züchter" unterwegs bist. Dann hast du im Gegenteil noch weniger potentielle Rüden zur Wahl, oder nicht?

Ich finde mein Argument mit der Züchterin ganz gut. Die schafft es anscheinend auf 10 Generationen auf einen COI von 2 zu kommen, Und das, obwohl die Hunde anscheinend aus engen Linien kommen und "schlechte Vorfahren" haben. Dann kriegst du es doch auch hin, innerhalb der offiziellen Zuchtbestimmungen in diesem Sinne weiter zu machen. Oder ihr schließt euch zusammen, steckt die Köpfe zusammen und macht einen Plan.

Ihr seid doch nicht allein auf weiter Flur. Aus den Nachkommen würden wieder andere Fciler profitieren.
Andernfalls hast du hohe Ziele, aber die Welpen gehen in Privathand und sind dann verloren. Mit solchen Hunden muss man aber weitermachen. Das ist eine Lebensaufgabe, der sich mehrere Leute anschließen müssen.
Liebe Grüße
Von Marina mit Terriermix Fussel (30.05.2010) und Kleinpudel Holly (28.02.2016)

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von nase » Mi Aug 31, 2016 4:21 pm

Ich habe vom Züchten leider überhaupt keine Ahnung, mache mir aber doch meine Gedanken.
Mir leuchtet ja ein, wie wichtig es ist, dass ein großer Zuchtverband dafür sorgt, die Risiken für Krankheiten und Gendefekte zu minimieren und dem Standard entsprechende Hunde zu züchten. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist, warum winzige Flecken an Fehlfarben zum Zuchtausschluss führen, das Verhalten der Elterntiere aber überhaupt nicht berücksichtigt wird. Mir persönlich wäre es viel wichtiger zu wissen, dass die Eltern arbeitswillig und klar im Kopf sind, als die Gewissheit zu haben, dass sie keine weißen Punkte zwischen den Ballen haben. Ich würde mir wünschen, dass zur Zuchttauglichkeitsprüfung auch eine Arbeitsprüfung (vielleicht in der Art der BH) gehört. Ich habe schon mehrere Züchter kennen gelernt, bei denen die Hündinnen doch ein eher freudloses Dasein fristen.
Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, wie ein Zuchtverband dabei zusehen kann, dass immer mehr kurznasige Hunderassen wie Bulldoggen oder Möpse so sehr auf Aussehen gezüchtet werden, dass sie immer häufiger Atemprobleme haben. Es kann doch nicht wirklich als Qualitätsmerkmal gelten, wenn ein Hunde frei atmet! Warum nimmt man Elterntiere, die sportliche Mindestanforderungen nicht erfüllen, nicht aus der Zucht?
LG, Birgit, Kalle und Pedro
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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Vendela » Mi Aug 31, 2016 8:14 pm

Genau das meine ich ja.


Ich werde natürlich auch meine Optionen beim FCI abwägen, habe aber keine Hoffnung eine Zuchttauglichkeit zu erhalten, wenn der Hund ansonsten gesund und passend wäre, die Pfoten machen es zunichte.

Ich habe ja noch Zeit, unter 2 Jahren würde ich das Projekt ohnehin nicht angehen und bis dahin machen wir zwei mal ein paar Ausbildungen.

Bis jetzt zeigt sie sich extrem tiefenentspannt, sehr freundlich zu Mensch und Tier und auch sehr lernwillig. Ihr Charakter ist ganz anders als ich es bisher von Pudeln gewöhnt bin, sie ist in vielem kreativer und denkt weit mehr mit, als mein letzter Hund.

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Resi » Mi Aug 31, 2016 8:50 pm

geht es um diesen HUnd? http://www.pudelforum.de/viewtopic.php? ... 68#p347068 Ich seh da jetzt nichts weißes an den Pfoten. Magst du das mal fotografieren?

Du führst da ja Augen und Nasenfarbe an. Nase ist ok, bei den Augen wird da im Richterbericht zu hell stehen aber das kostet keine Zuchttauglichkeit.
Pudelverrücktsein ist schön- es kann eben nur nicht jeder...

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Thalassa » Mi Aug 31, 2016 9:37 pm

Vendela hat geschrieben: Bis jetzt zeigt sie sich extrem tiefenentspannt, sehr freundlich zu Mensch und Tier und auch sehr lernwillig. Ihr Charakter ist ganz anders als ich es bisher von Pudeln gewöhnt bin, sie ist in vielem kreativer und denkt weit mehr mit, als mein letzter Hund.
Das wäre genau mein Hund :D

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Cindy » Do Sep 01, 2016 5:15 am

Vendela hat geschrieben:Wenn nichts da ist, kann man dann beim jeweiligen Zücher/dem Nachzüchter nachsehen, irgendwann wird man bestimmt fündig
Irgendwann wird man immer fündig.

Du bist genau der Typ Person, weshalb ich inzwischen der Meinung bin, solche Datenbanken sollten ausschließlich Leuten mit genügend Fachwissen zur Verfügung stehen und nicht der breiten Öffentlichkeit mit gefährlichen Nicht-Wissen.
Nein, es ist mittlerweile nahezu unmöglich nicht verwandte Hund zu finden.
Das liegt am Wycliffe Effekt und bei den Apricots an der englischen Linie, die es ebenfalls zu diesem traurigen Flaschenhals gebracht hat.
Ach, und Du meinst, deine Hündin ist da so viel besser, dass sie sich unbedingt reproduzieren muss?



Zoe sollte laut Züchterin kein Braun Träger sein, ich weiß aber, dass zumindest 2 Hunde in Ihren Linien braun waren - allerdings schon sehr viel weiter hinten. Es sind einige weisse und viele schwarze Hunde dabei, kann sein, dass auch Mehrfarben darunter waren, die gescheckten Pfoten daher kommen. Möglich ist alles, aber wir werden sehen.
Ich halte das ganze Farb Pipapo von FCI nicht für zielführend. Zuerst gibt es Red, dann wieder nicht,
Wenn man Ahnung von der Materie Hätte, dann wüsste man, warum bzgl. den Farben apricot und Red so entschieden wurde ...

Aber Hauptsache irgendwelche dümmlichen Bemerkungen loslassen.

Bist Du in der Lage, apricot und red in ihren Grenzbereichen auseinanderzuhalten? Nein, bist DU nicht. Ist auch niemand anders, denn was für den einen noch apricot ist für den anderen schon red.
Und dann si d die ganz hellen Aprikosen auch noch da ... die, die früher immer als "das ist zu hell" bezeichnet wurden.

Jetzt ist alles unter der Farbbezeichnung "fawn" zusammengefasst. Was man wüsste, wenn man sich schlau machen würde.
Mehrfarben sind unerwünscht - und das obwohl die Pudel von Anfang an wohl gescheckt waren - wie man auf alten Gemälden sehen kann.
Das ist der einzige Punkt, bei dem ich mit Dir sogar überein stimme.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Cindy » Do Sep 01, 2016 5:39 am

BTW - in Deutschland wird dein Hund wegen ein paar weissen Haaren zwischen den Pfotenballen ganz sicher nicht von der Zucht ausgeschlossen.
Das ist völliger Blödsinn.

Und von evtl. mal vor zig Generationen eingekreuzten Mehrfarben kommt das auch nicht. Das findet man bei vielen Hunden. Ganz ohne Scheckungsallel.

Was korrekterweise zu Zuchtausschluss führt, Sind Nasen- und Augenpigment.

Das hat nicht mal was mit Braunträger zu tun. Ich kenne die Welpenbilder dieser Hunde ... sorry, aber wie man einen Welpen mit solch einer Pigmentierungsstörung an jemanden verkaufen kann, der züchten will, entzieht sich meinem Verständnis.

Der Nasenspiegel dieser Welpen war ja nicht mal braun wie bei braunen Welpen, sondern fleischfarben. Also nicht braunpigmentiert. Braune Welpen haben idR Eumelanin eingelagert. Halt braun. So wäre das auch bei einem genetisch braunen .... in dem Fall sieht es aber so aus, als wäre im Nasenspiegel als Pigment Phäomelanin, kein Eumelanin.

Auch die Augen waren völlig jenseits von jeglicher Augenfarbe in Richtung braun.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Roosie » Do Sep 01, 2016 6:06 am

Und meinem Verständnis entzieht sich (immer wieder hier im Forum), warum Leute, die anscheinend so viel schlauer und wissender sind als andere, es nötig haben, auf diesem Niveau ihr Wissen weiterzugeben:
Cindy hat geschrieben: Du bist genau der Typ Person
Cindy hat geschrieben: Ach, und Du meinst, deine Hündin ist da so viel besser
Cindy hat geschrieben: Aber Hauptsache irgendwelche dümmlichen Bemerkungen loslassen.
...

Die Vorredner haben gezeigt, dass Deutlichkeit und Fachwissen nichts mit Unhöflichkeit zu tun haben.
Damit macht man sich doch nur kaputt, dass andere einem gerne zuhören und eigentlich wären die Infos doch so wichtig.
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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Cindy » Do Sep 01, 2016 7:53 am

Bei welchen Vorrednern ausser Rumo war was von Fachwissen zu lesen?

Mal davon abgesehen, wer derart überheblich mit einem Post aufkommt wie die TE braucht von mir keine Höflichkeit zu erwarten.

Ich antworte höflich auf ernstgemeinte Fragen. Wie man an zig Posts hier im Forum auch nachlesen kann.

Auf Posts, die vor Unwissenheit, Ignoranz, Überheblichkeit gepaart mit Falschaussagen nur so strotzen, antworte ich entsprechend.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von cherry » Do Sep 01, 2016 8:59 am

Guten Morgen,
ich habe mir das jetzt mal alles durch gelesen und muss doch etwas lächeln. Wenn Zucht doch nur so einfach wäre, dann wären wir wohl schon viel weiter.
Ich finde gar nicht das Cindy unfreundlich geschrieben hat, denn sie hat Recht in ihren Ausführungen. Auch ich habe den Wurf gesehen, und es waren einige Welpen dabei, wo das Pigment sehr schlecht war und auch die hellen Augen hat man schon gesehen. Es liegt mit Sicherheit nicht an den paar weißen Häarchen zwischen ihren Ballen, das sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Zt. geschrieben wird, sie hat kein Pigment, und das muss lt. Standard bei einem fawn Farben Pudel da sein.
Und ich schließe mich der Meinung von Cindy an, was die Datenbanken betreffen, Leute müssen schon etwas Ahnung haben von diesen Dingen, und das Standard Projekt ist bestimmt eine gute Sache aber reicht nicht um ein guter Züchter zu sein, ich verstehe auch nicht warum man immer wieder auf der Wycliffe Linie rumhackt , es waren tolle Hunde ihrer Zeit, und sie sind nicht allein daran Schuld , das wie Erbkrankheiten in unseren Linien haben. Ist auch wunderbar das du deine Hündin auf Erbkranheiten testen lässt , das Problem ist aber, das man die Erbkrankheiten woran unsere Großpudel in der Regel erkranken nicht testen lassen kann. Und was die Englische apricot Zucht betrifft, unsere ersten apricosen kamen aus England, und auf diesen beiden Hunden wurde hier die apricot Großpudel Zucht aufgebaut, und nun zu deinem Flaschenhals effect , bereits in der 5 Generation verdünnt sich der Flaschenhals Effect. Und die Hundezucht ist nun einmal eine Linienzucht, daran wirst auch du nichts ändern können, denn unsere Großpudel sind alle mit einander verwand. Und du kannst mir glauben in den NICHT VDH Vereinen wirst du mit Sicherheit auch nur Großpudel finden die mit unseren VDH gezüchteten Pudeln verwand sind

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Vendela » Do Sep 01, 2016 9:42 pm

Hallo!

Danke an all jene, die so nett geschrieben haben, auch wenn nicht meiner Meinung. Natürlich werde ich mir Eure Meinung zu Herzen nehmen, deshalb habe ich ja gefragt. Es sind ein paar Punkte angesprochen worden, die ich so noch gar nicht bedacht habe, Danke.

Ich denke nicht, wenn ich meinen Hund betrachte, dass sie Gottes Geschenk and die Pudelaussteller ist, sie ist aber zumindest für mich perfekt, weil ich eben nicht nach Pigment im Nasenspiegel, sondern nach einem schönem Hund mit super Wesen gesucht habe.

Zoe war, abgesehen von einem schwarzen Rüden, den wir ebenfalls sehr toll fanden, der aufgeweckteste Welpe, ohne zu sehr dominant zu sein, sie hatte von Anfang an eine offene und vertrauensvolle Art, hat sofort mit uns Freundschaft geschlossen. Als sie dann endlich bei uns war, war es, als wäre sie schon immer da gewesen. Sie hatte schon als Welpe die stolze Pudel Ausstrahlung.

Die Fellfarbe ist natürlich auch toll, und ob die Augen jetzt grün/braun sind oder dunkel - ist zumindest für mich Geschmackssache. Bisher haben alle, die sie gesehen haben von ihr geschwärmt, sie hat was.

Mir war klar, als wir sie aussuchen gefahren sind, dass es schönere in dem Wurf mit besserem Pigment gab. Eigentlich war sie die einzige mit keiner schwarzen Nase, ich weiß nicht, warum der Wurf so herunter gemacht wird. Die Hunde waren wohl gut genug, um bis nach USA und Canada verkauft zu werden. Ich war als eine der ersten Welpenkäufer dort, ich habe alle Welpen gesehen, ich denke nicht, dass viele aus dem Forum hier ebenfalls dies behaupten können.

Wir würden wahrscheinlich ohnehin keine Ausstellungen mit Zoe bestreiten, das habe ich mit meinem letzten Hund gemacht, nein, ist nichts für mich.
Sport und Ausbildung wird schon eher unser Ding. Warum der Pudel nur als Schönheitstier und nicht nach Leistung und Wesen beurteilt wird, erschließt sich mir nicht. Vielleicht, weil es so nett ist, den Hund zu striegeln und wie eine Barbie aufzumotzen (lässt sich ja alles gefallen), so wie es kleine Mädchen mit ihren Puppen gerne tun. Das könnte man mal tiefenpsychologisch betrachten, wäre sicher spannend ;) Ob die Sieger dann gute Hunde sind, die auch im Wesen so sind, dass man gerne mit ihnen lebt, steht auf einem anderen Blatt. Hauptsache schön.


Und nun Off Topic:

Da ich nun schon sehr lange in diversen Foren beteiligt bin, und auch selbst eines mit mehr als 1500 Mitgliedern im englischen Sprachraum beruflich führe, (zwar ganz anderer Bereich) würde ich die Reaktion von @Cindy mal wertfrei als unfreundlich und mehr als unsachlich bezeichnen.

Ich kenne das eigentlich nur von anderen deutschen Foren, wo Neulinge nicht geduldig sondern harsch behandelt werden, das wollte ich bei mir vermeiden, ich habe sehr lange hier mitgelesen, bis ich mich getraut habe hier zu schreiben. Zumindest in den englischen Foren, die ich kenne, und in meinem eigenen sowieso wäre so ein Ton abmahnverdächtig. Witzigerweise schreiben in meinem Forum meisten Männer mit, die schon etwas getrunken haben (liegt am Thema des Forums), aber so führen sich eigentlich nur ganz ganz wenige auf.

Ich habe heute überlegt, ob ich mich hier abmelden soll, aber siehe da, es geht nicht. Zumindest habe ich keinen Button dafür gefunden.

Nun, jetzt bin ich da und werde ich mich bei Dir Cindy entschuldigen, wenn ich etwas geschrieben habe, dass Du als überheblich beschreibst und unfreundlich? Was auch immer so getriggert hat, es tut mir leid. Ich bin mir keiner Schuld bewusst, es ist aber klar, dass man als Anfänger wohl nicht hier her spazieren kann und Gotteslästerung betreiben kann - Asche auf mein Haupt.

Liebe Grüße,

V.

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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Cindy » Do Sep 01, 2016 10:47 pm

Dir ist aber schon klar, dass Pigmentierung rsp. der Mangel daran kein Schönheitsfehler ist?

Im übrigen wurde der Wurf nicht runtergemacht. In jedem Wurf gibt es Hunde, die besser zur Zucht taugen als andere.

Hunde mit weißen Haaren zwischen den Ballen .... das ist ein Schönheits"fehler", der keinen interessiert. Hunde mit einem Mangel an Pigment ... das ist ist kein Schönheitsfehler. Das ist ein Defekt, v.a. wenn dann auch noch die Iris betroffen ist ... und solche Hunde haben in einer seriösen Zucht nichts verloren.

Meine erste Zwergpudel Hündin war charakterlich ein Traum, auch vom Wesen her toll, farblich einfach gigantisch, zumal sie ihre Farbe bis zu ihrem Lebensende behielt.
Leider hatte sie einen leichten Vorbild, der sie ihr ganzes Leben lang nicht störte ... auch ist ein Defekt .... und damit nicht Zuchttauglich, auch wenn der individuelle Hund dadurch keine Beeinträchtigung hat.

Nur mal Welpen zu produzieren ist keine Zucht, "tolles Wesen" allein genügt nicht, das haben viele Hunde. Meine weiss Große hatte ein gigantisch tolles Wesen.



Deine Bemerkungen bzgl Pudel, Frisuren, Barbiepuppen sind lustig .... Genau das Niveau, das ich erwartet hatte .... Dann zeig mal, wie das geht mit Sport und Leistung, damit wir Barbiepuppenbesitzerinnen vielleicht mal noch lernen, was man ausser Frisieren sonst noch mit Pudel machen kann.
Viele Grüße
Cindy


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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Resi » Fr Sep 02, 2016 1:07 am

Vendela, es ist schön zu lesen wie liebevoll du deinen HUnd beschreibst. Für dich ist sie der perfekte Hund. Du hast sie dir wie ein Liebhaber ausgesucht und du hast ein Liebhabertier bekommen. Ein aussergewöhliches und für dich wunderschönes Tier. Nur für die Zucht reicht das Wesen nun mal nicht. Das ist doch keine Schande und hat nichts mit der Qualität des Wurfes als Gesamtheit zu tun. Nur weil einzelne Hunde aus diesem Wurf durchaus interessant sind für die Zucht muss Geiches ja nicht für deine Hündin bedeuten. Als Züchter sucht man sich nicht umsonst den besten Hund des Wurfes aus um mit ihm weiterzuzüchten. Und bitte glaub mir, selbst Pudelzüchter die keinen Hundesport machen, achten sehr auf das Wesen ihrer Zuchthunde denn das ist es was den Pudel ausmacht. Das Äussere ist nicht nur weil man es so schön findet wichtig sondern es ist vor allem wichtig für die Gesundheit der Tiere. einzelne weiße Haare sind kein Drama aber fehlendes Pigment kann auf Dauer in der Zucht zu gesundheitlichen Problemen führen und genau daran sollte ein Züchter interessiert sein: an gesunden Hunden auch noch 3 Generationen nach dem eigenem augenblicklichen Zuchthund.

Wenn man unbedingt mit einem Hund züchten möchte darf man ihn sich eigentlich nicht als Welpen kaufen sondern muss zumindest bis nach der Umzahnung warten um wirklich zu sehen ob sich das Tier vielversprechend entwickeln kann. Tut man dies nicht geht man eben leider immer das Risiko ein dass der Hund sich eben doch nicht so entwickelt wie man erhofft hat und man dann auf das Züchten mit genau diesem Hund verzichten muss. Hier dann an den eigen Wünschen festzuhalten hat nichts mit der Liebe zur Rasse zu tun sondern nur noch mit purem Egoismus. Es muss nicht mit jedem Hund gezüchtet werden. Das mindert aber doch seinen Wert für den Halter nicht.

Als Züchter hat man es nicht leicht, man darf seine Hunde nicht nur so subjektiv betrachten sondern muss sich den objektiven Blick in Hinblick auf Gesundheit und Wesen in Hinblick auf Generationen im Auge behalten und das fehlt mir bei deinen Vorstellungen von Zucht. Da kannst du die Welpen nach der Geburt noch so toll aufziehen, wenn die Basis, die Zucht, nicht stimmt, ist deine Mühe in Hinblick auf die Rasse einfach nichts wert und wenn du Pech hast bist du der Grund dafür warum die Nachkommen gesundheitliche Probleme bekommen nur weil du unbedingt mit einem Hund züchten musstest der eben nicht die Grundvoraussetzungen für eine Zucht erfüllt.

Übrigens haben die Eltern meines Andiamo auch nicht grossartig erfolgreich Hundesport gemacht. Papa hat die BH und Mama gar keine Prüfung dennoch haben ihre Nachkommen ein super tolles Wesen. Was man dann als Halter draus macht ist eine ganz andere Geschichte. Seine Geschwister sind ganz normale Familienhunde geworden, manche machen ein bisschen Sport und Andiamo hat es eben geschafft und läuft in der Obedience Klasse 3 und hat sich auf diesem hohem Niveau schon 2x für die BSP qualifiziert. Auch die Eltern meines Jüngsten können keine sportlichen Prüfungen vorweisen dennoch wollte ich genau diesen Welpen aus genau diesen Eltern und nun macht er mit mir neben Obedience auch IPO und das nicht schlecht. Ach und genau dieser Kerl hätte alle Voraussetzungen für die Zucht aber er interessiert sich nicht für Mädels. Schade den es gab erst heute wieder eine Deckanfrage für ihn aber es ist eben wie es ist. Für mich ist das freche Dingsbums deswegen nicht weniger wert auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte.
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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von nase » Fr Sep 02, 2016 5:28 am

Ach und genau dieser Kerl hätte alle Voraussetzungen für die Zucht aber er interessiert sich nicht für Mädels.
Das wäre jetzt wieder eine Eigenschaft, die ich mir für meine Hunde wünschen würde!
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Re: Züchten außerhalb von FCI

Beitrag von Cindy » Fr Sep 02, 2016 5:38 am

Schön geschrieben Resi.

Der eigene Hund sollte für einen selbst subjektiv betrachtet immer der tollste Hund sein.

Will man aber züchten, dann reicht das subjektive Empfinden einfach nicht.

Ein tolles Wesen ist wichtig. Aber es ist nicht alles.

Für mich war Tessy der tollste Hund überhaupt damals. Einfach perfekt. Sie hat meine Liebe zu diesen Lockenköpfen begründet. Und ich konnte es zuerst nicht wirklich verstehen, dass diese für mich so tolle Hündin keine Welpen haben soll. Sie hätte doch mit dem leichten Vorbiss überhaupt keine Probleme. Ok, die Erklärung, dass das bei ihren Nachkommen noch viel schlimmer werden kann, kam an, aber so richtig nachvollziehen konnte ich das damals nicht.

Mit 13 bedeutete "Züchten" für mich in erster Linie "Hundewelpis von meiner Hündin". Was alles damit zusammenhängt, worauf man achten muss, was alles trotz viel Planung schiefgehen kann, das wurde mir erst Jahre später klar.

Genauso wie mit Tessy verhält es sich mit deiner Hündin. Du schreibst, sie hat einen weißen Fleck(Haare) an der Pfote und wird deshalb nicht zur Zucht zugelassen. Wie Du darauf kommst, ist mir schleierhaft. Die weissen Haare sind eine Lappalie, zumal deine Hündin gerade mal ein halbes Jahr alt sein dürfte. Die meisten weissen Haare an Pfoten etc. verschwinden völlig, bis der Hund ausgewachsen ist. Und selbst wenn nicht - das interessiert keinen.

Was aber interessiert ist die Pigmentierung. Und das kann auf Dauer ernsthafte gesundheitliche Folgen für die Rasse haben. Es gibt viele Pudel, die haben "helle" Nasenspiegel. Häufig Hündinnen, abhängig vom Hormonhaushalt.
ABER ... die hatten zumindest als Welpe dunkel pigmentierte Nasen und v.a. sie haben keine gestörte Pigmentierung der AUGEN. Und DAS ist wichtig.

Was Dir als nettes Kuriosum gilt, eine Auffälligkeit, die deinen Hund für Dich zu was besonderem macht, ist eine Auffälligkeit, die evtl. auf Dauer gesundheitsrelevant ist.

Wenn Du ansonsten so auf der Gesundheit rumreitest, dann sollte Dir dieser Punkt auch wichtig sein. Mangelndes Pigment ist nicht nur ein Schönheitsfehler wie ein paar weiße Haare. Das ist ein Mangel, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Zum Glück haben die wissen Pudel mit Taubheit keine Probleme. Was wohl darauf schließen lässt, dass die "Farbe weiß" beim Pudel nicht durch fehlendes Pigment in der Haut sondern durch fehlende Einlagerung von Pigment in die Haare erfolgt.

Der Grund, warum es in manchen "weißen" Rassen Probleme mit Taubheit gibt, ist, dass es Störungen im Bereich der Melanozyten gibt.

Du schreibst, dass sogar Welpen zur Zucht nach USA und Canada gingen. Nun, da waren ja auch einige gut pigmentiert Welpen dabei. Soweit ich mich erinnern kann, gab es 2 oder 3 Welpen mit diese auffälligen Nasen und bläulichgrünlichen Augen.

Nicht jeder Welpe eines Wurfes ist für die Zucht geeignet. Das ist einfach so. Und anstatt auf die böse FCI zu schimpfen und alle Züchter als ignorante Deppen hinzustellen, denen es nur um Schönheit geht, wäre es sinnvoll, erst mal zu überlegen, Welche Vorzüge und Fehler der eigene Hund hat. Und zwar objektiv.

Mal davon abgesehen ... außerhalb des Verbands FCI/AKC/CKC/UK tummelt sich genetisch gesehen auch nichts anderes. Wäre schön, wenn sich da ein Pool genetisch völlig freier, "unverbrauchter" Hunde auftun würde.
Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil ... Leider gibt es da auch nichts anderes zu finden in genetischer Hinsicht. Nur oftmals noch mit weniger Abstammungsnachweisen als in der FCI.
Viele Grüße
Cindy


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