Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Erfahrungsaustausch bei Krankheiten.
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Andy
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Andy » Di Apr 04, 2017 11:54 am

gaertnerin hat geschrieben:
Di Apr 04, 2017 9:45 am
D.h. die Babygläschen auch mit nur einer Gemüsesorte? Es geht darum, Allergie/Unverträglichkeit herauszufinden, und je mehr Komponenten man da mischt, um so unklarer wird, welcher Bestandteil die Unverträglichkeit auslöst, richtig?

So, ich habe gerade Babygläschen mit nur Karotte, nur Pastinake, nur Kürbis erstanden. Ausserdem noch für später Karotte, Pastinake und Kartoffel gemischt. Es gab auch Kartoffel und Spinat gemischt - dürfen Hunde Spinat haben?

Wenn zwei Tage lang alles gut ist, kann ich davon ausgehen, dass keine Unverträglichkeit vorliegt, oder?
Ja, so ist es richtig: füttere einzelne Bestandteile und die immer zwei Tage hintereinander das gleiche Futter. Dann kannst du schon erkennen, ob er irgendetwas nicht so verträgt. Notiere dir alles, was du schon gefüttert hast und was er gut verträgt. Dann hast du einen tollen Überblick und kannst darauf zurück greifen.

Spinat dürfen Hunde fressen.
Du kannst auch 2-3 Tage dasselbe füttern, um eine Unverträglichkeit auszuschließen. Zwei Tage sind Minimum.
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Andy
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Andy » Di Apr 04, 2017 12:03 pm

gaertnerin hat geschrieben:
Di Apr 04, 2017 9:58 am
Andy, noch eine Frage: wieviel Ca braucht er denn bei 4,3 - 4,5 kg Gewicht? Und sollte ich die Ca-Quelle gelegentlich wechseln? Bis jetzt habe ich nur den Algenkalk von Lunderland, den ich ab und zu gebe, wieviel sollte er denn davon bekommen, wenn es Reinfleischdosen gibt?

Die Zusammensetzung davon ist:


"Analyseauszug: Kalzium: 34% / Phosphor: 0,08 % / Jodgehalt laut typischer Analyse: 20,6 ppm"

oder wäre Fleischknochenmehl (von welcher Firma?) besser?

Bio-Eierschalenpulver nehme ich vielleicht besser erst einmal nicht, da das ja in TC enthalten ist, und womöglich reagiert er ja darauf....
Das kannst du dir leicht selber ausrechnen: ein erwachsener Hund benötigt rund70-80mg Ca pro Kg pro Tag. Ich würde immer die niedrigere Menge nehmen..also 4,3 x 70mg Ca. Das sind 300mg Ca am Tag. In der Woche sind das dann 2100mg Ca.
Wenn du bislang Algenkalk gefüttert hast, dann bleibe erst einmal dabei. In der WOCHE musst du davon dann 6,2g.

Ich würde wochenweise die Ca Quelle wechseln. Fleischknochenmehl ist eine gute Alternative.Ich füttere gerne das hier:

http://www.barf-gut.de/pernaturam-fleis ... p-597.html

Davon benötigst du dann pro WOCHE 8,2g.

Den Algenkalk bzw. das Fleischknochenmehl tust du Anfang der Woche in eine Tupperdose und streust jeden Tag ein wenig davon über das Futter, so dass am Ende der Woche die Tupperdose leer ist. So ist es am einfachsten.
Liebe Grüße, Andrea mit Majken (geprüfte Behindertenbegleithündin)

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von gaertnerin » Di Apr 04, 2017 1:17 pm

Vielen Dank, Andy!

Ja, so ist es richtig: füttere einzelne Bestandteile und die immer zwei Tage hintereinander das gleiche Futter. Dann kannst du schon erkennen, ob er irgendetwas nicht so verträgt. Notiere dir alles, was du schon gefüttert hast und was er gut verträgt. Dann hast du einen tollen Überblick und kannst darauf zurück greifen.
Das habe ich schon angefangen, eine Art " input - output" Tagebuch, d.h. detailliert was er bekommen hat, auch an Zusatzstoffen, und wie der output aussieht.

Bis jetzt gibt es keine schlüssigen Erkenntnisse, eben immer mal wieder ein paar Tage ist der output gut, dann wieder mit Schleim, oder Schleim mit etwas Blut, oder Durchfall, ohne dass ich etwas verändert habe. Tendenziell ist es mit mehr Kartoffel - die Kartoffelmenge habe ich jetzt seit ca. einer Woche noch mal erhöht - besser, aber vielleicht, weil er dann insgesamt pro Tag weniger TC bekommt, weil ja Kalorien auch über die Kartoffeln zugeführt werden - falls das Problem eine Unverträglichkeit von TC sein sollte.

Ich werde jetzt TC noch weiter reduzieren, den Kartoffelanteil beibehalten und Reinfleisch dazu geben. In spätestens 2 Tagen dann gar kein TC mehr, nur Reinfleisch mit Kartoffel und einer Gemüsesorte und Ca und Öl. Das dann für ca 3 - 4 Tage und dann nach und nach weitere Gemüsesorte bzw. eine zweite Fleischsorte probieren.

Hoffentlich bekommen wir das so in den Griff, ich möchte dem Knirps weder eine Magen-Darmspiegelung noch die nächste Antibiose zumuten.

Spätestens Ende des Monats dann der nächste Kottest incl. Giardien.

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Hauptstadtpudel » Di Apr 04, 2017 2:44 pm

Beim Gemüse weiß ich es leider nicht, aber falls er unverträglich auf einzelne Fleischsorten (Hund, Rind, Lamm usw.) reagieren sollte, ist es mit zwei Tagen leider nicht getan.
Das dauert bis zu sechs Wochen, bis der Organismus nicht mehr auf das Eiweiß reagiert.

Ich habe bei Bolle "abgekürzt" und über einen Bioresonanztest seine Unverträglichkeiten herausfinden lassen.

Ich weiß, dass das Verfahren umstritten ist, man muss auch wirklich schauen, zu wem man geht.
Aber ich bin inzwischen sehr überzeugt davon. In der Vergangenheit habe ich auch manche Testung dazu genutzt, um Proben testen zu lassen, von denen ich weiß, ob er sie verträgt oder nicht.
Sie haben nie daneben gelegen.

Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald herausfindet, was die Ursache/n
ist/sind!
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von gaertnerin » Mi Apr 05, 2017 2:49 pm

Ich muss zugeben, dass ich Bioresonanz sehr skeptisch gegenüberstehe und würde das im Moment (noch) nicht machen wollen.

Wie muss ich das mit den 6 Wochen verstehen? Es dauert 6 Wochen, bis die letzten Reste des Eiweiß des Lamms (in letzter Zeit hat er nur Lamm und Huhn bekommen) aus seinem Körper verschwunden sind?

Angenommen, ich gebe ab jetzt nur noch Huhn, alles wird gut mit der Verdauung und erst in 6 Wochen würde ich wieder Lamm füttern und dann ergibt sich wieder irgendeine der bisherigen Verdauungsproblematiken, dann liegt es am Lamm - so ist das gemeint, oder?

Oder heisst es, auch in z.B. 4 oder 5 Wochen kann er noch Symptome von der Lammfütterung zeigen, auch wenn ich jetzt auf der Stelle aufhören würde, Lamm zu füttern? Falls es letzteres bedeutet, ist es ja fast hoffnungslos, weil er ja auch "einfach so" mal was draussen oder von anderen Hunden aufschnappen kann und ein eventueller DF oder Bauchgeräusche oder Bauweh in 4 - 5 Wochen würde ich ja niemals mit dem Lamm in Verbindung bringen, was ich bis gestern gefüttert habe. Da würde ich immer auf einen neuen Infekt oder ähnliches tippen...

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Hauptstadtpudel » Mi Apr 05, 2017 4:18 pm

Es heißt, dass Unverträglichkeitsreaktionen noch 6 Wochen nach Einnahme erfolgen können.
Wie gesagt bei Proteinen.
Ich war auch überrascht - habe die Info beim Erste-Hilfe-Kurs letztens von der TÄ bekommen, die den Kurs abgehalten hat.
Sie ist Schulmedizinerin.
http://www.tierarztfrankfurt.de/wir-ueber-uns.html

Das hieße bei einer Aussschlussdiät, dass 6 Wochen lang die jeweiligen Komponenten gefüttert werden müssten (manche sprechen auch von zehn Wochen).
Und du musst dir sicher sein, dass er wirklich nichts anderes bekommt, auch nichts Gutgemeintes von Freunden, Familie oder Bekannten. Und unterwegs darf nix aufgenommen werden.

Das mit der Skepsis gegenüber der Bioresonanztestung kann ich gut verstehen. Ginge mir auch so, wenn ich nicht so gute Erfahrungen damit gemacht hätte.

Falls du eine echte Ausschlussdiät machen willst, würde ich dazu nochmal genauer recherchieren, sonst bringt es dir keine Erkenntnisse. Daumen sind gedrückt!
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von gaertnerin » Fr Mai 12, 2017 8:22 am

So, ich wollte die Entwicklung berichten:

seit ca 3 Wochen füttere ich Platinum NF, was er früher gut vertragen hat (das Platinum TF hat er auch gut vertragen, trinkt aber ohnehin viel zu wenig und unter das NF kann ich gut noch Wasser mischen). Derzeit kein Blut und auch kein Schaum mehr (toi, toi, toi), aber manchmal schon viel, mittel oder wenig Schleim, manchmal auch gar kein Schleim. Die Kotkonsistenz ist eher weich und ich hätte es gerne etwas fester, es ist aber nur noch selten breiig.

Insgesamt ist es also im Moment deutlich besser und ich werde die nächsten Wochen beim Platinum bleiben, um zu sehen, ob es sich damit stabilisiert bzw. noch weiter bessert.
Auf Dauer würde ich dann vermutlich abwechseln zwischen Platinum und Kochbarf (Lunderlanddosen oder selbstgekocht + Gemüseflocken etc). Vielleicht war es doch eine Futterunverträglichkeit? Ich wollte ihm mit dem TC etwas Gutes tun und habe vielleicht das Gegenteil damit bewirkt?

Der TA meinte, ich sollte ihm wegen des Schleims, der für eine Dickdarmreizung spricht, Weizenkleie unter's Futter mischen. Habe ich gestern mit angefangen, aber davon bekommt er Blähungen (er hat erstmals richtig gepupst, was vorher noch nie der Fall war) und ich glaube auch Bauchweh (er wollte nicht laufen und machte auch sonst einen eher unfitten Eindruck und ausser der Kleie habe ich nichts verändert) durch die Blähungen, und das, obschon es nur eine mikroskopisch kleine Portion eingeweichte Weizenkleie war. Die Portion war so winzig, dass ich dachte, vermutlich gibt's davon gar keine Auswirkungen zu bemerken und ich wollte das dann langsam steigern, habe aber jetzt Zweifel, ob das so eine gute Idee ist.

Allerdings war der Kot heute komplett schleimfrei und schön fest....aber heute lass' ich die Kleie erst einmal wieder weg...Bauchweh soll er schliesslich nicht haben.

Seine Kotuntersuchung vor zwei Wochen war gut: keine Giardien, ich hatte drei Tage lang wirklich alles gesammelt (nicht nur kleine Proben) und abgeliefert. Trotz der Giardiensymptomatik hat(te) er wohl doch keine, oder sein Immunsystem hat sie selbst so weit bekämpfen können, dass er sie jetzt los ist bzw. symptomfrei ist und dass das Testergebnis negativ ist - falls er jemals zwischendrin welche gehabt haben sollte.

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Iska » Fr Mai 12, 2017 8:49 am

recht gute Besserung weiterhin.... :streichel:
es ist ja wirklich nicht einfach, *seinen Weg* zu finden, wo alles passt.... :oops:
viele Grüße
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Doro » Fr Mai 12, 2017 10:48 am

Ich würde anstelle von Weizenkleie gemahlene Flohsamen ins Futter geben.
Das wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Um sicherzugehen das genügend Flüssigkeit dabei ist könntest du sie auch vorher quellen lassen, oder einen Schuss Wasser extra ins Futter geben.
Viele Grüße
Doro

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Thalassa » Fr Mai 12, 2017 11:10 am

Ich gebe immer Reis dazu. Ca. 2/3 Reis, 1/3 Futter. Das hat bei uns am besten geholfen.

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Hauptstadtpudel » Fr Mai 12, 2017 11:33 am

Und es dauert auch seine Zeit, bis sich ein gestresster Darm oder Magen richtig erholt hat.
Nichtsdestotrotz würde ich, wie du, gucken, was man zur Unterstützung noch geben kann.
Liebe Grüße, Katja mit Bolle
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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von Thalassa » Fr Mai 12, 2017 2:16 pm

Enteroferment hilft auch. Bei uns hat es ca. zwei Jahre gedauert, bis eine dauerhafte Besserung eintrat. Wirklich geholfen hat nur die Beimischung von dem Reis.

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Re: Ausscheidungen umhüllt von hellem Schaum

Beitrag von galina » Fr Mai 12, 2017 4:19 pm

Liebe Gärtnerin, das klingt gut. Schön, dass es besser geworden ist! Vielleicht wäre zu überlegen, ob ihm vielleicht Futterumstellungen nicht gut bekommen. Vom TC soll man ja, damit der Hund mit allem versorgt ist, die Sorten permanent wechseln. Ich halte Futterwechsel einfach so, ohne Grund oder nur weil der Hund vermeintlich Abwechslung braucht, grundsätzlich für eher problematisch. Habe ich ein Futter, das den Hund mit allen wichtigen Dingen versorgt und das vertragen wird, bleibe ich dabei und wechsle nur, wenn es nötig ist. Viel Erfolg weiterhin.

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