unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

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pudelig
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unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelig » Mi Nov 29, 2017 11:24 pm

Ich hatte ja schon einmal bei den GP´s nach dem Verhalten gefragt. Das schien ja doch sehr unterschiedlich zu sein.
Micky wird im in 6 Wochen 3 Jahre alt. Innerhalb der nächsten 2 Jahre möchte einen weiteren Pudel dazunehmen. Vielleicht ein Hund aus 2. Hand - vielleicht aber auch einen Welpe. Eigentlich war klar: wenn ein weiterer Hund, dann soll es unbedingt ein großer sein. Inzwischen sehe ich aber auch allerlei Vorteile eines kleineren Hundes. So kann ich mir einen 2. KP vorstellen, vielleicht sogar einen Zwerg. Vielleicht aber doch den GP. Hauptsache eine Aprikose :mrgreen:
Gibt es Tendenzen, dass sich die verschiedenen Größen im Charakter ähneln? Also, dass z. B. die Zwerge eine Tendenz zum Bellen haben oder was auch immer. Oder ist das völlig bunt gemischt?
Viele Grüße,
ilo



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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von Gero » Do Nov 30, 2017 5:25 am

Ich kenne bisher nur vier Pudel persönlich:

Jerry, den Zwergpudel meiner Eltern. Jerry war immer ein sehr liebenswürdiger, friedlicher Hund. Nie gabs Zoff mit anderen Hunden, er liebte alle Menschen und war immer sehr leichtführig.

Nina, unsere Kleinpudelin. Nina war super leicht erziehbar, aufmerksam, verspielt bis zum letzten Tag, wachsam in der Wohnung - aber sehr fordernd. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit - zumindest bei ihr bekannten Menschen, Fremde waren ihr gleichgültig. Insgesamt war sie auch ein friedlicher Hund (Lieblingsfeinde wurden nur angegeifert, sie hat nie gebissen).

Sascha, unser erster GP. Sascha war in jeder Beziehung ein Ausnahmehund, super leicht erziehbar, leichtführig, aufmerksam, lernts in Nullkommanichts (wenn er gerade keine Lust hatte stellte er sich aber auch mal doof :lol: ).
Auf Sascha war immer 100%ig Verlass, er war ein sooo souveräner Hund, wenns irgendwo Streit zwischen Hunden gab reichte seine Gegenwart um den Streit zu beenden. Er ließ sich auch nie, niemals provozieren.
Als er einmal (das einzige Mal in seinen 11 Jahren) angegriffen wurde machte er dem Angreifer (ein Golden Retriever 10kg schwerer als er) schnell klar dass er sich zu benehmen hat.
Aber ob Sascha Schutztrieb hatte weiß ich nicht, er überließ alle Entscheidungen die Menschen betrafen immer mir und ging nie mißtrauisch nach vorn.

Gero, unser jetziger Chaot. Gero ist/war anders als alle meine bisherigen Hunde (hatte vor den Pudeln ja schon Hunde). Schwer erziehbar, einerseits extrem selbständig andererseits ziemlich unsicher. Er stellte bisher jedes Kommando generell erstmal in Frage (er verändert sich gerade zum Positiven, das kann sich also noch ändern).
Gero ist ohne Leine friedlich zu anderen Hunden, an der Leine fühlt er sich von fremden Rüden schnell provoziert bzw. provoziert/starrt provokant andere Rüden an.
Gero ist in jedem Verhalten sehr rüpelig/grob. Er spielt mit anderen Hunden als wenn er sie kaputt machen will (gestern hat er gerade eine Rhodesian Ridgeback Hündin fast kaputt gemacht :mrgreen: die war um Einiges schwerer als er, 2 Jahre alt und fit und trotzdem hat er sie dauernd umgeworfen/gerammt/über den Haufen gerannt - sie war völlig fertig hinterher.

Aber auch wenn er mit mir spielt ist er immer sehr grob, auch wenn er mich begrüßt werde ich die ersten 5 Minuten ständig gerammt/angesprungen.

Wenn er Menschen sieht die ihm suspekt sind oder eine Situation die er nicht gleich zuordnen kann geht er angespannt/wachsam nach vorn.
Er hat auch schon mal geknurrt wenn uns ein Fremder anscheinend bedrohlich zu nahe kam und wollte auf den Mann zu.
Ob das Schutztrieb ist weiß ich nicht, aber ich möchte das bei ihm nicht noch verstärken.

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von caramia » Do Nov 30, 2017 11:00 am

Interessante Frage ! Ich kenne derzeit mehr GP als KP und Zwerge . Meine Tante hatte früher immer Pudel . immer KP oder ZP. Ist schon lange her und ich habe die Zwerge immer wesentloch hibbeliger und kläffiger in Erinnerung als ihre KP . Mag sein , dass es auch an bestimmten Linien liegt. Es ist ja auch im Umlauf , dass Farbe und Charakter im Zusammenhang stehen. In einem Buch von Bruce Fogle über Pudel , geht er speziel auf Farben und deren Eigenschaften ein , demnach sind die Schwarzen und Braunen , die cleversten mit den angenehmsten Eigenschaften.
Hier wurde darüber schon ausgiebig geschrieben und ich habe erfahren , dem soll nicht so sein . Die Linie aus dem der Pudel stammt soll massgebend für seinen Charakter sein , was nachvollziehbar ist. Eine Züchterin erzählte mir mal , die Schwarzen hätten den meisten Jagdtrieb , die Braunem seien am temperamentvollsten und die Weissen seien die Ruhigsten . Frag mal hier Resi , sie wird darüber sicher lachen können :streichel:
Zur Größe kann ich nur aus eigenen Erfahrungen sagen , jede Größe hat ihre Vor und auch Nachteile . Ich hatte bislang nur große oder mttelgroße Hunde , sprich ab 55 cm Schulterhöhe und nun seit 3 Jahren eine kleine Terrierhündin von 34 cm und 7 kg , die ich vererbt bekommen habe . Eine super clevere Maus , die extrem schnell lernt , sehr arbeitswillig, Jagdtrieb hat , sich aber anrufen lässt , sehr auf mich fixiert und das Geniale, ich kann sie überall mit nehmen , sehr Platz sparend, alle finden sie bezaubernd , auch wenn sie sich nicht von Fremden anfassen lässt und auch Hundegegner haben nichts dagegen , wenn ich sie mal mitbringe , was bei meinem Labbi und meinen anderen großen Kerl ganz anders ausschaut.
Kleine Hunde sind wesentlich handlicher , in der Unterhaltung günstiger . Wenn man sie wie einen großen Hund behandelt und ernst nimmt , dann hat man schon einen idealen Begleiter. Aber alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und sicher auch der Lebensumstände .
Ich finde kleine und große Hunde toll , ich finde fast alle Hunde toll , außer alles was ins extreme gezüchtet wurde . ....aber ich bin ja auch völlig hundeverrückt .
Ich bin gespannt , was dein Herz erobern wird !

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelig » Do Nov 30, 2017 1:25 pm

ja, ich bin selbst ganz gespannt. Aber erst mal ist mein Micky dran. Der braucht Arbeit. Und da bin ich noch immer auf der Suche. Heute schaue ich mir RO an. Und dann evtl. auch noch OB.
Ja, vor 3 Jahren waren ja nur Berner "schöne Hunde". Und Hund war überhaupt nur ab 60 cm :?
Das hat sich mit Micky alles sehr verändert. Jetzt bin ich für alles offen. Nicht nur Pudel. Und natürlich duch Little Rosi. Ja, wie du sagst. Hat alles seine VOrteile. Mit einem ZP könnnnnte man mal fliegen. (was ich aber eigentlich nicht mache - vielleicht auch bisher nicht, weil die Hunde dann nicht mitkonnten?) Und nun überlegen wir, vom Wohnwagen auf ein (recht kleines) WOhnmobil umzusteigen. Und da 1 KP UND 1 GP drin?? Ist auch nicht gut denkbar. Ich bin mir sicher, dass zum rechten Zeitpunkt der rechte Hund kommen wird. Aber ich überlege einfach schon mal gerne jetzt.
Mein Mann ist begeistert, dass wir trotz 2 Hunden keine Haare mit im Haus rumfliegen haben und will, wenn überhaupt, nur noch Lockentiere
Ich bin sicher: nicht noch ein schwarzer, an dem man weder Zecken noch Flöhe findet :frech:
Mein Mann möchte keinen weißen
Und ich kann mich an den schönen Aprikosen nicht sattsehen.
Bleibt die Frage der Größe. Aber ist ja schön, damit schwanger zu gehen :mrgreen: Und noch ist ja unsere little lady da. Da liegt das eh nicht drin.
Da in dieser Woche 2 Einbrüche in unserer Straße waren, ist mir ein GP gerade wieder eine sehr angenehme Vorstellung. Auch im Wald (wir leben in einem Wolfsgebiet) wäre mir ein GP vielleicht eine Stütze. Micky läuft definitiv unter "Futter" für die Wölfe. Ein GP vielleicht nicht (oder vielleicht verwechseln sie den mit einem Schaf :frech: )?
Viele Grüße,
ilo



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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von Doro » Do Nov 30, 2017 1:51 pm

Also Lemmy ist ja nun kein kleiner GP, aber ich denke das er einem Wolf, wenn er es ernst meint, nichts entgegen zu setzen hat.
Zu Farbe, also Ludwig in schwarz hatte keinen Jagdtrieb, Lemmy in schwarz ist weg wenn er die Gelegenheit hat.
Viele Grüße
Doro

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelig » Do Nov 30, 2017 2:36 pm

schwarzer Micky - WEG!
Viele Grüße,
ilo



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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von Gero » Do Nov 30, 2017 7:52 pm

Da - schon wieder mein Alter!! Ich versteh nur Bahnhof!
Erschreck mich doch nicht so!

Isser weg oder wäre er weg???

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelig » Do Nov 30, 2017 9:56 pm

Er wäääre weg!
Viele Grüße,
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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von Isi » So Dez 03, 2017 9:13 am

Ich würde die Flugreisen ausblenden, denn
a) habt ihr das Wohnmobil und
b) hättet ihr ja immer auch noch Mickey, der zu groß für die Kabine wäre
(oder nicht? 6-8 kg inkl. Tasche sind meist die Grenze von den Fluggesellschaften. Wird zwar nicht immer gewogen, aber was, wenn doch mal?)

Ich hab mit Joy ja einen 37cm/8kg-Hund und finde ihre Größe Mindestmaß, vor allem was andere Hundekontakte angeht und eine gewisse "Stabilität". Mit kleinen Hunden kommt man selbst super klar und richtet sich auch in seinem Alltag gut auf sie bzw. mit ihnen ein. Nur im Außenkontakt kann es halt schwieriger werden, weil/wenn da die Kleinen übersehen werden, nicht ernst genommen, umgerannt, drauf gesetzt,... - Da ist auch die Frage, wie viele Außenkontakte man hat. Wie gesagt, im eigenen Alltag kriegt man das super hin.
Einen kleinen Hund nimmt man definitiv öfter auf den Schoß, muss man auch, zB im vollen Bus, den sieht keiner auf dem Boden. Aber einen "Schoßhund" will dann wieder keiner haben - ein gewissen Widerspruch :frech:
Was ich damit auch sagen will: Der Umgang mit dem Hund beeinflusst sein Verhalten. Und der Umgang mit einem kleinen ist ein anderer als mit einem großen Hund.

Ihr macht da doch gerade Erfahrungen mit Rosie. Ihr habt doch mit allen Größen frisch zu tun (gehabt), könnt das doch eigentlich gerade super entscheiden, ob der nächste zwischen Rosie und Mickey oder zwischen Mickey und Poldi liegen soll :)

Noch ein Unterschied ist auch der Pflegeaufwand: Je kleiner der Pudel, desto schneller geht es mit dem Baden/Fönen/Scheren/Schneiden.

Vielleicht auch ganz gut, wenn ihr nicht so auf die Größe festgelegt seid. Dann könnt ihr zum richtigen Zeitpunkt vielleicht einfacher den richtigen Pudel finden, zB aus dem Tierschutz.

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelig » So Dez 03, 2017 9:13 pm

Naja ein Toy? Never!
Ein Zwerg - Hm, die sind ja auch noch recht "zerbrechlich". Aber doch auch so süß!
Also kleiner als Micky finde ich für meine Vorhaben mit Hund auch zu klein - die ZP Besitzer mögen mir verzeihen. Sicher sind hier auch viele aktive ZP dabei! Aber ich bin wohl auch schon wegen Rosi geschädigt. Ewig Angst, wenn Besuch da ist... (meistens pennt sie ja-GSD!), dass sie getreten wird. Oder dass mal irgendetwas auf sie drauf fallen könnte...
Also schauen wir mal. Rosi macht schon wieder Kummer. Trotz erhöhter Diuretikadosierung hustet sie sehr doll. Morgen muss es besser sein, sonst wieder TA. Mögen meine Wünsche ans Universum Gehör finden. Bitte nicht noch einen Hund "einschläfern lassen" (wie ich schon diese Verniedlichung hasse). :cry:
Viele Grüße,
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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von Isi » So Dez 03, 2017 9:30 pm

Ach herrje, ich drücke euch die Daumen!!

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Re: unterschiedliche Größe-unterschiedlicher Charakter?

Beitrag von pudelebby » So Dez 03, 2017 9:56 pm

Wir haben eine sehr aktive robuste Zwergpudelin, sie ist 35cm groß wiegt 7,5 kg. Sie ist zwar wachsam, wenn sie etwas ungewöhnliches hört meldet sie schon, aber sie ist nicht kläffig. Ohne Grund bellt sie eigentlich nie. :)
Für uns hat sie die ideale Größe. Sie passt überall hin und ist doch so groß, dass man sie nicht übersieht.
Vorher hatten wir einen Mittelschnauzer mit 15 kg und 45 cm.
Wir haben bewußt nach einem stabilen, kräftigen Pudel gesucht. Wir wollten ihn nicht zu zart. Da mein Mann ihn auch zum Joggen mitnehmen
wollte.
Sie ist schwarz.
Sie benötigt viel Beschäftigung (wir machen Tricktraining und Apportierspiele, gehen viel spazieren)
Sie hat Jagdtrieb und jagt auf Spur, deswegen ist sie meist an der Schlepp oder der Flexi, wenn wir in der Natur unterwegs sind. Zum Austoben haben wir einen riesen Garten.
Mein Mann wollte eigentlich auch einen größeren "richtigen" Hund, jetzt ist er aber froh, dass sie nicht größer ist, und trotzdem ein richtiger Hund.

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