Angstfussel

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plapperkaefer
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Angstfussel

Beitrag von plapperkaefer » Mo Jan 01, 2007 8:38 pm

Mich würde mal interessieren, ob Ängstlichkeit bei (Zwerg-)Pudeln häufig ist.

Unsere Kleine (jetzt 9 Monate) ist ein kleiner Schisser. Rückblickend fällt mir auf, daß auch ihre Mutter einen eher zurückhaltendenden, sehr vorsichtigen Eindruck machte. Die Züchter machten einen guten Eindruck auf uns, mein Eindruck war, daß sie ihre Hunde vielleicht ein wenig "zu" behütet halten (sehr ruhige Wohnlage, ruhiger Garten u. dgl. - so daß die Welpen nicht allzuviel "Umwelt" kennen, wenn sie abgeholt werden).

Wie auch immer: unsere Hündin kann ganz gut Geräusche, auch Lärm ertragen. Auf ihre Ängstlichkeiten haben wir versucht nicht sonderlich einzugehen. Will sagen: Gehen an der Straße fand sie anfangs schlimm, hat sich aber sehr schnell daran gewöhnt, weil wir einfach ruhig und ohne Aufhebens weitergegangen sind und sie schnell herausfand, daß nichts schlimmes passiert. Ebenso mit vorbeigehenden Leuten. Bei Hunden ist's anders: von sehr ängstlich bis zumindest vorsichtig reagiert sie, kreischt los, sobald ihr einer zu ruppig erscheint (können wir gut mit leben), sie legt sich oft schon auf den Bauch, sobald sie einen Hund sichtet, selbst wenn der andere Hund klein ist und noch 50 m entfernt ist.

Anders mit Gegenständen: sie weiß, wenn wir unsere Jacken anziehen, ist Rausgehen angesagt - findet sie toll. Aber daß unsere Jacken rascheln läßt sie zusammenzucken, manchmal sogar weglaufen. Regencape: Schreck und Flucht. Papiertüte: Schreck und Flucht. Einkaufskörbchen oder Tasche in der Hand: Schreck und Flucht. Usw.

Wir haben es mit Locken, Belohnen, langsam Gewöhnen versucht, haben ihr sogar beigebracht, aus "bösen" Rascheltüten Superleckerlis rauszufischen, haben sie Leckerlis aus raschelnden Papierknäueln rauspfriemeln lassen, sie bekommt Belohnungen, wenn sie ohne Fluchtgesten neben uns läuft trotzdem wir eine Tasche in der Hand haben - gelbe Müllsäcke, eine ihrer ganz großen Angstauslöser, haben wir "geübt" (zig Mal vorbeigehen, anstupsen, sie schnuffeln lassen, bis sie keine Angst mehr zeigte) - uff. Sobald sie "DIE" Tüte nicht kennt, reagiert sie wieder ängstlich.

Manchmal nervt das. Gibt es sonst noch Tricks? Ist sie einfach 'ne kleine Zicke? Oder liegt's doch am "Pudeltemperament"? (kann ich mir fast nicht vorstellen).

Vielleicht habt ihr Erfahrungen dazu?


Edit (hab ich glatt vergessen): das gestrige Silvestergeböller hat sie recht entspannt bis freundlich interessiert zur Kenntnis genommen - Sachen, von denen man denkt, daß sie darauf ängstlich reagiert, jucken sie meistens gar nicht sonderlich.

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ulli55
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Beitrag von ulli55 » Mi Jan 03, 2007 12:07 am

Hallo plapperkaefer,

da kann man mal wieder sehen: kein Pudel ist so wie der andere. Mein Rocky, Kleinpudel - jetzt 13 Monate alt, ist ein rechter Draufgänger, aber vor dem Regenschirm hat er GROSSEN RESPEKT, obwohl er damit überhaupt keine schlechten Erfahrungen haben kann. Dagegen war mein Rusty, Zwergpudel - jetzt 18 Monate alt, von Anfang an sehr, sehr vorsichtig im Umgang mit allen Menschen, die nicht in unserem Haushalt leben. Er ist aber nach dem Einzug von Rocky wesentlich sicherer und auch weniger ängstlich geworden und lässt sich jetzt von den Menschen, die er mindestens 30 mal gesehen hat, schon mal streicheln.

Das Auf-den-Bauch-Legen deiner Kleinen kenne ich von meiner ZP-Hündin, die ich vor 30 Jahren hatte; bei ihr gehörte es zum Spielverhalten. Es hatte so etwas Lauerndes. Sie legte sich platt auf den Bauch, fixierte den ankommenden Hund - ob bekannt oder unbekannt - und stürzte dann auf ihn los, um ihn zum Spielen zu animieren. Somit würde ich dieses Verhalten nicht unbedingt als Ängstlichkeit deuten.

Auf jeden Fall kann ich als Fazit sagen, dass unsere Hunde uns sehr genau beobachten, unsere Körperhaltung und unsere Mimik zu deuten versuchen. Wenn wir schon eine bestimmte Erwartungshaltung haben und damit rechnen, dass der Hund jetzt irgendwie reagieren müsste, dann tut er es auch oft - ob positiv oder negativ. Ich denke, dass eure Kleine ihre Ängstlichkeit am ehesten verliert, wenn ihr dieses Verhalten einfach ignoriert und gar nichts dazu sagt. Dann wird sie in diesem Verhalten auch nicht bestärkt.

Ich wünsche euch dabei viel Erfolg.

Die Silvesterknallerei haben meine beiden auch recht kalt gelassen, weil "ihre" Menschen sich auch nicht großartig darum gekümmert haben.

Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr
Liebe Grüße
Ulrike und die Pudeljungs
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plapperkaefer
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Beitrag von plapperkaefer » Mi Jan 03, 2007 11:45 am

ulli55 hat geschrieben: Das Auf-den-Bauch-Legen deiner Kleinen kenne ich von meiner ZP-Hündin, die ich vor 30 Jahren hatte; bei ihr gehörte es zum Spielverhalten. Es hatte so etwas Lauerndes. Sie legte sich platt auf den Bauch, fixierte den ankommenden Hund - ob bekannt oder unbekannt - und stürzte dann auf ihn los, um ihn zum Spielen zu animieren. Somit
Hallo Ulli, danke für deine Antwort. Das Bauch-Legen als Spielaufforderung kannte ich noch nicht, will mal gucken, ob das auf Klein-Paula auch zutrifft. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Signale man am Hund mißverstehen kann, wenn man (als Fast-Anfänger) versucht, sie zu deuten :oops:

Du hast Recht, wir versuchen schon so viel wie möglich, Paulas Ängstlichkeiten zu ignorieren. Es ist nur manchmal schwierig, wenn sie z.B. im Hausflur plötzlich wie ein Frosch bäuchlings liegt und sich dann nicht mehr weiterbewegen will (da ist ihr der Boden zu rutschig) oder wenn vom vorangegangenen Spaziergang die Decke in der Transportkiste feucht ist und sie bockig? ängstlich? sich weigert, dort wieder reinzugehen *seufz*

Wir gehen zwar kaum darauf ein, ziehen sie eben weiter, wenn sie bäuchlings auf dem Rutschboden liegt oder schubsen sie kommentarlos in die Transportkiste, wenn wir heimfahren wollen, nur gebärdet sich diese kleine Prinzessin auf der Erbse danach oft, als hätten wir sie ganz böse gestraft - das zerrt schon an den Nerven (meinen - mein Mann ist da pragmatischer 8) )

Vielleicht sollte ich wirklich weniger darauf geben, wenn sie den armen kleinen Hund gibt. So, wie sie im Wald oder auf der Hundewiese den tobenden Windhund mimt und zu Hause ihr Fuchsfell kraftvoll filetiert, kann's ihr eigentlich wirklich nicht sooo schlecht gehen, wie sie uns manchmal glauben machen möchte. :lol:

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leo
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Beitrag von leo » Mi Jan 03, 2007 12:57 pm

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ulli55
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Beitrag von ulli55 » Mi Jan 03, 2007 9:49 pm

Hallo plapperkaefer,

ich möchte doch noch etwas nachtragen: Unsere Pudel gehören ja zur großen Familie der Hunde, die nachweislich vom Wolf abstammen. Bis heute ist es den Wolfsforschern nicht gelungen, sämtliche Verhaltensweisen des Wolfes zu deuten, so sehr sie sich auch anstrengen. Das liegt daran, dass Wölfe hochintelligente und anpassungsfähige Tiere sind mit einem komplexen Sozialverhalten, das strengen Regeln unterliegt. Sie sind sogar imstande, neue Verhaltensweisen zu erlernen, die die Verhaltensforscher dann auch erst mal wieder entschlüsseln müssen.

Ich habe mit meinem Rusty den dritten und mit meinem Rocky den vierten Hund in meinem Leben. Der erste war besagte Zwergpudelhündin, die 15 Jahre alt wurde, der zweite war ein Schäferhund-Collie-Mix aus dem Tierheim. Er wurde 14 Jahre alt. Als ich den ZP Rusty bekam, stand ich erst einmal ganz dumm da. Ich verstand ihn nicht und seine Züchtermama musste mir erst auf die Sprünge helfen. Ich habe sie fast täglich mit meinen Anrufen "genervt". Da ich vorher fünf Jahre ohne Hund war, hatte ich einiges vergessen, was das Verhalten der Hunde betraf. Erst als mein KP Rocky fünf Monate später einzog, verstand ich meinen ersten besser. Ich konnte stundenlang zusehen, wie sie sich zusammenrauften. Meine früheren Hunde hatten ja auch Kontakt mit anderen Artgenossen, aber naturgemäß nicht rund um die Uhr und auch nicht "in der eigenen Höhle", so dass ich viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen gar nicht beobachten konnte.

Da ich zwei Rüden halte, kann ich nun auch wieder nur einen kleinen Teil ihres Verhaltensrepertoirs erleben. Wäre eine Hündin dabei, wäre es mit Sicherheit wieder ganz anders.

Ich hoffe nur, dass ich im Laufe der hoffentlich vielen nächsten Jahre mit meinen Pudeljungs sie nach und nach besser verstehen lerne! Mit Sicherheit habe ich bis jetzt nur die "Spitze vom Eisberg" gesehen.

Liebe Grüße
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Ulrike und die Pudeljungs
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cherry
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Beitrag von cherry » Mi Jan 03, 2007 10:48 pm

Hallo,
lese doch einmal das Buch von Jan Fennell " Mit den Hunden sprechen"
Total super das Buch. Man sollte es aber ganz durchlesen. Ich finde es Hoch Intressant. Es hilft wirklich ich habe viele Dinge ausprobiert.

Viel Grüße Judy

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leo
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Beitrag von leo » Do Jan 04, 2007 7:42 am

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plapperkaefer
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Beitrag von plapperkaefer » So Jan 07, 2007 4:12 pm

Hallo ihr Lieben, entschuldigt erstmal daß ich nicht früher geantwortet habe - ich finde nicht immer Gelegenheit, ins Netz zu gehen.

Hu - einige Antworten und etliches bedenkenswert. Erstmal: wenn unsere Kleine vor dem rutschigen Boden "schissert", dann meinte ich die 3 Meter von Wohnungs- zur Haustüre bzw. nicht wesentlich mehr von der Aufzugstüre ins Büro - sie spielt immer dann Frosch, sobald die Leine straff wird oder uns jemand entgegenkommt. Irgendwas scheint sie damit zu verknüpfen, oder die Verbindung zwischen Entgegenkommen UND Rutschboden ist ihr zu viel, wer weiß. Ebenso mit der feuchten Decke im Auto - natürlich lassen wir die kleine Wollwurst nicht auf nassen oder feuchten Decken herumliegen. Aber bei diesem Mistwetter werden Pfoten von der Wohnung bis zur Tiefgarage nun mal feucht, da muß die Kleine schon mal 10 Minuten (die Dauer unseres Arbeitsweges) mit feuchten Pfoten in der Decke ertragen - und abends entsprechend wieder zurück. Wenn wir "richtig" mit ihr draußen sind, sprich: Toben und Tollen - wird der Hund richtig naß und schmodderig und findet - oh Wunder - überhaupt nichts dabei :lol:

Heute war mein Mann mit ihr in der Welpenstunde - die war seit Weihnachten nicht mehr, so daß sie seitdem nur Hundekontakte auf einer nichtorganisierten Hundewiese hatte - und es hat sich wieder gezeigt, daß ihr weniger neue Situationen als solche, sondern mehr das "Drumherum" Probleme bereiten. Über Stämme und Balken balancieren: prima. So lange niemand dabei ist, der sie anspricht oder ihr zu nahe kommt. Solche Dinge eben.

Hundebücher lese ich wahrscheinlich zu viele - wollte von Anfang an alles möglichst richtig machen, denn ich denke heute noch mit schlechtem Gewissen an meine erste Hündin (Labrador aus 4. Hand) zurück, die ich vor 16 Jahren übernommen hatte - mit meinem dürftigen Hundeverstand habe ich die 'Unarten' der Süßen in mancherlei Hinsicht falsch verstanden und falsch darauf reagiert.

Derzeit lese ich von Erik Zimen "Der Hund" (sehr interessant, sehr aufschlußreich), danach wird "Der Wolf" (woher hatte Herr Zimen nur diese Ideen für seine reißerischen Buchtitel? :twisted: ) dran sein. Ich lerne viel, merke aber, daß es doch schwierig ist, so manches gleich in die Praxis zu übernehmen. Gewohnheiten, "automatische" Fehler, viel zu viele Ratschläge von Leute, die keine Ahnung haben und natürlich auch Ratschläge, um die ich bitte und für die ich dankbar bin - ich wünschte, es wäre leichter, das alles gleich so entspannt umzusetzen. Nicht zuletzt der Hund: Paulas Charakter ist so völlig anders als der von Ambra (meiner erwähnten Labradorhündin) - mir scheint, daß ein strenger Blick die Kleine schon fast in die Knie zwingt - so empfindsam war Ambra nie.

Puh. Viel Text - heute ist mal wieder so ein Tag, wo mich das bissl Hund ziemlich beschäftigt und ich fürchte, das Problem liegt eher bei mir... als ich sie heute morgen mit dem Fuchsfell zum Spielen aufforderte, wich sie erstmal zurück. Klar - das tut sie, wenn das Fell "von oben" kommt, ich hätte eher auf ihrer Höhe mit ihr spielen sollen. Trotzdem schafft mich diese ständige Ängstlichkeit. Und ich fürchte, die kleine Wurst "weiß" das. :roll:



P.S.: ich glaube, daß Paula wirklich mit etwas Verspätung jetzt in die "Flegelphase" reingekommen ist. Neuerdings pullert sie wieder auf die Gehwege, wenn sie sich über die Begegnung mit anderen - älteren - Hunden freut. :roll:

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Beitrag von Dana » So Jan 14, 2007 10:40 am

Hallo plapperkaefer!

Unsere Nicky war am Anfang bei uns genauso ängstlich, wir haben sie mit ca. 5 monaten aus zweiter Hand.
Uns wurde schnell klar, das Nicky nicht viel raus gekommen ist und dummer weise wohl dort auch von dem Mann geschlagen wurde.

Sie hat auf fremde Situationen und Menschen sehr ängstlich reagiert, auch anfangs hatte sie große Angst vor ihren eigenen Herrchen.

So mußte mein Lebesgefährte sich die ersten zwei Wochen ausführlich um Nicky kümmern, damit Sie begriff das er ihr nichts zu leide tun wird. Sei hatte auch angst vor fremde Hunde und so entschieden wir mit ihr zur Hundeschule zu gehen. Nicht wegen der Erziehung sonder damit sie lernt mit andern Hunden zuspielen. Ab da an war das Eis mit anderen Hunden gebrochen und Sie ist manchmal recht frech zu ihren Spielkammeraden.
Nur manchmal wenn ein fremder Hund kommt ist sie ängstlich, aber das kommt auf den Hund an.

Halt die Ohren steiff kann nur noch aufwärts gehen. Gruß Nicky und Dana

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Beitrag von leo » So Jan 14, 2007 12:16 pm

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Beitrag von Dana » So Jan 14, 2007 12:29 pm

Wer weiß was in der Prägefasse schief gelaufen ist, denn in dieser Fasse wird der Hund für das leben geprägt und was sich einmal bei einem Hund eingepägt hat, ist schwer heraus zu erziehen.

Ist nur eine frage, was für gefühle kommen in dir hoch wenn du einen anderen Hund von weitem siehts, was denkst du?

Nicht schon wieder ? Verändert sich deine Körperhaltung?

Geht das schon wieder los?

Fühlst du dich genervt, weil dein Hund so reagiert?

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Pieseln vor Freude...

Beitrag von sandra » So Jan 14, 2007 7:32 pm

Also das "Pieseln" vor Freude kenne ich von der Großpudelhündin meiner Tante. Sie ist überhaupt nicht ängstlich, aber manchmal wenn ich sie besuche oder meine Tante weg war und wieder nach Hause kommt, pieselt sie vor Freude...

Aber gut, das kann natürlich in deinem Fall wieder ganz anders sein und vielleicht tatsächlich mit ihrer Ängstlichkeit zusammenhängen.

Pebbles war als Baby auch sehr schissig bei anderen Begegnungen mit Hunden und hat teilweise geschrien wie am Spieß obwohl der andere Hund noch gar nicht da war. Aber mit vielen freundlichen Hundebegegnungen und Welpenschule haben wir das in den Griff bekommen. Andere Hunde sind inzwischen kein Problem mehr.
____________________________
Liebe Grüße
Sandra, Pebbles und Co.

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Beitrag von plapperkaefer » Mo Jan 15, 2007 4:27 pm

Hallole, hatte gar nicht damit gerechnet, daß ich nochmal so rege Antworten bekommen, danke euch :)

Ich denke schon, daß es so eine Art "Freudenpullern" ist, das Paula bei manchen Hunden zeigt - genauer bei zwei Hunden aus der Nachbarschaft, die sie mit großem Jubel bewedelt um sich dann schnell hinzuhocken und loszustrullern. Allerdings jetzt seit 3 Tagen nicht mehr, scheint also ein kurzfristiger "Rückfall" gewesen zu sein (hat sie vor einigen Monaten eine Zeitlang gemacht, wenn mein Mann oder ich nach Hause kamen, da glücklicherweise nur tröpfchenweise). Wenn andere Hunde kommen, verändere ich mich wahrscheinlich schon ein wenig, zumindest gucke ich immer, ob das ein großer Hund ist, ob er angeleint ist oder nicht was der/die Besitzer auf mich für einen Eindruck machen. Paula legt sich meistens platt auf den Bauch, zittert bissl mit den Ohren und scheint ganz gespannte Aufmerksamkeit, was da auf sich zu kommt. "Oh nee, nicht schon wieder" kommt bei mir eher selten vor, dürfte für sie also weniger ausschlaggebend sein.

Daß Paula Angst hat, weil sie irgendwann geschlagen wurde, können wir ausschließen - in dem Fall würde ich ihre Ängstlichkeit ja auch verstehen können.

Inzwischen glaube ich, daß ich mir womöglich zu viele Gedanken mache. Sie ist in manchen Dingen ein absoluter Schisser, in anderen überhaupt nicht (heute hat sie einen wildfremden Hund, der mindestens das 5-fache ihres Gewichts auf die Waage bringt, auf Teufel-komm-raus angeknurrt. Jedenfalls so lange, bis der andere Hund sie freundlich wedelnd unter die Lupe genommen hat - da fiel mein knurrendes Wollknäuel fast in Ohnmacht vor Schreck :lol: ) - wer weiß, vielleicht weiß diese Kleine einfach gut mit meinen eigenen Unsicherheiten umzugehen. Bei meinem Mann zickt sie zwar auch gelegentlich ängstlich herum, aber normalerweise geht er überhaupt nicht darauf ein und das Ganze erledigt sich dann auch recht schnell.

Axel Lützow
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Re: Angstfussel

Beitrag von Axel Lützow » Di Apr 20, 2010 11:02 pm

Hoffenglich gehts dein hund bald Besser sonst am besten hin zum tier psychelogen Habe gehört das kann helfen

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